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Kriminalgeschichte des Christentums: Das 13. und 14. Jahrhundert
 
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Kriminalgeschichte des Christentums: Das 13. und 14. Jahrhundert [Taschenbuch]

Karlheinz Deschner
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 576 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 2 (1. August 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499615118
  • ISBN-13: 978-3499615115
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 295.518 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Karlheinz Deschner
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

"Das Mittelalter", sagte Nietzsche, "ist die Zeit der größten Leidenschaften." Wie diese Leidenschaften sich austobten im 13. und 14. Jahrhundert, zeigt Karlheinz Deschner im 7. Band seiner "Kriminalgeschichte des Christentums". Am Anfang steht der Staufer-Kaiser Heinrich VI., der von 1190 bis 1197 regierte und die Weltherrschaft beanspruchte - auch ohne Absegnung durch den Papst. Am Ende der Epoche steht Kaiser Ludwig IV. der Bayer, der das Heilige Römische Reich bis 1347 regierte. Mächtigster Gegenspieler des Imperiums während dieser beiden Jahrhunderte war Papst Gregor IX. (1227 - 1241), der vom Kaiser sein angemaßtes Recht auf immer neue Kreuzzüge einforderte und im Inneren für Staatssicherheit sorgte durch die Einführung der Inquisition. In diese Zeit fallen: der Sturz der Staufer und das Ende der päpstlichen Universalherrschaft, die Bulle Unam Santam, die Sizilianische Vesper, die "Babylonische Gefangenschaft" der Päpste im Exil von Avignon, immer verheerendere Judenpogrome, Kreuzzüge in alle Himmelsrichtungen, darunter der Kreuzzug Friedrich II., die Kreuzzüge Ludwigs des Heiligen nach Ägypten und nach Tunis, die Kreuzzüge von Christen gegen Christen, der groteske Kinderkreuzzug, die Vernichtung der Templer, die Ausrottung der "Heiden" im Nordosten - und nicht zuletzt die totalitäre Inquisition, die jegliche Regung freiheitlicher Geister ersticken sollte.

Über den Autor

Karlheinz Deschner, geboren 1924 in Bamberg. Im Krieg Soldat, schloß sein Studium der Theologie, Philosophie, Literaturwissenschaft und Geschichte mit der Promotion ab. Seit 1957 veröffentlicht Deschner seine entlarvenden und provozierenden Geschichtswerke zur Religions- und Kirchenkritik. Der forschende Schriftsteller lebt in Haßfurt am Main. Für sein aufklärerisches Engagement und für sein literarisches Werk wurde Karlheinz Deschner 1988 - nach Wolfgang Koeppen, Hans Wollschläger, Peter Rühmkorf - mit dem Arno-Schmidt-Preis ausgezeichnet. Im Juni 1993 erhielt er - nach Walter Jens, Dieter Hildebrandt, Gerhard Zwerenz, Robert Jungk - den Alternativen Büchnerpreis und im Juli 1993 - nach Andrej Sacharow und Alexander Dubcek - als erster Deutscher mit dem International Humanist Award. Im September 2001 erhielt Deschner den Erwin-Fischer-Preis des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten, im November 2001 den Ludwig-Feuerbach-Preis des Bundes für Geistesfreiheit Bayern, Augsburg. Der forschende Autor lebt in dem tief katholisch geprägten Frankenstädtchen Haßfurt am Main und bereitet Band 10 vor.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Pflichtlektüre! 20. Mai 2007
Format:Taschenbuch
Auch dieser Band seiner Kriminalgeschichte des Christentums zeigt Deschner voll auf seiner Höhe. Seine Gabe, die Dinge prägnant auf den Punkt zu bringen, der energische Schwung seiner Rede erinnern deutlich an Nietzsche; sein Talent, Pfeile pointenreich zugespitzt mit einer saftigen Dosis Satire zu verschiessen, an Voltaire.

Endlich einer, der die Dinge beim Namen nennt!

Dass des Lesers Begeisterung indessen nicht vollends in lauten Jubel ausbricht, liegt in der Sache selbst begründet. Denn was Deschner da vor unseren Augen wiederauferstehen und Revue passieren lässt, ist ein unübersehbares Meer der menschlichen Niedertracht, des vor keiner Grausamkeit zurückschreckenden Machttriebs und unvorstellbaren Leidens. Dem Leser bleibt das Lachen gewissermassen im Halse stecken. Auch wenn diese Ereignisse sieben- bis achthundert Jahre zurückliegen, erfüllen sie uns doch mit einer Mischung aus tiefer Empörung und bestürzter Anteilnahme.

Wer sich mit dieser bewegten Epoche beschäftigt, für den führt kein Weg am vorliegenden Werk vorbei. Denn angesichts der fundamentalen Bedeutung der Kirche für die abendländische Geschichte ist Deschners Kriminalgeschichte ebenso wie sein ganzes Werk keineswegs nur von religions- oder kirchengeschichtlichem Interesse.

Was Deschner da ans Tageslicht schafft, sind gewöhnlich Vorgänge, die von der gängigen Geschichtsschreibung notorisch verzerrt, beschönigt oder einfach unterschlagen werden. Deschner lässt es sich denn auch nicht nehmen, immer wieder die betreffenden geradezu skandalösen Passagen der sogenannten Referenz- und Standardwerke zu zitieren.

