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Kritik der vernetzten Vernunft: Philosophie für Netzbewohner [Broschiert]

Jörg Friedrich
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

30. Juli 2012
Das Buch wendet sich an Menschen, die im Netz zu Hause sind, die nicht mehr zwischen online und offline unterscheiden, die in Blogs Kommentare posten und mit dem Kollegen über Fußball diskutieren, die Online-Zeitungen lesen und dabei mit dem Lebenspartner über das Wetter reden.

Sie sind Netzwerker - nicht nur, wenn sie im Internet unterwegs sind. Ihr soziales Netz ist dicht geknüpft, die Online-Welt wird darin immer fester eingewoben. Sie ziehen ihr Wissen aus dem Netz, handeln in Netzwerken und indem sie sich vernetzen und sie hoffen auf Problemlösungen durch technische Vernetzungen.

Netzwerke sind die Basis unserer modernen Welt, aber Netze machen diese Welt auch immer komplexer und undurchschaubarer. Das Buch widmet sich den Herausforderungen der Vernunft in der vernetzten Welt. Es sucht die Antworten auf die großen philosophischen Fragen von Immanuel Kant, die in die Welt der vernetzten Vernunft passen:

- Wie hängt unser Wissen von den Techniken der Vernetzung ab, und warum glauben wir dem Netz oft mehr als den eigenen Erfahrungen?
- Ist Handeln in einem richtungslosen Netz noch möglich, und kann man auch daraus ausbrechen, sich aus Knoten und Schlingen befreien?
- Gibt das Netz uns Grund zur Hoffnung und wird eine Welt technischer Vernetzungen unsere Wünsche erfüllen?
- Was macht den vernetzten Menschen aus, ändert er sein Wesen?

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Produktinformation

  • Broschiert: 176 Seiten
  • Verlag: Heise Zeitschriften; Auflage: 1., Auflage (30. Juli 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 393693178X
  • ISBN-13: 978-3936931785
  • Größe und/oder Gewicht: 22,2 x 15,4 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 370.190 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Jörg Friedrich studierte zunächst Meteorologie und Physik und schrieb 1989 seine Diplomarbeit über die Simulation von Strukturbildung und Chaos in der Atmosphäre. Seit 1994 ist er Geschäftsführer der Firma INDAL in Münster, einer Softwarefirma, die individuelle IT-Projekte durchführt. Ein Studium der Philosophie schloss er 2009 als Master of Arts ab. Er beschäftigt sich in Artikeln und Vorträgen vor allem mit Fragen der praktischen Philosophie.

Internet: kritikdervernetztenvernunft.de
Twitter: JoergFr
Facebook: facebook.com/KritikDerVernetztenVernunft

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Philosophie für Netzbewohner 23. August 2012
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
Die Telepolis-Reihe hat bei mir einen sehr guten Ruf, weil sie frischen und unabhängigen Autoren eine Chance gibt. Die vorliegende "Kritik der vernetzten Vernunft" wird diesem Anspruch wieder sehr gerecht! Der Autor, Jörg Friedrich, ist sowohl in der IT-Welt wie in der Philosophie (studiert) zu Hause. Und "Kritik" ist hier nicht mit Nörgelei zu verwechseln, sondern zielt auf ein Klären und Durchdenken von Begriffen.

Zu meiner positiven Überraschung traf ich bei diesem Buch nicht auf eine mehr oder weniger interessante Privatphilosophie, sondern auf eine Übertragung klassischer Philosophie in unsere Netzwelt: Jörg Friedrich greift nicht nur die Fragen, sondern auch die Ansätze von Immanuel Kant auf, um die "großen Themen" anhand der Netzkultur zu diskutieren. Wenn wir beispielsweise am Smartphone eine Wettervorhersage abrufen - was erfahren wir dann eigentlich? Woher "wissen" wir, was uns da präsentiert wird und ob es stimmt? Wem und was glauben, vertrauen wir dabei eigentlich - und mit welchem Recht? Wie wirkt sich das auf unser Selbst- und Weltverständnis, auf unser politisches Engagement usw. aus?

