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Krupp
 
 
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Krupp [Gebundene Ausgabe]

Lothar Gall
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: Siedler; Auflage: 3. (1. September 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3886805832
  • ISBN-13: 978-3886805839
  • Größe und/oder Gewicht: 22,6 x 14,7 x 3,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 73.071 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Lothar Gall
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Betrachtungen über Großunternehmen oder die Schwerindustrie in Deutschland führen eher früher als später zum Namen Krupp. Der Essener Konzern mit langer Familientradition gehört heute zu den Großen im Stahlgeschäft, die Wurzeln seines Erfolges allerdings reichen zurück bis ins frühe 19. Jahrhundert. Das ideale Betätigungsfeld für den Historiker Lothar Gall, der sich bereits mit seiner Biographie Bismarck. Der weiße Revolutionär in ähnliche zeitliche Gefilde begeben hatte.

Er startet seine Arbeit mit der Gründung der Firma "Fried. Krupp" im Jahre 1811 und beendet sie kurz vor dem Ersten Weltkrieg. Zunächst lässt Gall einen allerdings mit der Frage allein, warum man einen 400-Seiten-Band über die frühen Jahre von Krupp lesen sollte. Er steigt fast ohne Vorwort in die Unternehmensgeschichte ein und erschwert damit den Zugang zu seinem Buch (am Schluss sucht der mit Informationen angefüllte Leser ein zusammenfassendes Nachwort ebenfalls vergebens). Mit der Zeit respektive mit den Jahren an Firmengeschichte erschließt sich hier nichtsdestoweniger der faszinierende Weg eines Industrieunternehmens vom lokalen Betrieb an die Weltspitze -- mit einigen Höhen und Tiefen. Der Band zeigt frühe Unternehmenskultur und die Auswirkungen der Industrialisierung in Deutschland.

Galls Buch ist Familien-, Werks- und Sozialgeschichte in einem. Denn der Autor steckte sich selbst das Ziel einer breit angelegten Chronik des Hauses Krupp: Unternehmensstruktur, Lebensläufe der Firmenchefs, Produktentwicklung und Arbeiterschaft sind die wichtigsten Untersuchungspunkte. Diese Faktenfülle erzwingt einen sorgfältigen Umgang mit dem komplexen, chronologisch geordneten Band. Gerade im Hinblick auf den Umgang mit den Beschäftigten sind die angebotenen Informationen jedoch äußerst interessant, erläutern sie doch deren soziale Situation im beginnenden Industriezeitalter. --Joachim Hohwieler

Kurzbeschreibung

Lothar Gall schreibt die Biografie des Krupp-Unternehmens von seiner Gründung bis zum Ersten Weltkrieg als Geschichte der Industrialisierung. Er zeigt die Probleme und Entwicklungen dieses historischen Prozesses.


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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Neues über Krupp 19. Juni 2003
Format:Gebundene Ausgabe
Die Firma Friedrich Krupp war prägend für die Industriealisierung in Deutschland. Sie war im Kaisereich der größte Eisen- und Stahlproduzent, der zweitgrößte Zechenbesitzer und entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einem weltweit tätigen Konzern. Allein in der Stadt Essen - der Keimzelle des Unternehmens - hatte die Firma in den Spitzenzeiten bis zu 150.000 Beschäftigte. Das 'Sozialwerk' der Firma Krupp mit einer vielfältigen Leistungspalette für die Beschäftigten und ihre Familien war vorbildlich für ähnliche Projekte anderer Firmen und selbst für die Sozialgesetzgebung unter Reichskanzler Bismark.
Zur Geschichte der Firma Krupp wurden bisher einige Bücher geschrieben und viele Artikel in Zeitungen veröffentlicht. Meist handelt es sich um populäre, verkürzte Darstellungen, um ideologisch gefärbte Analysen oder sehr stark monoperspektivische Beschreibungen. Im Mittelpunkt des Interesses steht oft die Familie Krupp (später Krupp von Bohlen und Halbach), die von 1811-1967 verantwortlich leitend in der Firma tätig war. Es sind meist die allzu bekannten 'Menschlichkeiten', die skandalheischend für die Autoren von besonderem Interesse sind.

