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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
langatmig, doch irgendwie faszinierend!,
Von S. Erlemann "Media-Mania.de" (Good old Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 50 REZENSENT) (HALL OF FAME REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Kryson. Die Schlacht am Rayhin (Audio CD)
Dieser Tag, an dem die beiden Sonnen Krysons aufgehen, wird die Welt für immer verändern. Zweihunderttausend Krieger der Klan-Völker, erstmals seit Jahrtausenden vereint unter dem Bewahrer Madhrab, stehen an den Ufern des Rayhin fünfzigtausend Chimären der Rachuren gegenüber. Hier, an der Tareinakorach, wird sich das Schicksal der Welt entscheiden.
Diese grausamen und Furcht erregenden Kreaturen wurden einzig zu dem Zweck gezüchtet, zu morden, zu vergewaltigen und zu vernichten. Kaum einer der Klan, der diesen Tag überleben wird, niemand, der wirklich an einen Sieg der Klan glaubt. Auch Sapius, ein langlebiger Tartyk und Saijkalsan, der wider die Gepflogenheiten seiner Magiergilde den Klan beisteht, fürchtet diesen Tag. Denn auch wenn die Klan siegen, wird es doch eine Niederlage. Jeder Tote, jeder Tropfen Blut, der in den Boden sickert, stärkt den dunklen Hirten. Erwacht der Saijkalrae aber aus seinem Jahrhunderte andauernden Zauberschlaf, wird er die Welt unter seine grausame Herrschaft zwingen. Obwohl Sapius als Diener der Sajíjkalrae den beiden Brüdern Treue geschworen hat, muss er dies mit aller Macht verhindern. Denn wenn nur der dunkle Hirte erwacht und der weiße Schäfer in seinem ewigen Traum verharrt, ist das Gleichgewicht der Macht entscheidend gestört. Der Untergang der Welt wird unweigerlich die Folge sein. Bernd Rümmelein, bisher bekannt für seine exzellenten Kurzgeschichten, hat 2009 ein Epos vorgelegt, das alles bisher Dagewesene in den Schatten zu stellen scheint. Er entwirft in den drei Bänden, die Ende 2009 bei Otherworld erschienen sind und mehr als eintausendfünfhundert Seiten umfassen, ein Bild einer Welt, die dem Leser fremd und nah zugleich vorkommt. Im ersten Band schildert Rümmelein eine einzige Schlacht. Diese Schlacht am Rayhin aber ist eingebettet in einen Weltenentwurf, der in hunderten und tausenden Facetten einen ungeheuren Realitätsgrad erreicht. Selbst wenn die Nennung von J.R.R. Tolkien eher ein Fluch denn ein Segen für junge Autoren ist, kann man doch die Vielfältigkeit und Detailtreue von Kryson durchaus mit Mittelerde vergleichen. Doch inhaltlich ist Rümmeleins Buch etwas völlig anderes. Dieses Buch ist bei weitem grausamer und stringenter als "Der Herr der Ringe". Hier werden die Morde, Vergewaltigungen und Untaten der Bösen auf das Genaueste - meist viel zu genau - geschildert. Auch die Taten der Helden sind zwiespältig und nicht so einfach und logisch wie die der meisten Fantasy-Helden. Immer schwebt der Schatten des Untergangs über der Szenerie, auch Sieger werden Verlierer sein. Das offene Ende des ersten Teils signalisiert deutlich, dass die wirklich schrecklichen Zeiten noch bevorstehen und diese Schlacht nur ein Vorgeschmack auf unzählige weitere Grausamkeiten gewesen ist. So ist der Leser und Hörer am Ende in einem Dilemma. Er möchte unbedingt erfahren, wie es weitergeht - die Sucht, die dieser Text erzeugt, ist erheblich und kaum jemand will nicht die zahllosen Andeutungen und Hinweise