Der Haupt-Titel verspricht wesentlich mehr, als das Buch dann hält. Der Nebentitel trifft es schon eher, wenn mann das "und ich" gedanklich dick unterstreicht.
Tatsächlich ist es so, dass aus fast jedem Kapital wahlweise die verbitterte Reue oder reuevolle Verbitterung des Autors als ehemaliger Castro-Sympathisante spricht. In Anbetracht der politischen und wirtschaftlichen Realitäten auf Kuba mag dies ja nachvollziehbar sein, aber beim Lesen des Buches habe ich immer mehr den Eindruck gewonnen, dass der Autor Mittelpunkt des Inhalts ist. Allerdings gibt es nur sehr lückenhafte Informationen zu Funktion und Wirken des Autors in Kuba, so dass es eigentlich auch nicht zu dessen Autobiographie reicht.
Das Thema Kuba selbst wird zum Einen nur mit wenigen, schon gar nicht neuen, Fakten bedient. Dies ist umso enttäuschender, da der Buchtitel ja suggeriert, in diesem Werk seien Insider-Informationen enthalten.
Zum Anderen fehlt dem Thema Kuba in diesem Buch jede Systematik, sowohl in inhaltlicher, als auch in chronologischer Hinsicht. Es gibt keinen "Roten Faden", so dass das Buch beim Lesen stark anstrengt und streckenweise sogar langweilt.
Leser, die als "Kuba-Anfänger" Informationen suchen, schauen nach der Lektüre verwirrt, Kuba-Kenner, egal ob pro oder contra Castro, werden das Buch stirnrunzelnt zur Seite legen. - Schade!