Pressestimmen
Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 27.07.2002
Wenngleich, so Gustav Seibt, Karl Poppers Philosophie allem Auratischen gewiss abhold war: diese Tonaufnahmen von Rundfunkgesprächen und Vorträgen in deutscher Sprache haben für den Rezensenten sehr wohl eine sehr eigene Aura. Vor allem erinnern sie, aus den Jahren 1974 bis 1992 stammend, an eine vergangene Epoche, die Endzeit des Kalten Krieges, in der Popper, in Frontstellung gegen die Neue Linke, seinen festen Platz im bundesrepublikanischen Geistesleben hatte. Auch wenn der Rezensent das ganze vor allem als in die Gegenwart gespülte Zeitkapsel goutiert und sich zu den philosophischen Positionskämpfen nicht äußert: Hörenswert findet er das in jedem Fall.
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