verwirklicht sehen. Doch die ekelerregenden Schilderungen von Schändungen, Folter und Tod müssen auch wieder nicht sein. Das will man eigentlich nicht noch gesteigert erleben und hören, hier ist die Ekelschwelle längst überschritten. Abscheu erzeugt Rümmelein des Öfteren. Und leider belässt er es nicht bei einigen Sätzen und kurzen Szenen, nein, er weidet die Tat aus, lässt minutenlang erzittern und erschauern, zerredet jede noch so grausame Szene fast bis zum Überdruss. So ist die enorme Detailfülle auch Fluch dieses Werkes. Immer wieder möchte man abbrechen und nicht mehr zuhören - so genau wollte man diese Dinge eigentlich gar nicht wissen! Unbezweifelbar verstärkt Johannes Steck mit seinem furiosen, beeindruckenden Vortrag diese Wirkung noch. Er liest, als würde er selbst gefoltert, selbst morden, selbst verteidigen und den Saijkalrae begegnen. Immer wieder ist man schier sprachlos ob dieses grandiosen Vortrags - aber auch angeekelt, wie genau man die Untaten zu hören bekommt. Die ungekürzte Lesung ist in diesem Fall zweifellos Fluch und Segen zugleich. Was aber dieses Hörbuch zu einem noch großartigeren Erlebnis macht, ist die Musik von "Corvus Corax" und die Kompositionen nebst Sounddesign von Thorsten Krill. Immer wieder bringen die nordisch-keltisch anmutenden Töne Stimmung in die Szenerie, immer wieder begeistern die Musiker mit perfekt die Atmosphäre der Geschichte verstärkender Musik. Und entgegen vieler Hörbücher mit musikalischer Note wird hier auch diesem Aspekt sehr viel Zeit eingeräumt. Erstaunt nimmt der Hörer zur Kenntnis, dass sich in den eintausendfünfundachtzig Minuten Hörbuch eine komplette CD von "Corvus Corax" verbirgt. Und nicht nur als Jingle, sondern jedes einzelne Lied an passender Stelle in voller Länge - beeindruckend und sehr selten auf dem Hörbuchmarkt. Ist nun "Die Schlacht am Rayhin" genial oder furchtbar? An diesem Text und noch stärker an diesem Hörbuch scheiden sich die Geister. Eine grandiose Welt, eine sehr spannende Handlung, die Aussicht auf weitere, interessante Geschichten, der tolle Vortrag von Johannes Steck, die wunderschöne Musik und der meist virtuose Sprachgebrauch von Rümmelein machen "Kryson - Die Schlacht am Rayhin" zu etwas ganz Besonderem. Doch die viel zu langen Schilderungen der zahllosen, absolut ekelhaften Grausamkeiten, die oft ausufernden Beschreibungen unwichtiger Details und der gelegentlich allzu selbstverliebte Gebrauch höchst komplexer Sätze lassen zartere Gemüter davor zurückschrecken, sich dieser Welt noch einmal auszusetzen. Stefan Erlemann Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Langatmig, aber vielleicht der Einstieg in eine spannende Reihe,
Von
Rezension bezieht sich auf: Kryson 01: Die Schlacht am Rayhin (Broschiert)
In einer fiktiven Welt stehen sich zwei mächtige Armeen gegenüber. Auf der einen Seite die Klan (ans europäische Mittelalter angelehnte Menschen), auf der anderen Seite die Rachuren (humanoide und chimäroide Barbaren). Es sieht nicht gut aus für die Klan. Und selbst wenn die Klan gewinnen sollten, mag die Schlacht schlimme Auswirkungen für die Welt haben, da das vergossene Blut einen schlafenden "Gott" wecken könnte. Denn im Hintergrund ringen zwei schlafende Götter um die Vorherrschaft. Der eine steht für die Ordnung, der andere für das Chaos. Welche folgen mag es haben wenn der Sajkalrae des Chaos erwacht?
