Im Prinzip soll mit diesem Buch die Frage, die gleichzeitig der Untertitel ist, bearbeitet werden. Dies tun sodann auch die drei Autoren: Fidel Castro typischerweise in einer Endlos-Rede, die sich teilweise in Details verliert, Pérez-Roque mit vorsichtig kritischen Ansätzen und am stärksten tacheless schreibt Heinz Dieterich.
Es geht hier aber nicht um Kritik an Castro, sondern ganz nüchtern um die reine Sachfrage, wie es weiter gehen kann mit Kuba - und das ist auch gut so.
Castro gebührt - neben dem historischen Wandel durch die Revolution Ende der 1950er Jahre und das Bestehen dieses Modells bis in die Gegenwart - immerhin das Verdienst, den Diskurs über die Zukunft des Inselstaates offiziell auch auf der Sympathisantenseite losgetreten zu haben.
Eine kritische Analyse, über die man im Einzelnen natürlich geteilter Meinung sein kann, mit Ansätzen von Lösungsvorschlägen wirft dann allerdings erst H. Dieterich auf. Davon kann man sich mehr wünschen: Möge der Diskurs eröffnet sein - nicht nur unter kritisch-sympathisierenden Intellektuellen, sondern gerade auch in der kubanischen Bevölkerung!