Ganz anders ist die Arbeit von Lothar Gall.
Der Historiker Lothar Gall untersucht in seinem Buch die Geschichte der Firma Friedrich Krupp von den Anfängen bis zum ersten Weltkrieg.Es ist eine der besten sozial- und wirtschaftsgeschichtlichen Arbeiten zu diesem Thema die ich kenne:wissenschaftlich bestens fundiert, detailliert analysierend, engagiert geschrieben und sehr gut lesbar.

Industriealisierung bedeutet nicht nur massenhafte Produktion von Gütern und Veränderung der Erwerbsarbeit, sondern vor allem auch die Erfindung von betrieblichen Organisationsprozessen und neuen sozialen Netzen. Darauf weist die Arbeit von Lothar Gall ganz besonders hin. Eine Kulturleistung, auf die bisher nur unzureichend hingewiesen wurde. Lothar Gall beschreibt die Geschichte der Firma Krupp in erster Linie als einen sich entwickelnden Organismus, der im Laufe der Zeit auch eine spezielle Eigendynamik entfaltet. Deshalb sind auch die Detaills zur Produktionsgeschichte wichtig. Die Einbettung der Leistungen und des Engagements der Gründerpersönlichkeiten in die politischen Strukturen der Zeit und den allgemeinen gesellschaftlichen Bedingungen wird besonders gut herausgearbeitet. Und es wird deutlich: Die Firma Krupp wird spätestens seit Alfred Krupp - trotz möglicher Kritikpunkte -durch eine Unternehmensphilosophie oder ein Leitbild geprägt, dass Alfred Krupp in dem bekannten Satz "Arbeit soll dem Gemeinwohl dienen, dann bringt Arbeit segen, dann ist Arbeit Gebet" zusammengefaßt hat. Der letzte Alleininhaber der Firma Krupp Alfried Krupp von Bohlen und Halbach formulierte diesen Grundsatz etwas moderner und sprach auf seiner letzten Ansprache vor Betriebsangehörigen im Jahr 1967 von der 'Sozialbindung des persönlichen Eigentums'. Ein Grundsatz, den sich Manager unserer Zeit 'dick hinter die Ohren schreiben' könnten. Das Buch von Lothar Gall ist unbedingt empfehlenswert.
Eine hervorragende Fortsetzung findet die Geschichte der Firma Krupp in dem von Lothar Gall herausgegebenen Band "Krupp im 20. Jahrhundert" (Siedler Verlag 2002).

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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Langatmig, aber interessant 1. Dezember 2001
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch ist für ein Sachbuch sehr interessant, aber auch nur bedingt leicht zu lesen. An einigen Stellen verliert sich Gall in der genauen Beschreibung von Fabrikationsstätten, Mengen und anderen Zahlen, was dann sehr langatmig ist. Zum Glück beschränkt sich das auf einige Seiten bzw. Kapitel. Obwohl man das bereits im Titel vermuten kann, ist es schade, dass Gall wirklich mit dem 1. Weltkrieg Schluss mit der Geschichte macht. Insgesamt sind Alfred und Friedrich Alfred Krupp gut und interessant beschrieben.
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Format:Gebundene Ausgabe
Lothar Gall beschreibt die Geschichte des Aufstiegs und der Bluetezeit der Firma Friedrich Krupp auf sehr verstaendliche und detaillierte Weise. Dabei liegt der Fokus auf der Zeitspanne des "Kananonenkoenigs" Alfred Krupp, der fast als Monarch die Firma leitete. Dieses Buch ist hervorragend, verstaendlich geschrieben, exzellent recherchiert und bleibt trotz der manchmal exzessiven Details spannend. Es konzentriert sich dabei hauptsaechlich auf das Firmenwesen, nicht auf die Protagonisten, d.h. die Familienoberhaeupter, die die Firma leiteten. Ich stamme aus Essen, mein Vater hat mehrere Jahre fuer Krupp gearbeitet, und bin nur wenige Kilometer der Villa Huegel (dem Wohnsitz der Familie Krupp) aufgewachsen - ich bin daher mit der Geschichte Krupp's viel konfrontiert worden, aber fast alles in dem Buch war neu fuer mich und hochinteressant. Ich kann dieses Buch nur empfehlen.
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