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Kuba
 
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Kuba [Broschiert]

Bert Hoffmann
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Kuba + KulturSchock Cuba (Kuba): Alltagskultur, Tradition, Verhaltensregeln, Religion, Tabus, Mann und Frau, Stadt- und Landleben + GEO Special 1/2009: Kuba: Sonne, Salsa, Sozialisten. Ein Wegweiser durch den real existierenden Tourismus
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Produktinformation

  • Broschiert: 263 Seiten
  • Verlag: C.H. Beck; Auflage: 3. Auflage. (24. August 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406558518
  • ISBN-13: 978-3406558511
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 489.528 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Bert Hoffmann
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Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Kuba – auf den Boden geholt

Zweieinhalb neue Bücher über Geschichte und Gegenwart

In einer Zeit, da der Kuba-Boom weiterhin seine Blüten treibt und sich vornehmlich in den Bereichen Massentourismus und Begeisterung für traditionelle Musikstile manifestiert, ist es nur allzu berechtigt, dass auch Politik und Geschichte dieser ungewöhnlichen Inselrepublik wieder ihren gebührenden Platz bekommen. Gleich drei neue Bücher, zwei davon vom selben Autor, sind in kurzer Folge hintereinander erschienen und vermögen in unterschiedlicher Weise eine Lücke zu schliessen, die bezüglich auf den aktuellsten Stand gebrachter politischer Literatur zu Kuba existierte. In den Bereichen Tourismus und Musiktradition dagegen ist der Überblick allein bei neueren deutschsprachigen Büchern kaum mehr möglich. Das Bild, welches Titel wie «Gebrauchsanweisung für Kuba» oder «Magisches Kuba» vermitteln, ist meist dasjenige eines in leuchtenden Farben erstrahlenden und spannend zu durchwandernden Freilichtmuseums: Die Zeit ist stehengeblieben, und fröhlich musizierende und tanzende Menschen haben sich unter dieser Zeitglocke in pittoresker Armut eingerichtet.

Mehrfacher politischer Ausnahmefall

«Nicht der grundsätzlichen Änderung des Kubabildes in Westeuropa, wohl aber seiner Entpolitisierung» wolle er entgegensteuern, schreibt Michael Zeuske an einer Stelle seines Buches «Insel der Extreme – Kuba im 20. Jahrhundert». Der 1952 geborene Autor ist Professor für iberische und lateinamerikanische Geschichte mit Spezialgebiet Kolonial- und Sklavereigeschichte an der Universität Köln. Er stammt aus der damaligen DDR, war schon zu jenen Zeiten Professor – an der Universität Leipzig – und stellt insofern eine Ausnahme dar, als er es geschafft hat, in der neuen Bundesrepublik seine akademische Karriere fortzusetzen. Nun legt er im deutschsprachigen Raum das erste Buch vor, das die Geschichte Kubas im gesamten Zeitrahmen des 20. Jahrhunderts darzustellen versucht. Diese hundert Jahre entsprechen nahezu exakt der Zeit, seit der Kuba als unabhängiges Land existiert. Trotzdem haben alle bisher auf Deutsch erschienenen Publikationen zu Kuba stets entweder den Gesamtüberblick seit Kolumbus oder dann das revolutionäre Kuba und damit meist die offizielle Geschichtsschreibung Kubas – in affirmativem oder verneinendem Sinne – ins Zentrum gestellt.

Drei Merkmale der Geschichte dieser Insel, «die für ihre eigene Geschichte zu klein ist» (François Maspero), hebt Zeuske für diese vergangenen hundert Jahre als «extrem» hervor: Frühe Globalisierung, Amerikanisierung und Entnationalisierung in der ersten Hälfte des Jahrhunderts waren genauso beispiellos in der westlichen Welt wie dann 1960 die Hinwendung des revolutionären Kuba zum Kommunismus sowjetischer Prägung. Und als drittes extremes Element nennt Zeuske die Tatsache, dass sich Kuba als letztes Land der westlichen Hemisphäre heute noch «sozialistisch» nennt.

Drei Republiken

Zeuske teilt diese hundert Jahre in drei Republiken ein, in denen zwei Revolutionen stattfanden. Die erste Republik war die von 1902. Sie endet mit dem Sturz des damaligen Diktators Gerardo Machado (1933), was Zeuske die erste, jedoch unvollendete Revolution im Kuba des 20. Jahrhunderts nennt. Die Zeit von 1933 bis 1959, die mit der erfolgreichen Revolution Fidel Castros endet, nennt er die zweite Republik, während bisherige Geschichtsbetrachtungen diese beiden Perioden eigentlich immer zusammen schlicht als «die Zeit der Republik» abhandelten.

