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Die Kultur der Renaissance in Italien
 
 
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Die Kultur der Renaissance in Italien [Gebundene Ausgabe]

Jacob Burckhardt , Walter Goetz
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 542 Seiten
  • Verlag: Kröner; Auflage: [9. Aufl.] (1966)
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B0000BQBA4
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Jacob Burckhardt
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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Die Kultur der Renaissance in Italien
OA 1860 Form Sachbuch Bereich Kulturgeschichte
Die Kultur der Renaissance in Italien ist das populärste Buch von Jakob Burckhardt, das die Vorstellungen von der Renaissance nachhaltig prägte. Dem Werk liegt ein völlig neuer, von Burckhardt entwickelter vielschichtiger Kulturbegriff zu Grunde, der die gesamte menschliche Lebensgestaltung umfasst. Er schließt den Staat als kulturelle Äußerung ebenso ein wie die Religion und die Produktion von Kunst aller Art sowie die Formen der Geselligkeit und der Feste. Der große anhaltende Erfolg des Buches ist auch seiner erzählerischen Qualität zu verdanken.
Inhalt: Das Werk ist in sechs Abschnitte gegliedert, von denen der erste und der letzte dem Staat bzw. der Religion als den tragenden Kräften gewidmet ist. Die vier dazwischen liegenden Abschnitte behandeln die Entwicklung des Individuums, die Wiedererweckung des Altertums, die Entdeckung der Welt und des Menschen sowie die Geselligkeit und die Feste als besondere Merkmale des neuen Zeitalters. Der Autor beschränkt sich räumlich auf das italienische Gebiet und zeitlich auf das 15. und frühe 16. Jahrhundert, nicht ohne notwendige Rückgriffe auf das Mittelalter. Während die Menschen im Mittelalter in einer von der Religion bestimmten Ordnung lebten, sind jetzt die moralischen Werte verloren gegangen.
In dieser chaotischen Zeit versuchen die Humanisten und Künstler einen Standpunkt zu finden, sind jedoch macht- und ruhmsüchtig und setzen sich und ihr Schaffen absolut. Dennoch entfalteten sich vor diesem wirren Hintergrund ein neues Menschenideal, dem umfassende Bildung als hohes Gut galt, und eine kulturelle Blüte von noch heute sichtbarer Ausprägung. Burckhardt beschreibt die wissenschaftlichen und kulturellen Leistungen der Zeit von den Entdeckungsreisen des Kolumbus über die Sternkunde, die Botanik, die Zoologie bis zur Kunst der Poesie bei R Dante Alighieri, Giovanni R Boccaccio oder Francesco R Petrarca. Des Weiteren widmet er sich der neuen Stellung der Frau in der Renaissance. In den höheren Ständen erhielten Frauen die gleiche Bildung wie die Männer und erbrachten auch bemerkenswerte künstlerische Leistungen in Malerei und Dichtkunst. Schließlich untersucht Burckhardt die moralische Situation des Landes einschließlich der Kirchen und ihrer Vertreter. Er stellt fest, dass Italien sich zu Beginn des 16. Jahrhunderts in einer schweren sittlichen Krise befand, die sich auf alle gesellschaftlichen Kräfte auswirkte. Der Glauben war erschüttert und das Misstrauen gegenüber der Kirche groß.
Wirkung: In seiner Darstellung der Epoche der Renaissance hat Burckhardt zahlreiche Bezüge zur modernen Zeit hergestellt. Für die Kunst- und Kulturgeschichte schuf er ein bahnbrechendes Werk, auf das bis heute Bezug genommen wird. Es gelang ihm, eine unüberschaubare Fülle von Einzelwissen in einen Zusammenhang zu ordnen und dem Kulturbegriff eine neue, erweiterte Bedeutung zu geben. Burckhardt band das Kunstwerk ein in die Gesamtheit historischer Entwicklungen. Wenn die Renaissance-Forschung auch in vielen Punkten zu neuen Erkenntnissen gelangt ist, so ist sie ohne Burckhardt nicht denkbar. N. B.
Literatur: I. Siebert, Jacob Burckhardt. Studien zur Kunst- und Kulturgeschichtsschreibung, 1991. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Wer Jacob Burckhardts gewaltiges Hauptwerk Die Kultur der Renaissance in Italien lesen will, muss sich darauf gefasst machen, von einer überaus großen Detailfülle geradezu erschlagen zu werden. Das Buch ist keine chronologische Geschichte der Renaissance, also des 14. und 15. Jahrhunderts, sondern eine Gesamtschau, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Nicht die historische Entwicklung, sondern die Entfaltung der Kultur - aufgeteilt in sechs große Themenabschnitte - erwartet den Leser. Burckhardts zentrale These ist, dass im Italien der Renaissance die "Entdeckung des Individuums" erfolgte, wodurch eine Kultur der Wissenschaft, der Entdeckungen und der Staatstheorie möglich wurde, die für ganz Europa und für die Neuzeit bahnbrechend wurde. Literatur, Religion, Feste und Feiern, das gesellschaftliche Leben, Politik und Tyrannei, blutige Familienfehden, Entdeckungsreisen, Aberglaube und Papsttum, all das und noch viel mehr, oft glänzend formuliert, führt Burckhardt dem Leser vor Augen: eine Vorgehensweise, die seine wissenschaftlichen Kollegen zunächst ablehnten, dann aber doch annerkennen mussten. Heute zählt Burckhardt zu den wichtigsten Kulturhistorikern und zu den berühmtesten Schweizern.
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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von M. Höh
Format:Gebundene Ausgabe
Der Autor gibt sich wissenschaftlich-bescheiden mit der Qualität seiner Darstellung, aber auch nach über 100 Jahren scheint dieses Buch eine der gelungsten Zusammenfassungen dieser wichtigen Epoche in Italien zu sein.

Der Text ist gut zu lesen und trotzdem reichlich mit Daten und Fakten gespickt, die gemachte Thesen untermauern.

Besonders gelungen finde ich, dass sich der Autor auf viele Bereiche der damaligen Zeit konzentriert: Politik, Kunst, Kultur und die Wissenschaft haben alle einen sinnvollen Stellenwert in den Beschreibungen.
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Einfach unverzichtbar 19. November 2006
Von Woody W.
Format:Gebundene Ausgabe
Packend, informativ, kenntnisreich - seit Jacob Burckhardt schrieb kaum ein anderer Autor so eindrucksvoll und detalliert über diese Epoche in Italien. Der Titel trügt, es ist kein Versuch, sondern meisterlich. Ein Muss für alle Geschichtsinteressierten.
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