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Kultstätte an der Grünwalder Straße: Die Geschichte eines Stadions
 
 
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Kultstätte an der Grünwalder Straße: Die Geschichte eines Stadions [Gebundene Ausgabe]

Roman Beer
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: Verlag Die Werkstatt GmbH; Auflage: 2. (31. März 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3895337803
  • ISBN-13: 978-3895337802
  • Größe und/oder Gewicht: 30 x 21,6 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Roman Beer
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Das Buch zur Kultstätte... Begonnen hat es alles mit einer Architektur-Seminararbeit zum Thema Grünwalder Stadion vor gut zwei Jahren. Aus dem Projekt wurde mehr, viel mehr. Das beeindruckende Ergebnis konnte Roman Beer, inzwischen diplomierter Architekt, jetzt in der Stadiongaststätte Zum 60er vorstellen. 192 Seiten dick, akribisch recherchiert und gespickt mit bisher nie gesehenen Fotos Beers Buch über die Kultstätte an der Grünwalder Straße hat das Zeug zum Klassiker. (.)

Kultstätte Der Rezensent muss zugeben, angesichts des Gegenstands voreingenommen zu sein, hat er doch in keinem anderen Fußballstadion mehr Fußballspiele gesehen als im Städtischen Stadion Grünwalder Straße , welches im Volksmund immer noch das Sechziger heißt, denn es war der TSV 1860, unter dessen Regie es erbaut wurde und der es bis zum Verkauf an die Stadt im Jahre 1937 sein eigen nannte. Lange Jahre nur von den Amateur- und Juniorenmannschaften der Münchner Profivereinen bespielt, erlebt es mit der Rückkehr der Löwen für die Zweitligasaison 2004/05 eine Renaissance, steht aber angesichts der bevorstehenden Eröffnung des neuen Fußballgroßstadions im Münchner Norden vor einer ungewissen Zukunft. Das Besondere an diesem Buch ist, dass der Autor, Roman Beer, als Architekt hervorragend in der Lage ist, nicht nur die Fußballgeschichte des Stadions, sondern vor allem auch die bauliche in fachmännischer und anschaulicher Weise darzustellen. Hierzu hat er eine Fülle von Fakten zusammengetragen, die keine Frage offen lässt. Zudem bleibt der Blick nicht allein auf das Sechzigerstadion beschränkt, im Gegenteil, der Leser erfährt auch eine ganze Menge über andere Lokalitäten, in denen sich der Fußball in München entwickelte. Natürlich kommt auch das sportliche Geschehen nicht zu kurz, schließlich hat das Grünwalder eine Fülle hochbedeutender Fußballmatches erlebte. Und wem das noch nicht genug ist, der kann sich an einer reichen Zahl von Bildern erfreuen, die die Geschichte des Stadions in allen Phasen vor Augen führen. Das beste Buch, das ich jemals über ein Fußballstadion gesehen habe; ein vorbildliches Werk, das hoffentlich nicht in Bälde als Denkmal einer vormaligen Kultstätte betrachtet werden muss; ein wertvoller Beitrag zur Geschichte des Münchner Fußballs. (.)