Zeuskes eigenwilliger Ansatz birgt den Vorteil, dass er auf diese Weise zahlreiche Charakterisierungen und Erscheinungsformen des seit nunmehr 42 Jahren herrschenden Regimes von Fidel Castro plausibel als tief in Kultur und Mentalität der Kubaner verwurzelt darzulegen vermag. Dies ganz im Gegensatz zur Tendenz mancher heutiger Kubaner, das Regime nur noch als aus dem Nichts entstandenes oder vom Himmel gefallenes Unglück zu sehen. Zeuske vermag so einer Schwarzweissmalerei zu entgehen, wenngleich an einigen Stellen eine Tendenz zur Übernahme offiziöser Sichtweisen aufscheint. Etwa dann, wenn er bei krassen Manifestationen des totalitären Charakters des Regimes, wie der verhärteten Kulturpolitik der siebziger Jahre oder der Erschiessung des Generals Ochoa im Jahr 1989, mit Einleitungen und Windungen wie: «Folgt man der Darstellung von Literaten und Künstlern . . .» oder: «Im Volksmund freilich hiess es . . .» der Kritik die Spitze zu brechen versucht.

Trotzdem macht sich Zeuske bezüglich der Gegenwart keinerlei Illusionen: Seine Bestandesaufnahme ist hier nüchtern und vorurteilsfrei, wenn er etwa die äusserst prekären Zustände in den Landschulen oder die Mangelsituation im Gesundheitswesen beschreibt. Er wehrt sich allerdings gegen apokalyptische Szenarien für die Zeit nach Fidel Castro, wie sie bisweilen in kubanischen Exilkreisen kursieren, und betont die Lebensfreude und Aktivität der Kubaner, die Derartiges zu verhindern vermöchten. Man kann nur auf die Richtigkeit dieser Prognose hoffen.

Historischer Überblick

Bei einem kurz vor «Insel der Extreme» erschienenen Buch von Michael Zeuske, «Kleine Geschichte Kubas», behauptet der Klappentext, der historische Streifzug münde in die Frage: Wie wird es nach Fidel Castro mit Kuba weitergehen? Der Band umfasst die ganze Geschichte Kubas von der präkolumbianischen Zeit bis zur Gegenwart. Einige Kapitel von «Insel der Extreme» sind hier in geraffter Form (60 statt 180 Seiten) vorhanden, allerdings ohne die explizite Ausformulierung seiner These. Interessant sind besonders die Kapitel über die Sklaverei. Sonst aber bietet für das Verständnis der kubanischen Gegenwart «Insel der Extreme» mit seinen umfassenderen Kapiteln über das revolutionäre Kuba mehr. Und die im Klappentext angesprochene Frage wird gar nie explizit gestellt, geschweige denn beantwortet, was wohl auch nie die Absicht von Michael Zeuske war.

Herzstück Kultur

Im gleichen Verlag ist schliesslich noch ein ganz anders geartetes Buch zu Kuba erschienen: «Kuba» des an der FU Berlin lehrenden Politologen Bert Hoffmann (vgl. NZZ vom 25./ 26. 11. 00). Der 1966 geborene Autor ist durch zahlreiche Zeitungsartikel und Reportagen zu Kuba in der «Zeit», der «Tages-Zeitung» und hierzulande auch in der «Wochen-Zeitung» bekannt geworden. Im Gegensatz zu den beiden Büchern von Michael Zeuske ist «Kuba» mit keinerlei wissenschaftlichem Ballast versehen, vielmehr ein spannend zu lesender und mit einigen originellen Fotos illustrierter Überblick über verschiedene Bereiche der kubanischen Gegenwart mit einem eher kurzen historischen Teil. Das Herausragendste sind allerdings die zahlreichen in den Text eingestreuten Dokumente (Liedtexte, Gedichte, Buchauszüge, Fragmente aus Reden usw.) und ein nützlicher, knapper Anhang, in dem auch eine Seite «Kuba im Internet» nicht fehlt. Breiten Raum, rund ein Drittel, nimmt ein äusserst informatives Kapitel über die kubanische Kultur ein, das so auch die Dimensionen eines «Buena Vista Social Club» zurechtrückt und den ungeheuren kulturellen Reichtum Kubas angemessen zum Ausdruck bringt. Den zentralen Stellenwert der Kultur betont auch Michael Zeuske, wenn er am Ende seiner beiden Bücher Fernando Ortíz zitiert: «In Kuba, mehr als bei andern Völkern, bedeutet die Verteidigung der Kultur die Rettung der Freiheit.»

