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Drei Kriminalromane. Der Richter und sein Henker. Der Verdacht. Das Versprechen
 
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Drei Kriminalromane. Der Richter und sein Henker. Der Verdacht. Das Versprechen [Gebundene Ausgabe]

Friedrich Dürrenmatt
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Friedrich Dürrenmatt hatte einfach zuviel kriminelle Energie. Das jedenfalls glaubte seine Frau, als der permanent klamme Schriftsteller ihr plötzlich 500 Franken präsentierte. Die konnte ihr Mann eigentlich nur gestohlen haben, mutmaßte Frau Dürrenmatt. Das war aber detektivisch falsch geschlossen. Denn Dürrenmatt hatte keineswegs zu viel kriminelle Energie, sondern glücklicherweise genau genügend kriminelle Phantasie. Und das Geld war der Vorschuss für seinen ersten Kriminalroman.

Den Krimiklassiker Der Richter und sein Henker um Kommissar Bärlach und seinen Widersacher Gastmann schrieb Dürrenmatt 1950 tatsächlich, um etwas daran zu verdienen. Seitdem gehört das Buch zur Schullektüre. Das Versprechen kennt man meistens nicht vom Lesen, sondern weil Gert Fröbe den bösen Kindermörder so faszinierend hilflos-grausam im Kinofilm spielte (und weil ja auch Heinz Rühmann ganz passabel war). Die politische -- und literarisch tatsächlich etwas schwächere -- Bärlach-Fortsetzung Der Verdacht indes, die sich mit der Nachkriegszeit und ihrer Nazi-Vergangenheit auseinander setzt, ist weitgehend unbekannt. Jetzt endlich gibt es die Drei Kriminalromane bei Dürrenmatts Hausverlag Diogenes in einer schönen Aufmachung -- und in überaus handlichem Format -- in einem Band. Und die präsentieren sich auch nach über 50 Jahren überraschend frisch.

Drei Kriminalromane ist ideal für alle, die wissen wollen, ob Der Richter und sein Henker immer noch so spannend wirkt wie bei der Schullektüre. Oder die erkennen wollen, dass Dürrenmatt seine Figuren eigentlich psychologisch viel besser gezeichnet hat als Rühmann sie spielt. --Stefan Kellerer

Kurzbeschreibung

Die Hauptthematik von Der Richter und sein Henker findet man unter anderem bei Dashiell Hammett, Rex Stout, Raymond Chandler und Georges Simenon. Grundthema: der Kampf zweier Parteien, deren eine ein einzelner Detektiv ist. Die gute Partei, Inspektor B„rlach, ist todkrank, und es bleibt ihm nicht mehr viel Zeit, den Verbrecher Gastmann zu berfhren.
In Der Verdacht geht es nicht darum, herauszufinden, wer der M”rder ist, sondern darum, ob und wie Kommissar B„rlach wieder aus der Falle kommt, in die er hineingeraten ist. B„rlach hat eine Operation berstanden, und man nimmt an, daá er noch ein Jahr leben wird. Er liegt im Salemspital in Bern und liest symbolischerweise in der Zeitschrift Life. Ein Bild erweckt den Verdacht seines Arztes -, daá n„mlich der berchtigte Arzt Nehle, der im Konzentrationslager Stutthof ohne Narkose operierte, mit Dr. Emmenberger, dem Vorsteher einer Zrcher Privatklinik, identisch sei. B„rlach h„tte allen Grund, anderen die Prfung dieses Falles zu berla ssen. Es ist keine moralische Verpflichtung, die ihn treibt, sondern ein unb„ndiger Trotz, in dieser Welt zu bestehen und fr eine andere, bessere zu k„mpfen auch mit diesem jammervollen Leib, an welchem der Krebs fraá. In der besten Tradition der tough private eyes.
In "Das Versprechen" jagt Kommiss„r Matth„i verbissen nach einem Kinderm”rder. Um ihn zur Strecke zu bringen, scheut er keine Gefahr... Und das hat Folgen.

Über den Autor

Am 5. Januar 1921 kam Friedrich Dürrenmatt in Konolfingen im Kanton Bern als Sohn eines Pfarrers zur Welt. Er studierte in Zürich und Bern Theologie, Literatur, Philosophie und Naturwissenschaften. Eigentlich wollte er Maler werden, schrieb aber schon in den 40er Jahren Erzählungen. 1947 löste sein Drama 'Es steht geschrieben' einen Theaterskandal aus. Ab 1952 lebte Dürrenmatt in Neuchâtel. Mit dem Drama 'Der Besuch der alten Dame' (1956) hatte er einen Welterfolg. 1968 wurde er Theaterdirektor in Basel. In dieser Zeit schrieb er viele Neufassungen seiner älteren Werke. Friedrich Dürrenmatt starb am 14.12.1990 in Neuchâtel.
Seine erzählerischen Werke sind oft Detektivgeschichten, und seine Dramen sind oft Tragikomödien, in denen es Elemente von Satire, Farce, und schwarzem Humor gibt. Ein zentrales Thema seiner Werke ist die Macht und die Frage der Verantwortung in einer scheinbar chaotischen Welt.
1986 wurde Friedrich Dürrenmatt mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet.
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