Der Autor erfindet das Rad nicht neu, sondern aktualisiert und "übersetzt" die großen Erkenntnisse und macht damit Philosophie gerade für Netizens wieder zugänglich, interessant und anwendbar. Am Ende dieses gut lesbaren Buches hatte die Netzwelt für mich nichts von ihrem Zauber verloren - aber einiges an Tiefe gewonnen. Liebe Philosophiedozenten - SO macht man das!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Alles wird besser, aber nichts wird gut." (Werner Karma) 12. September 2012
Von Heike G HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Broschiert
"In diesem Buch geht es um Vernunft und darum, was es heute heißt, vernünftig zu sein. Oft verlangt man von uns, vernünftig zu sein, die Vernunft zu gebrauchen. Aber was ist Vernunft? Und was ist vernünftig?" Dies fragt sich Jörg Friedrich in seiner "Kritik der vernetzen Vernunft" und trifft damit genau den Nerv unserer Zeit. Denn fast jeder ruft heute nach Vernunft, hält sie für notwendig und möglich. Aber allem Anschein nach sind die meisten davon überzeugt, dass der Mensch alles andere als vernünftig ist. Der Naturwissenschaftler, Unternehmer und Philosoph unternimmt in seinem Buch den Versuch, Klarheit darüber zu gewinnen, "was Vernunft heute ist, wo ihre Möglichkeiten und ihre Grenzen sind."

In vier Kapiteln (Was weiß man schon? Was tun? Gibt es Hoffnung? Was ist der Mensch?) nähert er sich dieser großen philosophischen Frage, die schon die Alten Griechen umtrieb, in Bezug auf das wichtigste Charakteristikum unserer modernen Wirklichkeit - der Vernetzung, an. Als roter Faden dienen ihm Kants drei große Fragen: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Allerdings modifiziert er sie und verbindet die drei Hilfsverben 'können', 'sollen' und 'dürfen' mit den Verben 'wissen', 'tun' und 'hoffen' anders. Dabei entstehen dann solch interessante neue Fragen wie: 'Was kann ich glauben?' 'Was darf ich wissen?' 'Was kann ich tun?' bzw. 'Was will ich wirklich mit meinem Tun erreichen?', oder: Kann ich alles tun, was ich darf? Muss ich alles tun, was ich soll oder soll ich alles tun, was ich tun muss? Soll ich alles tun, was ich will?

Immer in Hinblick darauf, dass das Handeln des Menschen im Spannungsfeld von Dürfen, Sollen und Müssen steht und vor allem dass wir heute unsere sozialen Beziehungen als Netzstrukturen ansehen und zu beherrschen versuchen, sieht Jörg Friedrich dabei die technisch geprägte Kultur als Heimat der vernetzten Vernunft. Er fragt nach den Unterschieden von Wildnis und Natur, von Kultur und Künstlichkeit oder unterscheidet das Dürfen von Müssen und das Wollen vom Wünschen. "Diese Begriffe sollten die Bedingungen und Voraussetzungen beschreiben, unter denen Menschsein möglich ist, aber auch die Begrenzungen, die dem Menschen dadurch gesetzt sind, andeuten.", so Friedrich. Letztendlich wird sichtbar, "dass die vernetzte Vernunft nichts ist, was sich erst in den letzten Jahrzehnten neu gebildet hätte, aber durch das Internet und die mobile Kommunikation ist sie auf neue Weise prägend geworden für alle Formen der Begründung, für alle Antworten auf die Fragen nach dem Warum."