Geri Krebs -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Neue Zürcher Zeitung, 25.11. 2000

Eine Annäherung an Kuba «Kuba ist kein kommunistisches, sondern ein kompliziertes Land»: Dieses Zitat des kubanischen Liedermachers Pedro Luis Ferrer hat der Berliner Politologe Bert Hoffmann seinem Kuba-Buch vorangestellt. Dem damit einhergehenden Anspruch, sich der Wirklichkeit auf der Zuckerinsel fern aller Klischees anzunähern, wird der Autor in erfrischender Weise gerecht. Der fundierte historische Überblick ist aufgelockert mit Zitaten und Porträts - etwa dem des kubanischen Nationalhelden José Martí oder dem Werdegang des líder máximo, Fidel Castro. Und auch im wirtschaftlichen Teil wird der Leser nicht mit Zahlen und Fakten überstrapaziert, sondern erhält Einblick in die widersprüchlichen Welten von Peso und Dollar. Die Auswirkungen der Dollarisierung, so zum Beispiel die Prostitution, werden genauso thematisiert wie die Tendenz zur Diskriminierung der schwarzen Bevölkerungsschicht, die immer häufiger als faul und diebisch dargestellt wird. Besonders interessant sind auch die Kapitel über die kubanische Kultur. Das latent gespannte Verhältnis zwischen Kunst und Staatsgewalt schildert Hoffmann anhand zahlreicher Beispiele aus Literatur, Malerei, Musik oder Film. Mechanismen der staatlichen Kontrolle werden quasi nebenbei beleuchtet, ohne dass die Künstler und deren Werke zu kurz kommen. Ein gelungener Überblick über die Insel, an der sich die Geister scheiden. Neue Zürcher Zeitung, 25.11. 2000, S. 68 -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Bert Hoffmanns Buch "Kuba", erschienen in der Reihe ‚Länder', behandelt alle Aspekte des Landes. Auch hier nehmen Geschichte und Politik einen großen Raum ein, aber auch die gesellschaftlichen Verhältnisse (Homosexualität, Religion) und die Kultur (Film, Musik etc.) werden erläutert und analysiert. Der geographische Teil sowie die Beschreibung der Flora und Fauna sind mit insgesamt elf Seiten für eine ‚Landeskunde' allerdings etwas sehr kurz geraten. Sehr gut an diesem Buch: Kästen mit Zitaten von Politikern, Schriftstellern, Musikern oder anderen Persönlichkeiten ergänzen die Texte und liefern wichtige Informationen zum Verständnis der kubanischen Geschichte (Castro) oder Liedertexte, die den aktuellen Zustand der Gesellschaft widerspiegeln. Immer wieder werden auch kleine Anekdoten eingebaut, wie zum Beispiel die, dass - Ironie der Geschichte - das Herz der Welt-Schwulenszene in San Francisco in der ‚Castro Street' schlägt, obwohl Homosexuelle auf Kuba immer noch diskriminiert werden. Ein kurzer Text des in Kuba geschassten Journalisten Reynaldo Escobar über den ‚typischen' Kubaner sowie Informationen zu Kuba im Internet runden das informative und lesenswerte Buch ab.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Glitzi
Format:Taschenbuch
Erwartet hatte ich trockene Beschreibungen über Land und Leute im Stile der mich in meiner Jugend so quälend langweilenden Erdkundebücher. Überrascht wurde ich dann jedoch von der flüssigen Schreibe, den spannend erzählten Fakten und nicht zuletzt von den locker eingestreuten Anekdoten.
Ich habe das Buch vor einer vierwöchigen Rundreise durch Kuba gelesen und nahm auf diese Weise schon viel Hintergrundinformationen mit. Ich verstand das Land besser vom ersten Tag an. Im Gespräch mit Kubanern öffneten sich mir die Menschen schneller und ich konnte vieles von dem, was sie mir erzählten, besser einordnen, einschätzen und mir eine eigene Meinung bilden.
Das Buch ist nichts (oder gerade?) für diejenigen, die in den Hotelghettos den Sandstrand und die warme kubanische Sonne genießen wollen. Wer mehr über diese Insel, seine Geschichte und seine Menschen erfahren will, dem kann ich dieses Buch jedoch nur ans Herz legen.
Übrigens... Auch wer schon mal in Kuba war, erfährt hier Neues und Wissenwertes.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Dies ist das zweite Buch der Beckschen Reihe, welches ich mir gekauft habe.
Schon vom ersten (Peru) war ich sehr überzeugt.
Vorallem gefallen mir die Darstellung von Geschichte, Wirtschaft und Politik.
Sehr schön zu lesen! Man erhält einen sehr guten Einblick in das Land und kann mittels dem Wissen von Geschichte/Politik die jeweiligen kulturellen Eigenheiten gut nachvollziehen.
Wer einen Reiseführere erwartet ist mit diesem Buch falsch. Aber um mehr über Land und Leute zu erfahren ist das Buch super!
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