Saarbrücker Zeitung, 30.12.2004
Schwab, selbst bekennende Pferdenärrin, schickt die Kripo zur Fahndung ins Reitermilieu und schildert die heimatliche Flur mit bodenständiger Realität, so dass der Leser sich sofort heimisch fühlt - ohne allerdings von aufdringlicher Regional-Koketterie der Marke Max-Palu-Tatort belästigt zu werden. Statt dessen konstruiert die Autorin mit klarer Sprache und motivischen Grautönen ein Geflecht aus Spannung und nachvollziehbaren emotionalen Verwirrungen. So entsteht ein Erzähl-Mix, in dem es ordentlich menschelt. Elke Schwab ist auf dem besten Weg, ihren Ruf als "saarländische Jacqueline Berndorff" zu festigen.
Kurzbeschreibung
Der unaufgeklärte Fenstersturz Luise Spenglers sollte eigentlich Kullmanns letzter Fall vor dem Ruhestand sein. Doch ein Polizistenmörder macht seiner Regie einen Strich durch die Rechnung. Der Polizist Nimmsgern wird am Schwarzenberg erschossen. Darauf ein weiterer Kollege. Auf der Dienststelle geht die Angst um. Die schlechte Stimmung belastet die Arbeit. Kullmann scheint die Fäden der Ermittlung aus den Händen zu verlieren. Sogar seine engste Mitarbeiterin, die Pferdeliebhaberin Anke Deister verliert das Vertrauen. Erkennt er die Gefahr noch rechtzeitig, in der seine Mitarbeiter und er schweben?