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Krupp im 20. Jahrhundert
 
 
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Krupp im 20. Jahrhundert [Gebundene Ausgabe]

Lothar Gall
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 719 Seiten
  • Verlag: Siedler (7. Oktober 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3886807428
  • ISBN-13: 978-3886807420
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 15,4 x 5,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 796.266 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Die Zeit, 14.11.2002
Vor zwei Jahren hatte der Frankfurter Historiker Lothar Gall den ersten Band über die Geschichte der Krupps von den Anfängen im frühen 19. Jahrhundert bis zum "Vorabend des Ersten Weltkriegs" vorgelegt, ein Band "wie aus einem Guss" und in seiner guten Lesbarkeit an ein großes Publikum gerichtet, lobt Volker Ullrich. Nun hat Gall einen Folgeband vorgelegt, an dem er wesentlich drei andere Autoren, die "ausgewiesenen" Wirtschafts- und Sozialhistoriker Klaus Tenfelde, Toni Pierenkemper und Werner Abelshauser, mitschreiben ließ, berichtet der Rezensent. Doch reiche dieser Band, der die Geschichte der Krupps bis 1967 behandelt, nicht an den ersten heran, bedauert der Rezensent. Zwar seien die Koautoren "gute Sachkenner", doch seien ihre Beiträge so spezifisch gehalten, dass Ullrich vermutet, dass sie einzig von einem Fachpublikum gelesen werden. Und das sei, vor allem wegen der guten inhaltlichen Arbeit von Gall, Tenfelde und Pierenkemper, schade, lautet das Fazit des etwas enttäuschten Rezensenten.

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung

Das Unternehmen Krupp habe früh den Rahmen der bloßen Wirtschaftsgeschichte gesprengt und sei zu einem Politikum geworden, so Theodor Heuss bei der 150-Jahr-Feier von Krupp 1961 in Essen. Wirtschaftsgeschichte und politische Geschichte lassen sich im Blick auf Krupp nicht trennen. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs ging es dem Konzern so gut wie nie zuvor und nie danach in seiner Geschichte: Finanziell bequem ausgestattet, mit modernen Fabrikanlagen und vorzüglichen politischen Verbindungen, glaubte man sich für jeden kommenden Krieg gewappnet. Klaus Tenfelde zeigt, wie schwer sich der Konzern vom Ende der Rüstungsproduktion erholte, Toni Pierenkemper schildert die inneren und äußeren Verwerfungen durch Inflation und Wirtschaftskrisen während der zwanziger Jahre. Die ausgeprägte Staatsloyalität des preußischen Diplomaten Gustav Krupp von Bohlen und Halbach erleichterte 1919 die Anpassung an die neue Demokratie, ebenso aber nach 1933 die Hinwendung zur nationalsozialistischen Diktatur. Werner Abelshauser stellt die Ära des Dritten Reiches dar. Der schon begonnene Umbau zum modernen Mischkonzern wurde wieder abgebrochen, Krupp ordnete sich nach anfänglichem Zögern voll den Interessen des Staates und damit auch dessen neuen Krieges unter. Es wurde zur "Waffenschmiede des Reiches". Nicht nur in Deutschland hatte man Krupp als Symbol der Rüstungsindustrie verstanden; in Nürnberg hielten die Alliierten einen eigenen "Krupp-Prozess" ab, das Unternehmen wurde beschlagnahmt. Die mit den Siegermächten erst 1951 vereinbarte Neuordnung sollte den Abschied von Kohle und Staat bedeuten. Diese Neuordnung und ein anderes, friedliches Image der Firma waren zentrale Unternehmensziele des letzten Alleininhabers Alfried Krupp von Bohlen und Halbach, wie Lothar Gall eindrucksvoll zeigt. Mit der von ihm 1967 ins Leben gerufenen Neuordnung und der Stiftungsgründung, die endgültig Abschied nimmt vom Familienunternehmen, schließt der Band.

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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Neue Sichtweisen 9. Juli 2003
Die Enge Bindung zwischen der Firma Fried. Krupp und der 'Deutschen Nation' machte diesen bedeutenden Konzern der Schwerindustrie vor allem im 20. Jahrhundert zu einem Politikum. Besonders nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurde die Firma im Urteil der öffentlichen Meinung und der Perspektive des Auslandes zum Kriegsförderer und Mitverantwortlichen für die zwei großen Kriege des letzten Jahrhunderts. Die aktuellen Forschungsergebnisse lassen aber solche Pauschalurteile und Verallgemeinerungen nicht mehr zu.

In dem von Lothar Gall unter redaktioneller Mitarbeit von Burkhard Beyer herausgegebene Buch wird die Geschichte des Unternehmens Krupp im 20. Jahrhundert differenziert beschrieben und analysiert. An diesem Projekt waren mehrere bekannte und bewährte Wissenschaftler aus dem Bereich der Sozial-, Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte beteiligt.

Klaus Tenfelde beschäftig sich mit der Zeit von 1914 - 1924/25.

Toni Pierenkemper studiert die Krisenzeit der Weimarer Republik, 1924 - 1933.

Werner Abelshauser untersucht die Rolle des Kruppkonzerns im Dritten Reich und schildert die Situation der Firma nach dem 2. Weltkrieg, 1933 - 1951.

Lothar Gall beschreibt den Wiederaufbau des Unternehmens nach dem 2. Weltkrieg bis zur Gründung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, 1951 - 1967/68.

Die einzelnen Kapitel des Buches können auch gut unabhängig voneinander gelesen werden.

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