Kurzbeschreibung
Eine Zeit, die den Medienbegriff zu universalisieren beginnt, übersieht nur allzu schnell, daß die Attraktivität der neuen Medien sich nicht aus den schieren Vorteilen ihres Gebrauchs speist, sondern aus einem theoligischen Versprechen: Wer mit den neuen Medien umgeht, nimmt teil an einer Erlösung des Menschen von seinem Leib und seiner Welt, die beide ihm auf Schritt und Tritt Grenzen setzen. Die mediale Überwindung von Leib und Welt inszeniert daher nichts anderes als eine Eschatologie, die auf technischem Wege das Ende der Geschichte realisieren will. Gegen diese medialen Erlösungsphantasien erinnert der Essay daran, daß das 'eschaton' eine übersteigbare Grenze unserer Welt markiert.