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Lob der Kritik. Warum die Demokratie nicht auf ihren Kern verzichten darf
 
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Lob der Kritik. Warum die Demokratie nicht auf ihren Kern verzichten darf [Gebundene Ausgabe]

Marcia Pally


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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Die Zeit, 03.04.2003
Hans-Martin Lohmann hat mit Zustimmung zwei Bücher mit dem Aufruf zur kritischen Vernunft gelesen, die er besonders in der heutigen Zeit für wichtig hält, auch wenn er befürchtet, dass sie gerade jetzt wenig Beachtung finden werden. Das Buch von Marcia Pally, das, wie der Rezensent Informiert, "400 Jahre Ideen- und Geistesgeschichte" auf den Prüfstand stellt, lobt er für seinen Appell an den Bürger, sein "Wissen in Frage" zu stellen und sich nicht mit zu einfachen Antworten zufrieden zu geben. "Überzeugungskraft", so der Rezensent angetan, haben die Ausführungen der amerikanischen Autorin besonders dort, wo sie anhand aktueller Debatten wie der Genforschung oder der Auswirkungen der Massenmedien demonstriert, wie schnell das "Denken bereit ist", sich mit "einfachen, aber falschen" Antworten zufrieden zu geben und auf seine "kritische Funktion zu verzichten".

© Perlentaucher Medien GmbH
Buchnotiz zu : Frankfurter Rundschau, 30.04.2003
Ein kluges Buch, lobt Matthias Penzel. Eines, das seinen sehr hohen Ansprüchen - Pally scheut bei ihrem "Lob der Kritik" nicht vor Hobbes und Popper zurück - gerecht werde und seine Autorin in die höchsten Ränge der New Yorker Intelligenzija rücke. Kein provokanter Gestus finde sich bei ihr, dafür viel "kühle Rationalität" und scharfsinnige Argumentationen. So zerlege sie kurzsichtige Vorbehalte und schlichte Kausalitäten, die sich etwa wider Neue Technologien oder Globalisierung per se richten und stelle dem kritische Analysen entgegen. "Sehr trocken, sehr wisssenschaftlich" sei das, findet Penzel, "und manchmal weise".

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung

Nach dem 11. September ist die Entschlossenheit zum Kampf gegen den internationalen Terrorismus weltweit groß. Die Maßnahmen der USA unter Bush, aber auch anderer westlicher Demokratien tragen allerdings auch Züge einer fatalen politischen Rückwärtsbewegung. Konservativ-chauvinistische oder gar fundamentalistische Deutungsmuster gewinnen an Einfluss und nutzen die allgemeine Verunsicherung zu ihren Gunsten. Für die bekannte amerikanische Kulturkritikerin Marcia Pally ist eine solche Reaktionsweise nichts grundsätzlich Neues: Angesichts komplexer Probleme und Herausforderungen haben Menschen immer schon ihr Heil in einfachen Antworten gesucht. Sie ist jedoch alarmiert von dem Ausmaß, in dem die Bürger aller demokratischen Länder selbst heute in beruhigende, aber naiv-archaische Denkmuster zurückfallen. Im Umgang mit den Krisen der Gegenwart findet Pally überall Beispiele für eine Flucht vor kritischem Denken: Die einen flüchten in eine idealisierte Vergangenheit, andere suchen ihr Heil in einer verklärten Zukunft. Marcia Pally erinnert uns an die historischen Wurzeln unserer Verliebtheit in das Irrationale. Energisch, klug und entschlossen à la Susan Sontag verteidigt sie in bester aufklärerischer Tradition die Sache des selbstverantwortlichen, mündigen Individuums.
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