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Krzysztof Krawczyk ist ein gold- und platindekorierter Vokalist, der seit den Sechzigern sowohl solo als auch im Bandkontext agiert. Seine Karriere führte ihn aber auch jenseits der Oder, gar in die USA, wo er mit Presley-Arrangeur David Briggs tüftelte, kürzlich schloss er sich auch mit dem hippen House-Musiker Smolik zusammen. Das Treffen der Rock-Recken von Polen und Bosnien ist ein Garant für Kurzweil: von den zackigen Blasattacken in der Eröffnung, über den melancholischen Sprechgesang in "Platna Milosc" bis zum Ausspielen des pathetischen Melos von Krawczyk im Titelstück reicht schon die Eingangspalette.
Später bekommt man einen Klassiker von Gorans bosnischer Band Bijelo Dugme in neuem Gewand serviert und erlebt, wie Krawczyk gekonnt in die Rollen von Bregovics einstigen Studiogästen Iggy Pop und Scott Walker schlüpft. "Witaj Gosciu" schließlich ist mit perlender Bouzouki und Geigenschmelz ein Highlight für die Liebhaber von Gypsy-Balladen. Schwierigkeiten wird ein deutsches Weltmusik-Publikum jedoch mit dem opernhaften Schmachtfetzen am Schluss haben, der Bregovics Komponierkünste von einem für uns untypischen Winkel beleuchtet.
Alles in allem jedoch eine weitere bezwingende panslawische Verbrüderung, die ein wenig kurz geraten ist (Spieldauer 42 Minuten) und -- dafür war bei Kayah & Bregovic noch gesorgt -- leider keine Übersetzungen mitliefert. --Stefan Franzen
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Nach einer so hervorragenden Vorlage, die sich Bregovic selbst mit seinem früheren Album "Kayah & Bregovic" geliefert hat, war es natürlich schwer, diese zu übertreffen.
Bregovic hat dieses Problem aber wieder einmal elegant gelöst, indem er sich eben nicht selbst kopiert hat, sondern nur seiner schöpferischen Linie treu geblieben ist. Natürlich trägt dieses Album unverkennbar seine Handschrift. Und auch hier begegnen uns wieder bereits bekannte Titel aus dem Repertoire Bregovic's, allerdings in einen anderen Auswahl als bei "Kayah & Bregovic".
Bei sovielen Vergleichen und Parallelen mit dem Album "Kayah & Bregovic" muss ich aber auch den völlig eigenständigen Charakter dieses Albums noch einmal heraus stellen. Die komplett neuen Arrangements und Texte widerlegen sofort den Verdacht eines langweiligen Abklatsches der "wieder verwerteten" Titel. Und nicht zuletzt sorgt der ausgezeichnete und bekannte polnische Sänger Kris Krawczyk (obwohl er im Gegensatz zu Kayah die polnischen Texte nicht selbst schrieb) für eine eigene Note.
Das Beiheft ist sehr umfangreich, mit allen Texten im Original, abgerundet durch einige nette Fotos von Kris & Goran. Einen Haken muss ich aber leider fest stellen: eine Übersetzung der Texte fehlt. Damit kann ich mir zwar mit den Kenntnissen einer slawischen Sprache ein ungefähres Bild der geschriebenen Texte machen, ein echtes Verständnis ist - zumindest mir persönlich - damit aber nicht möglich.
Fazit: eigentlich kann man dieses Album nicht wirklich mit dem von mir bereits mehrfach erwähnten "Kayah & Bregovic" vergleichen. Die Unterschiede sind mit Sicherheit ebenso groß wie der Gemeinsamkeiten.
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