Vor einiger Zeit lief im TV der Mehrteiler Krupp - eine deutsche Familie.
Dazu möchte ich euch das Taschenbuch aus dem Ullstein-VErlag rezensieren.
Inhalt und Gliederung:
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Es handelt sich um eine Familiensaga, wie man das so schön sagt. Aber diese hier ist nicht eine erfundene Geschichte, sondern die Krupps, so, wie sie hier dargestellt werden, gab es wirklich.
Krupp ist eng mit Stahl verbunden. Es ist eien Erfolgsgeschichte, die aber auch viele Skandale aufweist, die Politik ist und viel positives und negatives aus menschlicher Sicht aufzeigt.
Beginnen wir mit dem Jahr 1957 auf der Villa Hügel in Essen, so ssteigen wiwr in die Romanhandlung ein. Es ist Herbst. Leon Fischer, der Autor des Buches schreibt unheimlich bildhaft, er lässt den Herbst am Baldeney-See vor dem Augeg des Lesers erstehen. Alfried taucht das erste mal auf, es wird über die Villa erzähhlt, über die Ölgemälde, die das Anwesen zieren, es wird von Bertha berichtet, die immer noch im Hohen Alter alle Fäden in der Hand haben will. Alfried geht zu seiner Mutter, er fühlt sich wieder in seine Kindheit zurückversetzt. Er will nicht mehr kleinbei geben, es kommt zu einer Auseinandersetzung. Es wird von Arndt gesprochen, der Sohn Alfrieds, den Bertha nicht akzeptieren will und kann. 71 Jahre ist Bertha Krupp und Alfried sagt ihr ins Gesicht, was er über die ganze "Sippe denkt.Sie verweist ihn des Hauses, weil sie seine Meinung nicht teilt.
Dieses Gespräch ist sozusagen die Einleitung und das nächste Kapitel ist dann der eigentliche Beginn der Familiensaga der Krupps, welches im Jahr 1901 ansetzt, Alfried ist ein Kind.
Über 20 Kapitel lang wird das Auf und Ab in den Wirren des 1. und 2. Weltkrieges dazwischen und danach beschrieben. Wie die Personen und Charaktere der Familie und die politischen Persönlichkeiten dieser Zeit agieren.
Auch ein Stück deutscher Geschichte, mit der die Famlie Krupp eng verbunden ist, ersteht vor dem Auge des Lesers. Ein überaus interessantes Buch über diese Familie mit vielen interessanten historischen Details am Rande. Es liest sich wie ein Krimi, wie eine Familien- aber auch stellenweise Liebesgesichte. Wie das Leben so spielt kann man sagen. Das Leben in all seinen Fassetten in den Wirren des Krieges, wo sie verarmen und weggehen müssen, die Villa verlassen und die Firma zerstört wird, da nichts mehr so ist, wie es einmal war. Da die Produktion auf Rüstung ausgerichtet ist und nach dem Krieg, als Alfried inhaftiert wird.
Vieles wird der ein oder andere von euch auch als Allgemeinbildung aufgefasst aus den Nachrichten und der Boulevardpresse wissen.
Man kann so oder so über die Krupps denken, eines steht fest, man kommt nicht an ihnen vorbei, sie sind Industrie und Ruhrpott und gehören unweigerlich zur deutschen Geschichte, mögen sie auch vielleicht nicht alles richtig gemacht haben.
Der Leser kann sich sein Urteil bilden über diese Familie.
Das 20. Kapitel führt uns dann wieder ins Jahr 1957.
Der Autor schreibt, wie schon erwähnt sehr bildhaft, mit vielen erklärenden Adjektiven und bedient sich oft der wörtlichen Rede, sodass man sich als Leser sehr in die Geschichte hineinverseetzen kann.
Die Krupps gehören zur deutschen Geschichte und die Geschichte über Macht - Leidenschaft - Aufstieg und Verfall ist atemberaubend und zu Herzen gehend aber auch faktisch und real geschrieben - top recherchiert und äußerst interessant und lehrreich.
Leon Fischer - der Autor - ist Lektor, Redakteur und Autor in München.
Ich empfehle diesen fesselnden Roman - diese Biografie der Familie Krupp.
Alfried wandelt die Firma in eine Stiftung um, er sagt sich von allem los und so ist dies auch heute noch.
Auf der letzten Seite ist übrigens als Tüpfelchen aufs "I" noch ein Schema mit den Geburts- und Sterbedaten und den familiären Zusammenhänge der Personen der Familie Krupp.