Es mag nun überaus verwunderlich erscheinen, wie man nach der Lektüre Deschners überhaupt noch Katholik sein kann. Doch erstens kann man Deschners Behauptungen schlicht apriori anzweifeln und sich damit zufrieden geben. Denn wäre er ernstzunehmen, hätte die Kirche dann nicht schon längst einen ihrer vielen klugen Geister entsandt, um ihm das Handwerk zu legen? Oder man sagt sich, jene Zeiten seien nun mal rauh und auch die Diener Gottes Kinder ihrer Zeit gewesen. Und vor allem: die heutige Kirche sei nun mal ganz anders. So entledigt man sich des ganzen Deschner mit einer Handbewegung, rettet seinen Glauben und Punkt.

Hier fehlt gewissermassen ein Deschner zweiter Instanz, der nachsetzte und derlei Argumentationen den Fluchtweg abschneidet.

Ferner ist in der Tat verwunderlich, warum die Kirche Deschners Fehdehandschuh nicht aufgenommen hat und offenbar vorzieht, ihn totzuschweigen. Wo sind die einst für ihren Scharfsinn bekannten Jesuiten, wo die katholischen Historiker? Man möchte ihnen zurufen: Stehet auf und werfet nieder Euren mächtigen Widersacher aus Hassfurt!

Aber vielleicht hat man ja nicht mehr als das berühmte Haar in der Suppe gefunden. Vielleicht weiss man, dass man in einer offenen Auseinandersetzung den Kürzeren ziehen würde.

Dass man ihm unterdessen nicht am Zeug hat flicken können ist ausgesprochen erstaunlich. Denn wenn Deschner zwar mit Hilfe zahlreicher Gelehrter, aber doch letztlich als einzelner die herkulische Aufgabe unternonmen hat, zwei Jahrtausende abendländischer Geschichte aufzuarbeiten, wäre nur allzu natürlich, wenn ihm dabei sogar zahlreiche historische Ungenauigkeiten unterliefen.

Und doch: angesichts der Tatsache, dass ihm bereits 80 Lebensjahre vergönnt waren, möchte man doch fast wieder an die Existenz Gottes glauben. Gebe dieser also, dass Deschner und seinem Schaffen noch viele Jahre beschieden sein mögen!

Und schliesslich vergesse man nicht, der Wahrheit auch in unseren Schulbücher zu ihrem Recht zu verhelfen. Gemäss dem biblischen Gebot: Du sollst nicht lügen.
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22 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sisiphusarbeit 19. April 2005
Von Klaus Grunenberg VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Was Karlheinz Deschner mit seinem 7. Band der "Kriminalgeschichte des Christentums" wieder vorlegt, ist eigentlich als Werk eines Einzigen garnicht vorstellbar und so ist denn tröstlich, daß er einigen Personen in der Widmung für ihren "selbstlosen Beistand" auch dankt.

Somit kann man getrost an das Werk selbst gehen, das das Wirken der Kirche im 13. und 14. Jahrhundert beschreibt (und wie!).

Wie überhaupt in all seinen energisch vorgetragenen Werken bezüglich der Kirche (hauptsächlich der katholischen), zeugt auch dieser Band wieder von erheblicher Kompetenz und es ist erstaunlich, daß diese Energie anscheinend nicht nachläßt. So kann man, wenn man in der Gegend von Hassfurt wohnt, ihn gelegentlich treffen, wie unlängst im schönen Wohnfurt, wo er kundig und und mit Genuß die fränkischen Schönheiten in Natur- und Gebäudegestaltung aufnimmt und auch zu Papier bringt.

Das nämlich ist die andere Seite dieses Kirchenkritikers, die Wahrnehmung von Schönheit, von Buntheit und Eigentümlichkeiten, von Vielgestaltigkeit eben und so gelingen ihm auch wunderbare Werke, wie zum Beispiel "Dornröschenträume und Stallgeruch", eine Liebeserklärung an Franken.

Hier aber, in diesem Werk, seinem Lebensinhalt, wie es scheint, zieht er wieder vom Leder, daß es eine Pracht ist.

Nicht nur wegen der Vielfältigkeit der Intrigengestaltung, die sich im Mittelalter entfaltete zwischen Kaiser und Papst, zwischen den Fürsten untereinander, nein auch wegen der Parallelen heutzutage ist dieses Werk in der Gesamtschau seines zu vollendenen Gesamtvorhabens so wichtig.
Gut, es verschlägt einem doch manchmal den Atem ob der Gefräßigkeit, der unersättlichen Gier der gegeneinander arbeitenden Parteien und wegen der nicht enden wollenden Verzwickung in Lüge und wegen abermaliger Winkelzüge. Doch so sind die Inhaber von Macht nun einmal und sie ändern sich wohl nicht.

So ist dieser 7. Band der "Kriminalgeschichte des Christentums" ein weiterer Stein im Gestaltungsgebäude einer weltlichen und religiösen Macht, die ihre Entfaltung auch weiterhin absichern wird.

Wir werden uns also auf die nächsten Bände konzentrieren und freuen dürfen, wo sich in den folgenden Jahrhunderten ähnliches und noch viel mehr abspielen wird. Genau wie heutzutage und wahrscheinlich weiterhin, denn die Mensche sind doch zu gerne abergläubisch, wie es scheint und das gilt es auzunutzen.

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