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Somit kann man getrost an das Werk selbst gehen, das das Wirken der Kirche im 13. und 14. Jahrhundert beschreibt (und wie!).
Wie überhaupt in all seinen energisch vorgetragenen Werken bezüglich der Kirche (hauptsächlich der katholischen), zeugt auch dieser Band wieder von erheblicher Kompetenz und es ist erstaunlich, daß diese Energie anscheinend nicht nachläßt. So kann man, wenn man in der Gegend von Hassfurt wohnt, ihn gelegentlich treffen, wie unlängst im schönen Wohnfurt, wo er kundig und und mit Genuß die fränkischen Schönheiten in Natur- und Gebäudegestaltung aufnimmt und auch zu Papier bringt.
Das nämlich ist die andere Seite dieses Kirchenkritikers, die Wahrnehmung von Schönheit, von Buntheit und Eigentümlichkeiten, von Vielgestaltigkeit eben und so gelingen ihm auch wunderbare Werke, wie zum Beispiel "Dornröschenträume und Stallgeruch", eine Liebeserklärung an Franken.
Hier aber, in diesem Werk, seinem Lebensinhalt, wie es scheint, zieht er wieder vom Leder, daß es eine Pracht ist.
Nicht nur wegen der Vielfältigkeit der Intrigengestaltung, die sich im Mittelalter entfaltete zwischen Kaiser und Papst, zwischen den Fürsten untereinander, nein auch wegen der Parallelen heutzutage ist dieses Werk in der Gesamtschau seines zu vollendenen Gesamtvorhabens so wichtig.
Gut, es verschlägt einem doch manchmal den Atem ob der Gefräßigkeit, der unersättlichen Gier der gegeneinander arbeitenden Parteien und wegen der nicht enden wollenden Verzwickung in Lüge und wegen abermaliger Winkelzüge. Doch so sind die Inhaber von Macht nun einmal und sie ändern sich wohl nicht.
So ist dieser 7. Band der "Kriminalgeschichte des Christentums" ein weiterer Stein im Gestaltungsgebäude einer weltlichen und religiösen Macht, die ihre Entfaltung auch weiterhin absichern wird.
Wir werden uns also auf die nächsten Bände konzentrieren und freuen dürfen, wo sich in den folgenden Jahrhunderten ähnliches und noch viel mehr abspielen wird. Genau wie heutzutage und wahrscheinlich weiterhin, denn die Mensche sind doch zu gerne abergläubisch, wie es scheint und das gilt es auzunutzen.
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