Bücherjournal NDR
Nazi-Jäger war er, ist Oberstaatsanwalt a.D., Glatzen- und Uniformträger, Pornojugendschutz-Beauftragter und Schlingensief-Schauspieler, der gleich nach der Wende gutartige Bürger der ehemaligen DDR mit der Kettensäge massakrierte. Filmkritiken hat er tausende geschrieben, doch nur ein einziges Buch, sein erstes, mit 70: "Das Kuhlbrodtbuch". Nach ihm benannt: Dietrich Kuhlbrodt. Memoiren und Anekdoten eines chaotischen Lebens - eine wunderbar anarchische Anti-Autobiografie.
Kurzbeschreibung
Dietrich Kuhlbrodt erinnert sich, wie man sich erinnert. Da es dabei nicht chronologisch zugeht, geht es rund. Der Stoffhund Wauwi überlebt und reist nach Simbabwe, Theater macht Arbeit und in Ludwigsburg werden Naziverbrechen aufgeklärt.