"Kritik der vernetzten Vernunft" ist kein Ratgeber und gibt auch keinen Überblick über die Philosophiegeschichte Europas. Erst recht stellt es keine Sammlung praktikabler philosophischer Weisheiten oder Ratschläge für den Alltag in den Zeiten von Internet, Cloud-Technologie, Social Networking und mobiler Kommunikation dar. In diesem Buch wird nicht Philosophie geboten, sondern hier wird sich über das manchmal allzu Selbstverständliche gewundert. Nichts anderes heißt philosophieren. Stetig und intensivierend, aber niemals belehrend, sondern animierend, regt Jörg Friedrich zum kritischen Nachdenken an. Zum einen über die Bedingungen, unter denen eine vernetzte Vernunft möglich wird. "Zum anderen, welche stillschweigenden Annahmen die vernetzte Vernunft voraussetzt, um in ihrer Welt klarzukommen, ihr Netz über die Realität zu werfen und sie damit einfangen zu können." Sein Buch offenbart einen inhaltsschweren, jedoch äußerst verständlichen, philosophischen Text, der gleichermaßen für "routinierte" Philosophen wie auch interessierte Laien geeignet ist. Fast ist man gewillt, ihn als philosophischen "Schmöker" zu bezeichnen, denn einmal eingetaucht, legt man ihn nicht mehr aus der Hand. Friedrich zeigt auf eindrucksvolle Art und Weise, dass Philosophie ganz und gar nichts Verstaubtes und Verschwurbeltes innewohnt, sondern dass sie fesseln kann.

Fazit: "Kritik der vernetzten Vernunft" spinnt auf wunderbare Art und Weise einen Faden und animiert den Leser herauszufinden, "was ich weiß und warum ich glaube, etwas zu wissen, warum ich etwas tue, ob es auf Wissen oder auf Normen beruht und ob es Gründe dafür gibt, auf irgendetwas zu hoffen. Und: was ich bin." Eines wird am Ende klar: "Der Mensch ist das Wesen, das nach den Gründen fragt, nach dem Grund, auf dem er steht. Kurz gesagt: Der Mensch ist das Wesen, das philosophiert." Und dazu regt sein Buch ganz und gar vortrefflich an.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Opake Philosophie für Netzbewohner 2. September 2012
Von Blaumaintal VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Broschiert
Für Friedrich besteht Philosophie darin sich um ein möglichst klares Verständnis der Realität und des eigenen Tuns in der Wirklichkeit zu bemühen, die Voraussetzungen unseres Umgangs mit dem was uns umgibt, aufzuklären. Darum wird auch immer das, was uns selbstverständlich erscheint hinterfragt, also das, was sich normalerweise einem Begründen entzieht. Dabei meint er, dass es prinzipiell nicht möglich sei zwischen richtigen und falschen Antworten auf philosophische Fragen zu unterscheiden. Trotzdem schreibt er ein philosophisches Buch. Für ihn ist das eigentlich Wichtige Fragen bezüglich des Selbstverständlichen überhaupt zu stellen. Darum steht seiner Meinung nach auch Philosophie zwischen Wissenschaft und Kunst: Wissenschaftlich ist sie, insofern sie nach Erkenntnis des Allgemeinen strebt, Kunst insofern, dass sie die Wahrheit des einzelnen Philosophen ist, die Friedrich als ein bloßes Angebot an den Empfangenden ansieht. Diesem kann sie dann aber dabei helfen ein, jeweils sein ‚Netz‘ über die Realität zu werfen und seine Welt zu erzeugen, zu befestigen, bzw. gegebenenfalls auch zu destabilisieren.

Das Buch orientiert sich an den großen Fragen von Immanuel Kant, nämlich was wir wissen können, was wir tun sollen, was wir hoffen dürfen und sozusagen alle diese Fragen zusammenfassend, was denn der Mensch sei. Der Autor verwendet viele Metaphern und Beispiele aus aktueller IT und sonstiger Technik (so ist die schöne Grundmetapher des ganzen Buches die vom vernetzten Gewebe, das wir spannen, bzw. das uns umgibt und in das wir eingebettet sind, jedes Subnetz - das kann z.B. eine Person sein - ist eine eigene Welt, die sich über das Netz dann mit Teilen der übrigen Welt verknüpfen und an die selbst auch angedockt werden kann. Die Netzwege werden überwuchert von einem ‚unordentlichen‘ Gewebe, das z.B. aus unseren (ungeordneten) persönlichen Erfahrungen und Überzeugungen besteht, die wir gemacht haben, und dem, was wir von unserer Umwelt alles mitgelernt haben. Über Netzpunkte geben wir dann aus diesem Gewebe heraus Informationen von uns geordnet und idealisiert weiter. Als Beispiele für seine Gedankengänge greift der Autor fernerhin oftmals auf solche Dinge wie Apps, Handy, Notebook, Web, etc… zurück).

