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Krise und Untergang der Römischen Republik [Gebundene Ausgabe]

Karl Christ
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Krise und Untergang der römischen Republik Krise und Untergang der römischen Republik 4.0 von 5 Sternen (1)
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Kurzbeschreibung

2000
Diese Monographie bietet eine moderne Gesamtdarstellung des historischen Prozesses zwischen 200 und 30 v.Chr. Im Mittelpunkt stehen die dramatischen Ereignisse in der Stadt Rom und in Italien: Triumph und Niedergang der römischen Nobilität, die Reformversuche der Gracchen, das Zeitalter der Bürgerkriege unter Marius und Sulla, Pompeius und Caesar, Antonius und Octavian bis zur Begründung des Prinzipats.


Produktinformation


Produktbeschreibungen

Über den Autor

Karl Christ, geb. 1923, war bis zu seiner Emeritierung Professor für Alte Geschichte an der Philipps-Universität Marburg. Bei der WBG erschien von ihm zuletzt in der Reihe ›Gestalten der Antike‹ der Band ›Hannibal‹ (2003). -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Althistoriker kommt an diesem Werk vorbei... 30. Januar 2007
Von O. Miller
Format:Gebundene Ausgabe
ZUM BUCH: Vom Schreibstiel her ist das Buch sehr gut geschrieben. Verständlich, klar und ohne Schnörkel wird der Inhalt rübergebracht. Auch von den Deatils her wirkt das Werk überhaupt nicht überfrachtet, sondern ist klar strukturiert und gut zu lesen.

ZUM INHALT: Die Jahre 200 v. Chr. bis 27 v. Chr. gelten unter Historikern als die Krise der römsichen Republik. Viel ist darüber geschrieben worden. Doch Chrsit setzt Maßstäbe. Inhaltlich ist dieses Buch das umfassenste und genaueste Werk zu diesem Thema aus dem deutschsprachigen Raum Vor allem die Wichtigen Zusammenhänge zwischen aussenpolitischer Expansion und innenpolitischen Problemen, die von den römischen Optimaten und Popularen, sei es durch die Gracchen, durch die Drusi oder durch die Versuche des Appuleius nicht gelöst werden konnten. Das Buch ist DAS Standartwerk und kann sich mit der internationalen Konkurenz, etwa Symes -The Roman Revolution- in jeder hinsicht messen!

FAZIT: Für interessierte Leser zu empfehlen, für Studenten ein absolutes Muß!
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33 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kenntnisreich und sehr gut lesbar 18. März 2005
Format:Gebundene Ausgabe
KRISE UND UNTERGANG DER RÖMISCHEN REPUBLIK behandelt in kenntnisreicher, gut verständlicher und angenehm lesbarer Weise die Geschichte der Römischen Republik von etwa 200 v.Chr. (Ende zweiter punischer Krieg) bis zum Jahr 30 v.Chr. (Actium). In der Detailliertheit der Darstellung unterscheiden sich die besprochenen Zeitabschnitte und Themen z.T. stark, einmal, da C. sein Hauptaugenmerk auf die Vorgänge in Rom/Italien richtet, zum anderen, da sich die erhaltenen Quellen in Umfang und Qualität z.T. deutlich unterscheiden. Zur Verständlichkeit trägt der Ansatz Cs. bei, zuerst eine „Gesamtdarstellung des historischen Prozesses" zu geben. Erst auf Basis dieser Darstellung der Ereignisgeschichte und in diese integriert bietet er eine „Analyse der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und geistigen Entwicklung" (S. XIII). Interessant macht dieses Buch außerdem das Bemühen, an zentralen Punkten wichtige Stellungnahmen der älteren Forschung aufzunehmen und somit zumindest teilweise eine wissenschaftsgeschichtliche Perspektive zu den angesprochenen Fragen zu bieten. An einigen Stellen merkt man m.E., daß die ersten Auflagen aus den 70/80er Jahren stammen; z.B. wenn C. in Auseinandersetzung mit der marxistischen Forschung von der „neueren sowjetrussischen Forschung" (S. 247) und der „Geschichtsschreibung der DDR" (S. (87) in einer Weise schreibt, die sehr gegenwärtig klingt. Das mindert den Wert des Buches aber nicht im geringsten.

