er weiß worüber er schreiben will, nur er.
Diese 6 Kurzgeschichten unterscheiden sich in ihrer Zartheit und ihrem ebenso eher zurückhaltenden (nicht in Sachen Schönheit, aber in Sachen Schwung) Stil, von Djians Romanen. Er hat die Gelegenheit genutzt so scheint mir und ein paar sehr persönliche und auf engsten Raum genial geschrieben Träume zu verwirklichen.
So dreht sich die erste Geschichte um den Tod von Richard Brautigan, einen von Djians LIeblingsautoren (Siehe auch: "In der Kreide), dem er in diesem Text ein kleines, verzweifeltes Denkmal setzt. Auch die anderen Texte sind alle verschieden und behandeln ihr eigenes Thema mit einer gebündelten individuellen Unbeugsamkeit.
Die Art wie Djian dabei immer wieder Gefühle in Wendungen und Bildern beschreibt ist gerade auf dem begrenzten Raum der Kurzgeschichte noch eindrucksvoller als bei den Romanen, Djian hat in jeder Geschichte so scheint es, die Schönheit und die Dichte eines ganzen Romans verwendet.
"Und bedenke trotz allem eines: Und wenn es das ganze Jahr regnet, würde das Wasser des Meeres davon süß?"
Ein wirklich rundumgelungener Band, der einfach und das ist sein größter Verdienst, mit jeder neuen Geschichte eine neue Welt öffnet und uns in viele Spiegel und hinter viele Türen blicken lässt - für jedes Alter ist was dabei.