Da mich besonders das Thema Ethik interessiert, habe ich natürlich mit besonderer Aufmerksamkeit das 2. Kapitel des Buches ‚Was tun‘? gelesen. Hier wartet man vergeblich darauf, gesagt zu bekommen wie man das Gute in seinem Leben erreichen kann, eigentlich ist das auch hier gar kein Thema. Vielmehr wird der Frage nachgegangen, was nach der ‚Welt‘ des Autors eine Handlung überhaupt ist und wie wir durch Kultur, Künstlichkeit, Kunst und Technik die ‚Realität‘ nach unseren Bedürfnissen anpassen, das Problem der Freiheit wird angesprochen und – was ich besonders interessant fand – die Möglichkeiten der Gesellschaftswirksamkeit der Aktivitäten der Online-Community ausgelotet. Das Sollen definiert der Autor lediglich als Ansprüche der Anderen, die an uns gestellt werden, desweiteren reflektiert er auch über Gewissen und Moral. Die Phänomene werden analysiert, aber eigentlich keine begründeten Normen oder Regeln vorgeschlagen.

Das Buch vermittelt mir den Eindruck von Opazität, d.i. es findet kaum explizite Auseinandersetzung mit gegenläufigen philosophischen Ansichten in dem Sinne statt, dass die eigenen Ausführungen von wirklich starken Gegenargumenten unterbrochen (und damit auch vertieft) werden, aber vielleicht ist das ja auch gar nicht so einfach, wenn man anzweifelt, dass es überhaupt richtige und falsche philosophische Antworten gibt, eine, wie ich persönlich übrigens finde, überzogene Skepsis, die ich so nicht teile.

Insgesamt ist es meiner Meinung nach ein Buch, das große Ruhe ausstrahlt und interessante, sehr anregende Gedanken, Bilder und Reflexionen bietet. Ich bin den Ausführungen des Autors gerne gefolgt.
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Die neuesten Kundenrezensionen
1.0 von 5 Sternen Verschenktes Potenzial, schade
Das Thema des Buches ist interessant gewählt und hat viel Potenzial. Hier hätte man wirklich etwas daraus machen können. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von icehawk veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Kurzweilig
Das Buch enthält sicherlich keine seichte Belletristik (was ja auch nicht
zu erwarten war). Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Michael veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Philosophie (nicht nur) für Netzbewohner
Großartig, dachte ich: Ein philosophisches Buch über das Netz und was es mit uns Menschen macht und was wir mit ihm machen können: Kritik der vernetzten Vernunft:... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von geistundgegenwart.de veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Kant’sche Philosophie für Netzbewohner
In diesem Buch geht es laut Untertitel um eine „Philosophie für Netzbewohner“. Philosophie wird dabei als Wundern über Selbstverständliches definiert und Kritik als... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Frank Reibold veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Kritik der "Kritik der vernetzten Vernunft"
Philosophie sei eine Brille, durch die wir anders auf die Welt schauen, hat einmal jemand gesagt. Ich weiß nur nicht mehr, wer. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Steffen Lars Popp veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Netz-Diskurs ohne Netz
Eine "Kritik der vernetzten Vernunft", die im Netz nicht zu finden ist?! Ts-ts... jetzt aber bitte ganz flott die Kindle-Ausgabe, sonst Leidet die Glaubwürdigkeit.
Vor 8 Monaten von Christian Deysson veröffentlicht
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