Eine Menge hatte ich mir von diesem Buch versprochen - Wie wird aus einer kleinen Klitsche einer der mächtigsten Konzerne der Welt ? Welchen Charakter besaßen die Personen an der Konzernspitze ? Mit welchen Mächtigen musste man sich arrangieren ? Welche Konkurrenten geschluckt ? Welche Hände geschüttelt ? Welche Verträge geschlossen ? Wie wirkten sich Krisen auf das Unternehmen aus ? Wie verhielten sich Entscheidungsträger der Firma im Dritten Reich ? Wie kamen sie zu den Tausenden Zwangsarbeitern ? Welche Kompromisse wurden geschlossen ? Welche Gegenleistungen wurden erbracht, welche Abgaben an Partei und SS gemacht ?
Der Aufstieg des Krupp-Konzerns und seiner Gründer und Besitzer ist eng mit der deutschen Geschichte der letzten zwei Jahrhunderte verbunden - also erwartet man von einer Krupp-Biographie neben der Familiengeschichte Aufklärung über wirtschaftliche und politische Zusammenhänge.
Was erfährt der Leser ?
In zigfachen, monotonen, langweiligen Wiederholungen: die Firma sei das Resultat des "unbedingten Willens Alfred Krupps", die Familie hätte jederzeit hinter den Belangen des Betriebes zurückstehen müssen, im Dritten Reich hätten Panzer und Schiffsbau zu "massiven Gewinnzuwächsen" geführt, auf Feierlichkeiten verschenkte die Familie "Krawattennadeln in Kanonenform", nach Kriegsende sei der Sohn anstelle des Vaters in Nürnberg verurteilt worden und doch immer Gentleman geblieben.
Na bitte, das ist doch was !