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Kriminalgeschichte des Christentums: Band 9: Mitte des 16. bis Anfang des 18. Jahrhunderts. Vom Völkermord in der Neuen Welt bis zum Beginn der Aufklärung
 
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Kriminalgeschichte des Christentums: Band 9: Mitte des 16. bis Anfang des 18. Jahrhunderts. Vom Völkermord in der Neuen Welt bis zum Beginn der Aufklärung [Taschenbuch]

Karlheinz Deschner
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 464 Seiten
  • Verlag: rororo (1. April 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499624435
  • ISBN-13: 978-3499624438
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,6 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 182.232 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Karlheinz Deschner
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Hundertfünfzig Jahre ­Grausamkeit Mitte des 16. Jahrhunderts feiert die Kirche die völkermörderische Eroberung Lateinamerikas. In Europa liegen fast alle christlichen Mächte im Krieg. Die Hexenverfolgungen streben dem Höhepunkt zu; der Jesuitenorden wird zum Hauptakteur der Gegenreformation. Dieser Band schließt mit den Katastrophen des 17. Jahrhunderts: dem Dreißigjährigen Krieg, dem bald ein zweiter folgt. «Etwas Vergleichbares in dieser Materialfülle und Exaktheit gibt es leider für keine andere Religion der Welt ... Es ist gewiss nicht übertrieben, wenn der Münchner Philosophieprofessor Wolfgang Stegmüller Karlheinz Deschner den ‹bedeutendsten Kirchen­kritiker› des 20. Jahrhunderts genannt hat.» Karl Corino in seiner Laudatio anlässlich der Verleihung des Wolfram-von-Eschenbach-Preises an Deschner «Deschner ist der wohl kompromissloseste Autor und Denker im deutschsprachigen Raum.» Die Weltwoche, Zürich «Wer Weltgeschichte nicht als Kriminalgeschichte schreibt,ist ihr Komplize.» Karlheinz Deschner

Über den Autor

Karlheinz Deschner, geboren 1924 in Bamberg. Im Krieg Soldat, schloß sein Studium der Theologie, Philosophie, Literaturwissenschaft und Geschichte mit der Promotion ab. Seit 1957 veröffentlicht Deschner seine entlarvenden und provozierenden Geschichtswerke zur Religions- und Kirchenkritik. Der forschende Schriftsteller lebt in Haßfurt am Main. Für sein aufklärerisches Engagement und für sein literarisches Werk wurde Karlheinz Deschner 1988 - nach Wolfgang Koeppen, Hans Wollschläger, Peter Rühmkorf - mit dem Arno-Schmidt-Preis ausgezeichnet. Im Juni 1993 erhielt er - nach Walter Jens, Dieter Hildebrandt, Gerhard Zwerenz, Robert Jungk - den Alternativen Büchnerpreis und im Juli 1993 - nach Andrej Sacharow und Alexander Dubcek - als erster Deutscher mit dem International Humanist Award. Im September 2001 erhielt Deschner den Erwin-Fischer-Preis des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten, im November 2001 den Ludwig-Feuerbach-Preis des Bundes für Geistesfreiheit Bayern, Augsburg. Der forschende Autor lebt in dem tief katholisch geprägten Frankenstädtchen Haßfurt am Main und bereitet Band 10 vor.

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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Klaus Grunenberg VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Karheinz Deschner hat wieder zugeschlagen, könnte man sagen. Und, in der Tat, auf gut 400 Seiten mit einem breiten Anhang, erscheint die Zeit von der "Mitte des 16. bis Anfang des 18. Jahrhunderts" in wiederum bildhafter Sprache mit vielen Seitenblicken und Verweisen auf Nebensächlichkeiten, die allerdings meist interessant sind. Wiederum beschert uns der Autor auch, wie nebenbei, ein weites Feld historischer Betrachtung.

Ein großes "Beackerungs-Feld" nimmt nun das Konzil von Trient ein, dessen Entstehungsgeschichte und die Wirksamkeit der Jesuiten, der Dreißigjährige Krieg naturellement, die sich weiter entwickelnde Kleinstaaterei mit deren eigenen, sich protzig aufspielenden Herrschern, immer noch oder wieder dem edlen, herrschaftlichen Sinn der Renaissance verpflichtet. Dazu kommen wohl der Forschung verpflichtete (gottseidank!), wie schon angedeutet, "Nebensächlichkeiten", die aber keine sind, denn sie zeigen die Situationen in den Regionen (Franken, Köln, Münster usw.) auf, wobei man vielleicht die oberitalienischen Regionen auch näher ins Blickfeld hätte nehmen sollen, den Lago Maggiore etwa, Florenz oder Parma, Pisa, Lucca, Siena und seine Bank und die entstehenden Aversionen zwar nur einzelner Personen (Franz von Assisi) gegenüber der sich schon damals ausbreitenden Macht des Geldes. Übrigens, der fränkische Bischof Julius Echter von Mespelbrunn wird, wenn auch relativ kurz, doch gezielt beschrieben und nicht nur seine herrlichen Bauten, sondern auch sein Vorgehen gegenüber reformierten Christen bis hin zum Scheiterhaufen sogar in eigenen Öfen.
Nun gut, das ist ein weites Feld und fand nicht sobald ein Ende, wie wir wissen.

Die Initiativen der Jesuiten allerdings werden beschrieben, auch deren sogenannte "Reduktionen" in Südamerika, von manchen auch als "Jesuitenstaaten" genannt.
Ignatius von Loyola, dem Gründer des Jesuitenordens wird breiter Raum gewidmet,
ja fast scheint es, als versuche sich Deschner hier etwas romanhaft auzulassen, was Erstaunen und zugleich Schmuzeln erzeugt.
Neben dem Dreißigjährigen Krieg wird sodann zum Schluss auf Frankreich abgehoben,
auf den Sonnenkönig und sein "gutchristliches" Verhalten als Kriegstreiber und wohl sehr beliebtes Vorbild für gleichzeitige und spätere Nachahmer. Ja, die Entststehung von Militärischem im modernen Sinn hat hier wohl ihren Anfang zu verzeichnen.
Das Buch hat wieder viel Gehalt. Die genaue Beschreibung der Reformation und der Gegenreformation, der Kriege und der Verfolgungen bis aufs Blut oder bis zum Scheiterhaufen, das sich gegenseitige Vernichten, auch oder gerade unter dem Vorwand religiöser "Überzeugungen", das alles sollte auch eine Warnung für uns sein. Die Annehmlichkeiten oder gar guten Veränderungen durch Kirche oder ihre Instituionen, Kulturentwicklung, Modernisierung in jedem Bereich bis zum heutigen Tag, das alles ist nicht in der Zielsetzung des Autors Karlheinz Deschner enthalten, da müßte der Titel anders heißen, er heißt aber "Kriminalgeschichte", was gegebenenfalls zu beachten wäre.
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