Pressestimmen
»Der von dem an der Universität Halle-Wittenberg lehrenden Soziologen Ulrich Böckling herausgegebene und mit einem informativen Nachwort versehene Band mit Schriften zur Politik macht dabei anschaulich, wie sich die Schwerpunkte der historischen Analyse neuzeitlicher und moderner Politik bei Foucault verschoben und angereichert haben.«
(Dirk Lüddecke
Süddeutsche Zeitung )
Kurzbeschreibung
Michel Foucault beschreibt Politik nicht als gesonderten Wirklichkeitsbereich, sondern als ein Kräfteverhältnis. Politik ist für ihn zunächst die Fortsetzung des Kriegs mit anderen Mitteln. Später rückt er den Begriff des Regierens ins Zentrum und untersucht Technologien und Rationalitäten der Menschenführung. Er entwirft keine Theorie des Staates, seine Analysen zielen vielmehr auf eine Kritik der politischen Vernunft. Die vorliegende Auswahl aus seinen Schriften und Vorlesungen präsentiert jedoch nicht nur den Analytiker von Machtmechanismen und Wissensformationen, sondern auch den politischen Intellektuellen Michel Foucault. Der Band versammelt neben Grundtexten zu Foucaults politischer Philosophie auch seine Stellungnahmen unter anderem zur Strafjustiz, zur iranischen Revolution und zur Verhängung des Kriegsrechts in Polen. Ulrich Bröcklings Nachwort zeigt die spannungsreiche Entwicklung von Foucaults politischem Denken zwischen Analyse und Intervention.