In einem Einleitungskapitel grenzt C. das Thema zeitlich und inhaltlich ein und problematisiert es im Kontext der modernen Forschung. Hier erläutert er auch sein Abweichen von der konventionellen Periodisierung der Republik, die zumeist das Jahr 133 v.Chr. (Volkstribunat des Ti....

Die folgenden beiden Kapitel befassen sich mit der römischen Expansion im Westen und Osten zwischen 201 und 133/128 v.Chr.. Hierbei liegt das Augenmerk zuerst v.a. auf der Intensivierung der römischen Herrschaft in Italien und der Expansion in Spanien bis zur Einnahme Numantias. Dann folgt der Eintritt Roms in die hellenistische Welt. Nach einem kurzem Überblick über die Entwicklung der hellenistischen Staaten stehen die Kontakte und Konflikte Roms mit Antiochos III. und Philipp V. im Vordergrund und diese mit den Griechen von deren `Befreiung' durch T. Flaminius bis zur Zerstörung Korinths 146 v.Chr.. Außerdem werden die Politik Roms in Kleinasien bis zum Aristonikosaufstand und der Niedergang des Seleukidenreichs bis zum Makkabäeraufstand besprochen. Am Ende steht eine kritische Wertung der Politik Roms gegenüber den hellenistischen Großmächten. Wie C. feststellt, „ist die römische Expansion, vom Resultat her gesehen, alles andere als eine `Weltherrschaft wider Willen'. Doch ist es ebenso mißverständlich, die römische Politik als `imperialistisch' zu bezeichnen." (S. 66)

Dann folgen zwei Kapitel, die sich weitestgehend der inneren Entwicklung Roms im zweitem Jahrhundert widmen. Zuerst stellt C. u.a. die Veränderungen der Wirtschaftsstruktur in den Bereichen Agrarwirtschaft und Handwerk dar, wendet sich dann der Entwicklung der Sklaverei zu, um daraufhin die römische Führungsschicht exemplarisch an den Beispielen Marcus Cato und Scipio Aemilianus zu betrachten. Außerdem werden das Bundesgenossensystem sowie die Entwicklungen in den Bereichen Religion, Literatur und Kunst dargestellt. Darauf folgt eine ausführliche Darstellung und Bewertung der Reformversuche der Gracchen und ihrer Folgen. Diese wollten, wie C. feststellt, „allem Anschein nach keinen gewaltsamen Umsturz von Gesellschaft, Verfassung und Staat, sie haben ihn jedenfalls nicht planmäßig vorbereitet. Doch sie führten Situationen herbei, die durchaus in einen Umsturz münden konnten." (S. 148)

Jetzt wendet sich C. in den folgenden beiden Kapiteln der römischen Politik im Zeitalter des Marius und Sulla sowie dem Zusammenbruch des sullanischen Systems zu. Er skizziert die außenpolitischen Probleme und den Aufstieg des Marius in den Kriegen gegen Jughurta und die Kimbern und Teutonen, seine folgenreiche Heeresreform und sein innenpolitisches Scheitern in der Krisenzeit um das Jahr 100 v.Chr.. Daraufhin rückt der Konflikt mit den Bundesgenossen und der folgende Bundesgenossenkrieg in den Vordergrund, und schließlich der Bürgerkrieg zwischen Marius/Cinna und Sulla, der dann, unterbrochen von den Auseinandersetzungen mit Mithradates VI., mit dem Sieg und der Restaurationspolitik Sullas endete. Nach einer Einführenden Schilderung der Innenpolitik nach Sulla steht ganz die Person des Pompeius im Mittelpunkt. C. wendet sich dem Sertoriusaufstand, der Seeräuberfrage und dem Spartacusaufstand zu, um dann die großen Imperien des Pompeius und seine Neuordnung des gesamten Ostens zu besprechen, unterbrochen von einer Schilderung der catilinarischen Verschwörung. Das Kapitel endet mit einem Schlüsselereignis der römischen Geschichte, der Bildung des 1. Triumvirats, u.a. eine Folge der innenpolitischen Probleme des Pompeius nach seiner triumphalen Rückkehr.

