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Kritik des Neoliberalismus [Taschenbuch]

Christoph Butterwegge , Bettina Lösch , Ralf Ptak , Tim Engartner
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

14. Februar 2008
Keine andere Wirtschafts- und Gesellschaftstheorie beherrscht die Tagespolitik, aber auch die Medienöffentlichkeit und das Alltagsbewusstsein von Millionen Menschen fast auf der ganzen Welt so stark wie die neoliberale. Die Publikation versteht sich als kritische Einführung in den Neoliberalismus, skizziert seine ökonomischen Grundlagen und stellt verschiedene Denkschulen vor. Anschließend werden die Folgen neoliberaler Politik für Sozialstaat und Demokratie behandelt, etwa im Hinblick auf Maßnahmen zur Privatisierung öffentlicher Unternehmen, staatlicher Aufgaben und persönlicher Lebensrisiken. Das Buch richtet sich an Leser/innen, die nach Informationen über den Neoliberalismus, guten Argumenten für die Debatte darüber und gesellschaftspolitischen Alternativen suchen.

Wird oft zusammen gekauft

Kritik des Neoliberalismus + Das befremdliche Überleben des Neoliberalismus: Postdemokratie II (edition suhrkamp) + Postdemokratie (edition suhrkamp)
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Pressestimmen

"In verständlicher Sprache kommen die Autoren [...] ebenso auf die historischen Wurzeln und theoretischen Grundlagen des Neoliberalismus zu sprechen, wie auf die Strategien einer Privatisierung, die in erster Linie eine Selbstentmachtung des öffentlichen Sektors bedeutet. [...] Der Titel richtet sich dabei [...] an Leser, welche nach Informationen zum Thema Neoliberalismus und nach ausgewogenen Argumenten für die Diskussion darüber sowie nach gesellschaftspolitischen Alternativen Ausschau halten. Deshalb kann dieser Band auch nachdrücklich empfohlen werden." Forum Politikunterricht, 03/2008 "Zur Einarbeitung in die komplexe Materie ist das Buch ausgesprochen empfehlenswert." AKP - Fachzeitschrift für Alternative Kommunal Politik, 05/2008 "Das aufklärende Buch von Butterwegge, Lösch, Ptak und Engartner [...] zeichnet sich durch seine nüchterne, ja gelassene Analysen, Hintergründigkeit und Beweisführungen aus. [...] Das Autorenteam zeichnet sich durch eine klare Schreibe aus. Es ist ein ausgezeichnetes Lehr- und Studienbuch für alle am gesellschaftlichen Wandel Interessierten und für die Optimierung des öffentlichen Bewusstseins sowie des politisch-ökonomischen Diskurses inbezug zu den ausufernden Tendenzen des Neoliberalismus." www.kultur-punkt.ch, 14.08.2008 Pressestimmen zur 1. Auflage: "[...] eine wichtige, sehr lesenswerte Standortbestimmung [...], der eine möglichst weite Verbreitung und intensive Diskussion vergönnt sein sollte." AB - Außerschulische Bildung, 02/2008 "Er [der Band] bietet [...] nicht nur eine theoretisch fundierte Einführung in das Thema, sondern behandelt insbesondere auch zwei zentrale Felder neoliberaler Politik, nämlich die Privatisierung des öffentlichen Sektors sowie den Rückbau des Sozialstaats. Beide werden am Beispiel Deutschland dargestellt." Wirtschaft und Gesellschaft, 02/2008 "Vor allem dank seiner Konzentration auf die Ziele neoliberaler Politik (und ihrer Konsequenzen für die Demokratie) lohnt die Lektüre des Ba

Rezension

"In verständlicher Sprache kommen die Autoren [...] ebenso auf die historischen Wurzeln und theoretischen Grundlagen des Neoliberalismus zu sprechen, wie auf die Strategien einer Privatisierung, die in erster Linie eine Selbstentmachtung des öffentlichen Sektors bedeutet. [...] Der Titel richtet sich dabei [...] an Leser, welche nach Informationen zum Thema Neoliberalismus und nach ausgewogenen Argumenten für die Diskussion darüber sowie nach gesellschaftspolitischen Alternativen Ausschau halten. Deshalb kann dieser Band auch nachdrücklich empfohlen werden."

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Zweifellos ist Neoliberalismus" einer der schillerndsten Begriffe unserer Zeit. Lesen Sie die erste Seite
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13 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Artikel 20 Grundgesetz TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Ist Deutschland "neoliberal" angesichts der vielen Milliarden Euro, die in diesem Sozialstaat Jahr für Jahr umverteilt werden? Ist die CDU "neoliberal"? Ist die SPD "neoliberal"? War Ludwig Erhard "neoliberal"?

