Ich bin insgesamt ziemlich zufrieden mit der Maestria. Es ist die einzige Nespresso-Maschine, die eine Dampfdüse für Milchschaum bietet, was für mich kaufentscheidend war.
Direkt vorweg, eine Nespresso-Maschine kann prinzipiell keinen richtigen Espresso machen. Dafür stimmen einige Faktoren einfach nicht (z.B. Füllmenge, Extraktionszeit, Druck). Eine Nespresso-Maschine kann aber guten Kaffee machen. Qualitativ liegt der Kaffee weit über allem, was ich bisher aus Pad- oder ähnlichen Maschinen getrunken habe. Qualitativ kann er es auch locker mit den meisten Kaffeevollautomaten aufnehmen. Trotzdem liegen zwischen einem Nespresso und einem Espresso aus einer sauber eingestellten und korrekt bedienten Siebträgermaschine sowohl in Geschmack als auch Optik (z.B. Crema) auch wieder Welten. Da meines Wissens nach die Nespresso-Brühgruppe in allen Maschinen identisch ist, dürfte es daher egal sein, welche Nespresso-Maschine man wählt.
Ansonsten ist die Maschine sehr hochwertig verarbeitet. So sind z.B. die Abtropfgitter aus Metall und nicht nur glänzend lackiertem Plastik (da können sich Vollautomaten mal eine Scheibe abschneiden). Tatsächlich brummt die Maschine laut beim Brühen des Kaffee. Wer Probleme mit wegtanzenden Tassen hat, sollte mal richtig schwere Espressotassen probieren. Ich jedenfalls habe solche Probleme nicht.
Die Milchschaumdüse kommt leider nur mit einer sogenannten Aufschäumhilfe. Diese soll dabei helfen, beim Aufschäumen Luft unter die Milch zu bekommen. Eine Aufschäumhilfe macht es tatsächlich einfach, irgendeine Art von Milchschaum zu erzeugen. Leider macht sie es schwer, guten Milchschaum zu erzeugen, also einen cremigen und feinporigen Schaum, der dickflüssig, aber nicht fest ist. Wer löffelbaren Bauschaum mag, dem sei das gegönnt, mein Ding ist es nicht.
Die Aufschäumhilfe lässt sich zum Reinigen abschrauben. Leider lässt sich die Düse darunter nicht zum Aufschäumen verwenden, da das Loch zu groß ist. Die besten Ergebnisse habe ich erreicht, indem ich die Aufschäumhilfe nach oben geschoben habe. Letzteres sorgt dafür, dass weniger Luft angesaugt wird. Mit einem Milchkännchen lässt sich dabei tatsächlich so etwas wie Latte Art im Cappuccino produzieren. Ein Beweisbild habe ich angehängt.