Der Tagesspiegel, 19. Oktober 2004

Der oder das Sechziger? – Der Bayer hat bekanntlich Schwierigkeiten mit den bestimmten Artikeln. Zum Erstaunen aller Nichtbayer sagt er der Radio, das Monat oder der Butter. Auch beim Stadion an der Grünwalder Straße in München ist er sich umgangssprachlich nicht ganz über den Artikel im Klaren: Heißt es der Sechziger oder das Sechziger? Das Buch „Kultstätte an der Grünwalder Straße“ gibt einen Hinweis, warum das so ist: Bis zum Abschluss des Umbaus 1926 hieß die Sportstätte des TSV 1860 München im Volksmund der Sechziger-Platz, danach setzte sich allmählig die Bezeichnung das Sechziger-Stadion durch. Neben der Geschichte dieses Stadions hat Roman Beer Anekdoten und Zahlen rund um das Stadion im Stadtteil Giesing zusammengetragen: Die manuelle Anzeigetafel, der Logenplatz im Wohnzimmer der Familie Blendinger oder die Namen der Platzwarte seit 1927. Es ist ein Buch zum Nachschlagen, das viele 1860-Fans sentimental werden lässt. 
Da auch die Bayern bis 1972 in diesem Stadion spielten, dürfen sogar Bayern-Fans dem detaillerten Buch etwas abgewinnen können. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Fundierte Rückschau auf Münchner Fußballtempel!, 8. September 2004
Wer an den Münchner Traditionsverein TSV 1860 denkt, dem Fallen neben "Skandalverein" spätestens an zweiter und dritter Stelle die Synonyme "blau-weiße Löwen" und "Kicker von der Grünwalder Straße" ein. Ganz wenige Mannschaften der Bundesligen sind mit einer alten, davon lange Zeit nicht selbst genutzten Spielstätte gedanklich so eng verknüpft wie der Arbeiterclub aus dem ehemals stark proletarisch geprägten Stadtviertel Giesing. In ähnlicher Weise trifft dies am ehesten auf die Arbeiterclubs des Kohlenpotts Schalke 04 (Glückaufkampfbahn) und Borussia Dortmund (Rote Erde) zu. Umso erstaunlicher ist dieses Phänomen, weil das Stadion an der Grünwalder Straße mehrere Jahre auch vom damaligen Emporkömmling, dem noblen FC Bayern gleichwertig genutzt wurde. Für Fußballfreunde ist die Spielstätte bundesweit jedoch immer das "Sechz'ger" geblieben.

Bereits vor über 90 Jahren (1911) wurde das Gelände durch den TSV-Vizepräsidenten Hilber angemietet. Das Stadion erhielt den Namen "TV 1860-Stadion" und ist damit das traditionsreichste Stadion Münchens. Im Jahre 1926 fand hier bereits das erste Fußball-Länderspiel der bayerischen Metropole statt. In der Folge nutzten die Münchner Bezirksligisten 1860, Wacker und der FCB für ihre Heimspiele den damals recht modernen Ground. Während der noble FCB durch die Olympischen Spiele 1972 einen neuen Arbeitsraum zugewiesen bekam, den er bis heute nutzt, ist vielfach unbekannt, dass auch die Sechziger das Olympiastadion als Heimstätte betrachteten und erst zur Saison 1976/77 in ihre alte, aber erweiterte und renovierte Spielstätte an der Grünwalder Straße zurückkehrten.

1860 blieb sich lange Zeit treu und nutzte das sicher nicht mehr zeitgemäße reine Fußball-Oval von der Bundes- bis hin zur Tristesse einer Bayernliga. Präsident Karl-Heinz Wildmoser und verschärften DFB-Regularien "verdankt" der Club den erneuten Umzug ins ungeliebte Olympiastadion, welches deutlich bessere Sicherheitsmaßnahmen zur Fanüberwachung, TV-Möglichkeiten und Marketingaktivitäten zulässt. Fairerweise muss gesagt werden, dass der Spielstättenwechsel den Löwen nicht geschadet hat. Unter Werner Lorant konnte der Verein auch im Olympiastadion streckenweise überzeugen und der Zuschauerschnitt war insgesamt in Folge einiger Topspiele meist akzeptabel. Allerdings fühlen sich die Fans dort (sie belegen stets die Kurve der eigentlichen Gastmannschaft) deplatziert wie Heidi Kabel auf der Bühne der Wiener Staatsoper.
Der aktuelle, durch den Bundesligaabstieg bedingte "Rückzug" an die alte Wirkungsstätte eines Radi Radenkovic wird dem TSV einige Traditionalisten wiederbringen, zumindest bis zum endgültigen Abbruch aller Brücken in die Vergangenheit.

Der erste Auftritt der Blau-Weißen im neuen Münchner UFO-Stadion (dessen grausliger Name hier nicht nur zur Umgehung von Schleichwerbung verschwiegen sei) wird dem TSV endgültig den glaubwürdigen Status des Arbeiterclubs nehmen (vgl. BVB Dortmund). Dieser wird nur noch in der Erinnerung weiterleben können. Ein Jahr des schmerzlichen Abschiednehmens, das sich zäh wie ein verbrauchter Kaugummi hinziehen wird, steht bevor. Da wird der sportliche Erfolg der Saison 2004/2005 eigentlich nebensächlich. Dank des tollen Buches von Roman Beer und vielen seltenen Fotos kann jeder Fan der Sechziger oder auch Bayern diesen Mythos archvieren und auch in 20 Jahren (wenn der FCB nur noch in der Europaliga spielt und der TSV allenfalls die Vorspiele bestreiten darf) davon träumen.

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