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Kritik als soziale Praxis: Gesellschaftliche Selbstverständigung und kritische Theorie (Frankfurter Beiträge zur Soziologie und Sozialphilosophie) [Broschiert]

Robin Celikates , Axel Honneth
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Kurzbeschreibung

15. Juni 2009 Frankfurter Beiträge zur Soziologie und Sozialphilosophie (Buch 13)
Mit dem Spannungsverhältnis zwischen der »naiven« Sicht gewöhnlicher Akteure und der theoretischen Perspektive von Experten behandelt das Buch eine der methodologischen Grundfragen der kritischen Gesellschaftstheorie. Unter Rückgriff auf die Ansätze von Pierre Bourdieu und Luc Boltanski wird ein nicht-paternalistisches Verständnis kritischer Theorie entworfen – als soziale Praxis, die keine privilegierte Position der Erkenntnis voraussetzt.

Wird oft zusammen gekauft

Kritik als soziale Praxis: Gesellschaftliche Selbstverständigung und kritische Theorie (Frankfurter Beiträge zur Soziologie und Sozialphilosophie) + Was ist Kritik?: Philosophische Positionen (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)
Preis für beide: EUR 47,90

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Pressestimmen

01.09.2010 / Politische Vierteljahresschrift (PVS): Celikates liefert nicht nur wichtige Denkanstöße für das Unternehmen Sozialkritik, sondern bietet darüber hinaus ein reizvolles Gerüst für eine kritische Theorie, die nicht mehr über und für die Akteure spricht, sondern konstitutiv auf einen Dialog mit ihnen verwiesen ist.

Über den Autor

Robin Celikates, Dr. phil., lehrt Politische Theorie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

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5.0 von 5 Sternen Gesellschaftskritik nach der pragmatischen Wende 21. August 2009
Format:Broschiert
Gesellschaftskritik scheint vor einem Dilemma zu stehen: entweder, sie ist paternalistisch, indem sie Zugang zu einer objektiven Wahrheit behauptet, die den Akteuren verschlossen bleibt, oder aber sie verliert jeglichen kritischen Stachel und bleibt auf eine deskriptive Ebene zurüchgeworfen. Robin Celikates versucht beide Hörner des Dilemmas zu umgehen und die Einwände kritischer Theorie nach der pragmatischen Wende ernst zu nehmen. Dies muss, und das macht die Arbeit so überzeugend, aber nicht bedeuten, dass auf einen gehaltvollen Begriff von Kritik verzichtet werden müsste.
Robin Celikates arbeitet sich anhand der Frage nach der Ausrichtung der Sozialwissenschaften vom "Modell des Bruchs" über das "Modell der Symmetrie" hin zu einer Konzeption des Verhältnisses zwischen kritischem Sozialwissenschaftler und Akteur, in dem die beiden defizienten Modelle gewissermaßen aufgehoben sind. Sicher sind Sozialwissenschaftler den konkreten Situationen der gewöhnlichen Akteure gegenüber in einer distanzierten Position, die es ihnen erlaubt, strukturelle Ursachen für eine bedrückende Lage zu erfassen, andererseits müssen sich ihre Interpretationsvorschläge an ihren Objekten (den Akteuren) bewähren. Damit ist eine kritische Theorie mit pragmatischem Fokus nicht nur auf die Praktiken der Akteure bezogen, sie wird selbst zu einer Praxis.
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