Kurzbeschreibung
Zwischen dem 14. und dem späten 19. Jahrhundert war das Klima in Mitteleuropa von deutlich kälteren und trockeneren Wintern geprägt, als wir es heute kennen. Diese "Kleine Eiszeit" erreichte im späten 16. und frühen 17. Jahrhundert ihre zweite Hauptphase: Ökologische Krisen und ihre physikalischen Folgen prägten das Leben der Menschen ebenso wie ökonomische Knappheit und ihre sozialen und demographischen Folgen. Welche sozialen Schichten wurden von der Not am stärksten betroffen und wie unterschieden sich ihre Überlebensstrategien? Wie wurden diese Krisenphänomene kulturell interpretiert und verarbeitet? Der Band sucht nach Antworten und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Diskussion um die Krisenphänomene der Frühen Neuzeit und den Zusammenhang von Klima und Gesellschaft.
Über den Autor
Prof. Dr. phil. Wolfgang Behringer, geboren 1956 in München, studierte Geschichte, Politologie und Germanistik. Seit Herbst 1999 ist er Professor für Geschichte in York/England. Er veröffentlichte Arbeiten zur Hexenverfolgung, zur Geschichte der Kriminalität, des Fliegens und der Kommunikation.Dr. Dr. h.c. Hartmut Lehmann ist Direktor am Max-Planck-Institut für Geschichte in Göttingen und Honorarprofessor an den Universitäten Göttingen und Kiel.Christian Pfister, geboren 1944, ist Professor für Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte an der Universität Bern.