Wie schrieb Ludwig Erhard, der 1977 verstorbene Nationalökonom, Wirtschaftschaftspolitiker, von 1949 bis 1963 Bundeswirtschaftsminister und der Inbegriff der sozialen Marktwirtschaft, vor dem Hintergrund der gescheiterten Weimarer Republik und angesichts der Trümmer und sonstiger Hinterlassenschaften des Nationalsozialismus, 1957 in seinem Bestseller "Wohlstand für alle":

"Ein moderner und verantwortungsbewußter Staat kann es sich einfach nicht leisten, noch einmal in die Rolle des Nachtwächters zurückversetzt zu werden. Diese falsch verstandene Freiheit ist es ja gerade gewesen, die die Freiheit sowie eine segensreiche freiheitliche Ordnung zu Grabe gebracht hat."

Und Ludwig Erhard, der bislang weder von der BILD-Zeitung noch der FAZ verdächtigt worden ist, ein Sozialist, Kommunist, Linker oder dergleichen gewesen zu sein, schrieb weiter: "So wollte ich jeden Zweifel beseitigt wissen, daß ich die Verwirklichung einer Wirtschaftsverfassung anstrebe, die immer weitere und breitere Schichten unseres Volkes zu Wohlstand zu führen vermag. Am Ausgangspunkt stand der Wunsch, über eine breitgeschichtete Massenkaufkraft die alte konservative soziale Struktur endgültig zu überwinden. Diese überkommene Hierarchie war auf der einen Seite durch eine dünne Oberschicht, welche sich jeden Konsum leisten konnte, wie andererseits durch eine quantitativ sehr breite Unterschicht mit unzureichender Kaufkraft gekennzeichnet."

Nun, mit einer sozialen Marktwirtschaft im Sinne Ludwig Erhards (von vielen auch als "rheinischer Kapitalismus" bezeichnet) hat die Realität heute zweifelsohne nichts mehr zu tun, denn wir haben heute in Deutschland auf der einen Seite wieder eine dünne Oberschicht, die sich jeden Konsum und jeden Luxus leisten kann, und auf der anderen Seite eine immer größer werdende Unterschicht mit unzureichender Kaufkraft.

Oder wie anders ist die Tatsache zu beurteilen, dass in Deutschland inzwischen auf der einen Seite "Manager" und Banker Gehälter, Bonuszahlungen und Abfindungen in zweistelliger Millionenhöhe kassieren, der reichste Bürger dieses Landes ein Vermögen von rund 17 Milliarden Euro (=17.000.000.000 Euro, also den Gegenwert von 30.000 bis 35.000 Einfamilienhäusern) besitzt und auf der anderen Seite inzwischen mehr als eine Million Bürger, die 40 Stunden in der Woche arbeiten, einen Lohn bekommen, der unterhalb des Existenzminimums liegt, weil es im "Sozialstaat" Deutschland im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern und der USA nicht einmal einen gesetzlichen Mindestlohn gibt.

Wenn Sie wissen und verstehen wollen, mit welchen Parolen, Schlagwörtern und angeblichen volkswirtschaftlichen "Sachzwängen" solche Diskrepanzen, im "Sozialstaat" Deutschland von den Neoliberalen (oder treffender gesagt: den Marktradikalen) ideologisch gerechtfertigt werden, wie das Primat des "gerechten" Marktes über kurz oder lang den Sozialstaat zerstört und schließlich auch die Demokratie gefährdet, dann hilft die Lektüre des Buches von Christoph Butterwegge, Bettina Lösch und Ralf Ptak zweifelsohne ein großes Stück weiter.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragendes Buch 7. Juni 2012
Von casafiag
Format:Taschenbuch
Diese umfangreiche Abhandlung über die Wurzeln neoliberaler Strömungen bis hin zur konkreten Ausgestaltungen in der heutigen Politk bietet dem Leser gute Einblicke in das momentane Wirtschaftsgeschehen. Mit zahlreichen Quellen und vielen uns allen bekannten Beispielen wird sehr gut belegt, wie der Sozialstaat Deutschland unter alleiniger Betrachtung ökonomischer Kriterien zu einem neoliberalen Wirtschaftstaat umgebaut wird. Nach der Lektüre fragt sich der Leser, ob das der demokratische Wille des deutschen Volkes ist.
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16 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen interessant 19. Januar 2009
Von weißnich
Format:Taschenbuch
Die Autoren führen in den Neoliberalismus in seiner ideologischen, argumentativen und (real)politischen Gestalt ein und beleuchten ihn kritisch. Es handelt sich hierbei sowohl um eine wissenschaftliche Arbeit, die frei ist von Populismus und ein hohes und fachgerechtes Sprachniveau aufweist, als auch um eine politische Kampfschrift zur Verteidigung des unter Beschuss geratenen Sozialstaats.
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