Zentrale Gestalt dieser Geschichte ist Sapius. Dieser ist ein Sajkalsan, ein Magier-Priester der Sajkalrae, und erfährt im Laufe der Handlung einiges über die Welt und die Sajkalrae, das ihm neu ist. Aber auch andere Figuren spielen große Rollen: der Kriegerpriester, der die Klan anführt, eine Heilerin, der Anführer der Rachuren,.... Soweit der Inhalt. Ansonsten muss man sagen, dass das Buch sehr langsam beginnt. Die ersten ca. 200 Seiten dienen dazu den Leser mit der Welt vertraut zu machen ohne dass all zu viel passiert. Auch ansonsten habe ich das Buch als wenig mitreißend empfunden. Ich könnte mir aber gut Vorstellen, dass die Reihe ab Band 2 Fahrt aufnimmt und möglicherweise richtig gut wird. Auf jeden Fall werden die Grundlagen für viele interessante Handlungsstränge gelegt. Wie diese dann in den Folgebänden umgesetzt werden, kann ich natürlich noch nicht beurteilen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine unglaubliche Welt, ein perfekter Stil,
Rezension bezieht sich auf: Kryson 01: Die Schlacht am Rayhin (Broschiert)
Einmal angefangen hat mich die Geschichte nicht mehr losgelassen.
Angefangen beim Prolog schon gelang es dem Autor eine bedrückende, verzweifelte Atmosphäre zu erschaffen, die den Leser bis zum Ende nicht mehr loslässt. Land, Geschichte, Kultur und Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet. Gedanken und Gefühle bleiben nachvollziehbar, glaubwürdig und abwechslungsreich. Jeder Charakter entwickelt sich. Und nicht nur die vermeintlich 'Guten' werden vorgestellt, sondern ganze Kapitel widmet der Autor auch den vermeintlich 'Bösen'. Spannung, Atmosphäre, Gefühle, Hilflosigkeit und Verzweiflung, alles Aspekte, die Kryson ohne Abstriche abdecken kann. Im ersten Moment mögen die etwas langen Schachtelsätze störend wirken, doch mit der Zeit wird deutlich, dass sich Herr Rümmerlein um eine ganze eigene Sprachmelodie bemüht hat. Das wird auch deutlich, betrachtet man einmal die verschiedenen, teils schwierig auszusprechenden Namen, selbst Jahre, Stunden und Sekunden haben eigene Namen bekommen. Auch die Astronomie unterliegt offensichtlichen Unterschieden zu unserer Realität. Dennoch scheint der Autor sich auch hier Gedanken gemacht zu haben, wie er zwei Sonnen und Dämmerung zur Mittagszeit glaubwürdig darstellen kann. Ebenfalls sollte man ein Freund von Rückblicken und Gedankensprüngen sein. Die Charaktere reflektieren sich selbst und andere sehr gern und sehr häufig. Für mich ist das einer der positvsten Aspekte der Geschichte. So kommen mir die Handelnden näher, ebenso die Geschichte, ohne auf Anhieb zu viel zu verraten. Ich persönlich liebe diese vielen Rückblicke, die oft auch während des eigentlichen Geschehens eingestreut werden, ohne gezwungen zu wirken. Oft gelingt es so dem Autor auch, der Handlung ganz neue Sichtweisen zu geben. Der einzige wirklich negative Punkt, den ich anzumerken habe, ist die extreme Anhäufung von Rechtschreibfehlern und vorallem Wortdoppelungen. Ich spreche hier nicht von Wiederholungen, sondern von Fehlern innerhalb des Satzgefüges. Fehler in geringem Maße stören mich als Leser nicht, aber hier unterbrechen sie häufig den Lesefluss. Mein Fazit: Das Buch ist einfach eine wundervolle Gesamtkomposition, in der alles sehr stimmig aufgearbeitet ist. Prolog und Epilog wirken als Rahmen ausgeklügelt, Charaktere und Weltengestaltung sind geheimnisvoll, düster und spannend. Gut und Böse sind im ersten Moment zwar deutlich zu erkennen, aber im Verlauf der Geschichte verschwimmen die Grenzen zunehmend. Die Geschichte an sich ist sehr hart und grausam geschrieben und so nichts für schwache Gemüter, hebt sich aber wohltuend von anderen klisheebelasteten Highfantasyepen ab. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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