In diesem schönen Bild- und Textband wird dem deutschen Bäderland Nr. 1 gehuldigt: Baden-Württemberg. Ausgewählt wurden 16 Bäderorte nach ihrer Beliebtheit: Baden-Baden, Badenweiler, Stuttgart-Bad Cannstatt, Bad Dürrheim, Jordanbad, Bad Krozingen, Bad Mergentheim, Bad Peterstal-Griesbach, Bad Rappenau, Bad Schönborn, Bad Teinach, Überkingen, Überlingen, Bad Waldsee, Bad Wildbad und Bad Wurzach.
Alle Orte werden mit ihrer Historie und dem aktuellen Bezug präsentiert inkl. Anlaufadressen, Heilanzeigen, Einrichtungen, Anwendungen, Heilwasser, Freizeitangeboten und sportlichen Möglichkeiten. Das Spannende insgesamt ist die historische Entwicklung der jeweiligen Bäder, aufgelockert durch eine Vielzahl von Anekdoten und Hintergrundinfos. So schreibt Wladimir Kaminer in seinem "Mein deutsches Dschungelbuch" über Baden-Baden im 19. Jahrhundert: "Die Neureichen waren in der Regel zumindest am Vormittag sehr kulturinteressiert. Sie bestellten eine Stadtführung für den nächsten Tag, gingen dann ins Kasino oder ins Restaurant und konnten am nächsten Tag nicht mehr rechtzeitig aufstehen. Trotzdem zahlten sie brav."
So kann Baden-Baden heute an eine längst vergessene Zeit erinnern. Die Russen sind wieder da und bescheren der Stadt ungeahnte Investitionen. Iwan Turgenjew schrieb 1867 über den internationalen Platz Baden-Baden: "Nur das überall schnarrende, ausdruckslose gutturale Geschnatter der französisch Sprechenden konnte das Vogelgezwitscher weder ersetzen noch sich mit ihm vergleichen."
Jedem Ort vorangestellt ist ein Zitat. Badenweiler kann auf Anton Tschechow zurückblicken und diese Aussage an seine Schwester immer noch strahlen sehen: "Wenn Du wüsstest, was hier für eine Sonne ist! Sie brennt nicht, sie liebkost." Eduard Mörike schrieb 1844 aus Bad Mergentheim: "Die kristallhelle Quelle flößte mir am andern Morgen gleich den ganzen Unrat von der Seele."
Die Heilwirkungen des Wassers werde in einzelnen Rubriken ausführlich erklärt, am Ende findet sich eine umfassende Liste der höher prädikadisierten Heilbäder und Kurorte in Baden-Württemberg, sowie ein weiterführendes Literaturverzeichnis.