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"Wie ein unbekanntes Beatles-Album"
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Rezension über das Glück...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Krokus (Audio CD)
...diese CD zu hören!
Die Stelle, an der sich mir der Zugang zu "Krokus" eröffnete, war das langgezogene Nordrhein-Westfalen von Sänger Markus Berges in dem Lied "Emma". Jenes sperrige Wort bekommt auf einmal eine Poesie, die so unerwartet wie plausibel klingt, dass man sich fragt, warum nicht schon früher jemand diesen Einfall hatte. Überhaupt ist das Wort ein wichtiges Instrument in der Musik der Band. Die Worte werden nicht nur gesungen, jedes bekommt einen Klang. Und wenn es manchmal den Anschein hat, dass dieser Klang wichtiger zu sein scheint als der Sinn, ertappt man sich schon bei seiner eigenen Assoziationskette. Oder man forscht nach ungewohnten Worten ("Fremdes") und stellt verblüfft fest, dass Milz (auch) ein Fluss ist. Doch blieben die Worte ungehört, gäbe es da nicht die Musik Erdmöbels, die mal leichtfüßig, mal forsch, mal tanzbar, mal schmunzelnd, mal nachdenklich, mal herzzerreißend, mal schwelgend daherkommt, sich ins Ohr schmeichelt, es sich dort gemütlich macht und gar nicht mehr da raus will - aber das will man auch gar nicht. Aber was verliere ich hier noch groß Worte: Kauft, liebe Leute, kauft "Krokus" und werdet glücklich! Ich bin es schon. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Lyrik/ Pop,
Von Kaspar Röll (Shangri-La) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Krokus (Audio CD)
Es hat nunmehr fünf Jahre gedauert, bis Erdmöbel wieder ein richtiges "Erdmöbel-Album" veröffentlichen, in welchem das gesamte Spektrum von eigenem Text und Musik zusammenfindet. "Krokus" schließt damit nicht ganz nahtlos an "Für die nicht wissen wie" an. So ist es ein wahres Glücksgefühl, ein Nachhausekommen in das Wissen, dass Erdmöbel wieder auf dem Weg sind, sich selbst als Ganzes zu nehmen und sich nicht in dem Fragen nach dem "Und-weiter?" zu zerfasern und zu verirren.
Krokus ist wie alle Erdmöbel-Alben gespickt mit subtilen Melodien die, kurz bevor sie Pop werden könnten, sofort gepackt und gebrochen werden. Läuft etwas zu rund, so scheint es, werden alsgleich Ecken geschlagen, die den Zuhörer somit niemals in eine ruhige Bequemlichkeit entlassen. Und trotzdem: Es ist verdammt geschickt arrangiert, was man dort präsentiert bekommt. Es ist gegen den Strich gedacht, gewogen, niemals einfach so belassen. Doch das ist nur die Musik. Markus Berges beweist auch auf "Krokus" wieder, dass Lyrik auch im heutigen deutschen "Popsong" eine sangbare Gattung ist, die sich nicht für die Melodie oder gar eine Hookline verdrehen muss. Wie er das macht, ist auch nach mehrmaligem Hören immer wieder schwer zu fassen und nötigt nichts weniger als hohen Respekt ab. Diese kleinen assoziativen Kleinode, die oftmals hermetisch daliegen, bekommen ihre Interpretation nicht zuletzt durch die Musik, die kommentierend einzelnen Zeilen Bedeutung zuweist. Da mag man mit aufgerissenen Augen stammeln: "Das ist ja Kunst", und hat so viel Recht wie selten. So schaffen es Erdmöbel mit wenigen Zeilen, ja Worten ganze Räume an Situationen, von Gefühlen und Gedanken zu eröffnen wie in Snoopy T-Shirt. Romane im Dreieinhalb-Minuten-Takt. Erdmöbel sind definitiv keine Band der Jugend, auch wenn sie natürlich für diese höchst hörbar und empfehlenswert sind. Nein, gemeint ist hier eine Reife der Band, die sich vor Jahren auf den Weg gemacht hat und noch lange nicht am Ziel sein kann. In dieser Reife wünscht man sich manchmal vielleicht, dass Berges und Kollegen es eben doch schaffen, andauernd mit Traditionen zu brechen, ihre Musik des Hinterfragens weiterzuspielen und dennoch, ab und zu vielleicht, Zugeständnisse an die Hörer zu machen und mehr "Popsongs" zu schreiben, ohne beim Pop zu landen. Wie das geht, ob das geht, das können nur Erdmöbel selbst in Zukunft zeigen. Aber keine Band ist so nah dran wie diese, auch wenn sie nur am Anfang steht. Ich freue mich auf die nächsten Jahre! Ganz klar: Drei Sterne.....Barkeeper zwei addieren! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sperrig. Schön. Unsagbar.,
Rezension bezieht sich auf: Krokus (Audio CD)
"Rosen, Ochsen, Holz." Erdmöbel halten nicht hinterm Berg mit dem, was sie vorhaben - gleich zu Beginn diese Aneinanderreihung von Worten mit unergründlichem Zusammenhang. Erinnerungen an "I am the Walrus" werden wach - Beatles-Vergleiche verbieten sich ja eigentlich, aber diese Band kann diesen tatsächlich standhalten.
Die Texte sind, was das "Verstehen" betrifft, noch unzugänglicher als auf den Vorgängern "Für die nicht wissen wie" und "Altes Gasthaus Love" (für mich immer noch unübertroffen). Und deshalb dauert es diesmal etwas länger, das heißt drei bis vier Durchläufe. Aber dann (beim Zusammenfegen des Laubs unterm Kirschbaum am Haus) haben Erdmöbel es wiedereinmal geschafft: Die Musik, von der der Text gar nicht mehr zu trennen ist, entführt mit unwiderstehlichen Melodieläufen Kopf, Herz und Seele wieder in ungeahnte Regionen, und der Hörer kann es tatsächlich sehen: "Das Leben ist schön"! Bei keiner anderen Band bin ich mir so sicher: Wer Erdmöbelmusik mag, kann kein schlechter Mensch sein. Warum, bleibt unsagbar - einfach hören. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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