Kurz nach dem Weihnachtsrausch muss ich ebenfalls zu diesem Produkt meinen Senf dazugeben.
Ich kann bezüglich der negativen Kritiken teilweise nur den Kopf schütteln...ich kann z.T. einfach nicht verstehen, dass manche Leute in Ihrem Leben immer nur das Haar in der Suppe suchen, und wenn es auf den ersten Blick nichts zu kritisieren gibt, dann wird etwas künstlich geschaffen.
Konkrete Beispiele zu dieser Maschine bzw. diesem System:
1. Die Maschine schaltet sich nicht von selbst aus, man muss "umständlich daneben stehen und die Wassermenge selbst regulieren". Was soll daran falsch sein? Gibt man dem Kunden ein Stück mehr Selbstbestimmung über die Stärke seines Getränks, wird das wieder bemängelt. Seid doch froh! Es ist EIN EINZIGER Handgriff (Hebel nach links, fertig-aus)!!
Wer wirklich sagt, "wieviel bitte schön sind 60 ml??", und bemängelt, man müsse mit dem "Messbecher" daneben stehen, der hat wohl in seinem Leben noch nie gekocht oder in der Schule aufgepasst. Man muss keinesfalls Spezialtassen für dieses System ordern, es reicht vollkommen, wenn man seine Lieblingstasse verwendet (meistens haben alle Tassen ca. 200ml) und die immer halb voll macht. Es reicht doch auch die EINMALIGE Messung der Tassenmenge für zukünftige Schätzungen. Es ist pure Faulheit, wenn man das nicht hinkriegt. Oder bemängelt man auch, dass man den Ölstand im Auto nicht auf den ml-Bereich mitgeteilt bekommt?
2. Die Maschine "produziert" Müll. Äääh...Richtig! Aber das weiß man, BEVOR man ein Kaffeepad-System kauft, oder nicht? McDonald's produziert auch Müll, bevor man in einen Burger beissen darf, die Umverpackung jedes einzelnen Joghurts ist Müll usw. Dann soll man so eine Maschine einfach nicht kaufen, anstatt sie dafür zu bemängeln. Ausserdem: bei 1-2 Pads pro Tag oder alle 2 Tage ist es nicht die Welt. Dafür kann man ja anderweitig gewissenhaft sparen..
3. Der Kaffee schmeckt dünn, der Kakao nicht nach Kakao. Erstens: genau dafür gibt es die manuelle Regelung der Wassermenge, zweitens: nach was soll der Kakao denn schmecken, nach Wurst? Also manchmal drängt sich mir der Verdacht auf, dass genau die Menschen mit peinlicher Geschmacksverwirrung immer die negativen Kritiken schreiben, und nicht die, die die von der Dolce-Gusto-Maschine produzierten Getränke als das wahrnehmen, was sie sind: nämlich lecker! Natürlich muss man anfangs etwas an der Menge feilen, bis die Stärke stimmt, aber dann passt auch alles!
4. Die Maschine spritzt. Minimal richtig, das sind pro Tasse ca. 5 mikroskopische Tröpfchen, die daneben gehen. Ein Wisch, weg ist alles. Wer das bemängelt, bemängelt sicher auch, wenn bei einem teuren Kochtopf das Wasser überkocht und die Herdplatte "beschmutzt"...man muss die Geräte eben pflegen und reinigen!
5. Das Gerät macht im Vergleich zu 3000 Euro-Maschinen keinen guten, "echten" Kaffee...Haaallllooooo? Geht mal in eine Profi-Bar in Italien und fragt, wie viel eine Espressomaschine kostet! Der Vergleich hinkt gewaltig. Die Dolce-Gusto-Maschinen kosten ca. 100 Euro und arbeiten mit Pads, DAFÜR und allein DAFÜR ist es ein hervorragendes Produkt. "Mein Ferrari ist aber schneller als dein VW Golf.." wäre ein entsprechender Vergleich.
6. Die Maschine bestünde aus Plastik. Nein, aus Erz wäre besser...unfassbar. Ist sie aus Plastik (wie so ziemlich ALLE Produkte des täglichen Lebens), ist es schlecht. Ist sie aus Metall, ist sie zu schwer...die Maschine ist sehr stabil, kratzfest und ausreichend schwer. Punkt.
7. Das System sei nicht für Teetrinker geeignet. Hmm..ich finde nirgendwo den Hinweis auf Tee im Product Placement..was sagt uns das? Dass sie für Tee auch nie konzipiert wurde...wie auch? Wie soll Tee in Pads gepresst werden? Tee muss mehrere Minuten ziehen...Teebeutel/-blätter in die Tasse, Wasserkocher einschalten, Wasser rein, fertig. Was kann eine Maschine da noch vereinfachen? Manche Leute erwarten die eierlegende Wollmilchsau...
8. Die Maschine ist zu laut. Die Maschine ist bei der Zubereitung tatsächlich recht laut, allerdings ist das ein Profigerät noch viel mehr (mit dem ja hier alles verglichen wird), und es dauert höchstens 30 Sekunden.. ich denke, das ist erträglich.
9. Zuletzt die hohen Kosten. Gut, richtig. Im Vergleich zur Herstellung aus Bohnen oder gemahlenem Kaffee sehr hoch. Wer seinen Espresso in einer Bar trinkt, bezahlt allerdings genausoviel oder mehr. Ausserdem kämen die Kosten für eine "richtige" Maschine noch dazu. Weiterhin kann eine normale Kaffeemaschine keinen Kakao, keinen Cappuccino-Ice etc. Bei normalem, gemäßigten Verbrauch (1-2 Pads pro Tag) sind die Kosten dafür absolut okay. Auch das sollte man wissen, BEVOR man die Maschine kauft.
Mein Fazit: Die Maschine ist sehr gut verarbeitet, macht aus den Pads wirklich leckere Getränke, es gibt ausreichend viele Geschmackssorten (nicht vergessen: es handelt sich um eine KAFFEE-Maschine), die Kosten sind überschaubar, der Anschaffungspreis ist absolut okay, das Gerät ist stylisch und die Getränke sind heiss und lecker!
Ich bin jedenfalls restlos begeistert! Und meine Gäste bislang auch..