Die Hauptperson des umfangreichen siebten Kapitel ist Caesar. Von seinem ersten Konsulat und der römischen Innenpolitik im Schatten der Triumvirn, über den schrittweisen Zerfall des Triumvirats - v.a. nach dem verlorenen Partherkrieg des Crassus - bis hin zur blutigen Unterwerfung Galliens wird der stetige Aufstieg Caesars nachgezeichnet. Dann folgen der Bürgerkrieg, Caesars Diktatur und schließlich die Iden des März. Am Ende steht eine kritische Würdigung des Lebens und Wirkens Caesars.

Im achten Kapitel wendet sich C. der Kultur- und Geistesgeschichte des 1. Jahrhunderts zu. Besprochen werden Entwicklungen im Bereich der Religion, Philosophie, Dichtung (Catull, Lukrez), Geschichtsschreibung (u.a. Polybius, Sallust), Rhetorik (L. Crassus, Hortensius, Cicero,...), Rechtswissenschaft, Wissenschaft (M. Varro) und Kunst.

Im letzten Kapitel bespricht C. den Aufstieg Octavians und die Begründung des Principats. Die unübersichtliche Lage nach dem Tod Caesars, das plötzliche Auftreten Octavians und die Rückkehr Ciceros auf die politische Bühne, der folgenden Konflikt mit Marcus Antonius und die Entwicklung bis zur Einigung zwischen Marcus Antonius und Octavian, dem 2. Triumvirat (mit Lepidus) werden geschildert. Dann wendet sich C. der Entwicklung dieses zweiten Triumvirats zu, dem langsamen aber immer deutlicher werdenden Aufstieg Octavians, der Ausschaltung des Sextus Pompeius und des Lepidus und schließlich dem Konflikt zwischen den beiden verbliebenen Triumvirn, der mit dem Untergang des Marcus Antonius endet.

Im Anhang finden sich eine ausführliche Zeittafel der wichtigsten Ereignisse jeweils im westlichen und östlichen Mittelmeerraum und Italien, eine thematisch geordnete und knapp kommentierte Bibliographie sowie ein Nachtrag dazu von 2000, ein Verzeichnis der Abbildungen und ein Register, das den Zugriff auf einzelne Themen sehr erleichtert. Karl Christ ist Prof. em. für Alte Geschichte, Universität Marburg, Dtld. Lesen Sie weiter... ›

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30 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klare Darstellung zum Untergang eines Weltreiches 24. August 2001
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Im Rahmen meiner Zwischenprüfung für das Fach Alte Geschichte habe ich mich in meiner Vorbereitung besonders auf dieses Buch gestützt, da es die römische Geschichte vom 3. Jahrhundert v.Chr. bis zur Begündung des Prinzipats im Jahre 27 v.Chr. in klaren, verständlichen Worten nachzeichnet. In neun großen Kapiteln, die noch mehrfach untergliedert sind - sehr hilfreich für den Leser, da sich dieser das Wissen so gut dosiert aneignen kann -, wird die Entwicklung des Römischen Reiches Schritt für Schritt vom alles beherrschenden Weltreich bis zum Untergang dargestellt. Das achte Kapitel hat Christ voll und ganz der Kulturgeschichte gewidmet, die auf Grund eines Cicero oder eines Catull ebensowenig vernachlässigt werden darf wie der Zusammenbruch der innerstädtischen Verwaltungsordnung in Rom und somit im Reich. Das Buch ist leicht zu lesen, und was besonders erstaunlich für einen Althistoriker ist: Christ verzichtet gänzlich auf lateinische Zitate, die dem Verständnis des Textes mitunter sehr hinderlich sein können. Eine ausführliche Bibliographie zu jedem einzelnen Kapitel rundet dieses "Überblicks-Lehrbuch" ab.
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