"Kritik des Sehens" ist ein Studienbuch und als solches taugt es auch in seiner Kompaktheit. Konersmann gibt mit seiner Textauswahl Möglichkeit zur Zusammenschau und zum Vergleich, vor allem aber zum Überblick über einen weitschweifenden und schon lange schwelenden Diskurs.
In der von Konersmann verfassten Einleitung "Die Augen der Philosophen- Zur historischen Semantik und Kritik des Sehens" erhält der Leser auf 47 Seiten erste Orientierungspunkte.
Es folgen Texte bzw. Textauszüge von Autoren der Antike bis zur Gegenwart: Platon (Höhlengleichnis), da Vinci (Malerei und Wissenschaft), Galilei (Astronomische Mitteilung) Berkeley (Versuch über eine neue Theorie des Sehens), Goethe (Das Sehen in subjektiver Hinsicht), Schopenhauer (Vom Sehn) und Merleau-Ponty (Das Kino und die neue Psychologie), um ca. die Hälfte zu nennen.