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Kriminalgeschichte des Christentums. Band 5: 9. und 10. Jahrhundert. Von Ludwig dem Frommen (814) bis zum Tode Ottos III. (1002): BD 5
 
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Kriminalgeschichte des Christentums. Band 5: 9. und 10. Jahrhundert. Von Ludwig dem Frommen (814) bis zum Tode Ottos III. (1002): BD 5 [Gebundene Ausgabe]

Karlheinz Deschner
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Kriminalgeschichte des Christentums. Band 5: 9. und 10. Jahrhundert. Von Ludwig dem Frommen (814) bis zum Tode Ottos III. (1002): BD 5 + Kriminalgeschichte des Christentums. Band 6: 11. und 12. Jahrhundert. Von Kaiser Heinrich II., dem "Heiligen" (1002), bis zum Ende des Dritten ... zum Ende des Dritten Kreuzzugs (1192): BD 6 + Kriminalgeschichte des Christentums. Band 3: Die Alte Kirche. Fälschung, Verdummung, Ausbeutung, Vernichtung: BD 3
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 704 Seiten
  • Verlag: rowohlt; Auflage: 1. Ausgabe (15. Januar 1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3498013041
  • ISBN-13: 978-3498013042
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 15,4 x 4,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 288.666 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Karlheinz Deschner
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Im hier dargestellten 9. und 10. Jahrhundert kommt es zu einer innigen Verfilzung kirchlicher und weltlicher Macht. Der Kaiser schafft sich ein Gegengewicht gegen die stets neidischen Herzöge, indem er Bischöfe und Reichsäbte mit riesigen Ländereien aus dem Königsgut beschenkt und ihnen königliche Hoheitsrechte überträgt. Geistliche Fürstentümer entstehen. Dafür werden die geweihten Herrschaften mit ihren ritterlichen Gefolgsleuten zur Hoffahrt und Heerfahrt verpflichtet. Üppiger als je zuvor blüht der Kriegsdienst des hohen Klerus. Oft hat ein Papst den andern exkommuniziert, verschiedene heilige Väter werden ins Kloster, nicht wenige in den Kerker gesteckt. Beim ersten Papstmord der Geschichte wollte man besonders sicher sein: Bei einer Palastrevolte hat ein frommer Verwandter Johanns VIII. den Papst erst vergiftet, dann «so lange mit einem Hammer geschlagen, bis dieser im Gehirn steckenblieb».

Über den Autor

Karlheinz Deschner, geboren 1924 in Bamberg. Im Krieg Soldat, schloß sein Studium der Theologie, Philosophie, Literaturwissenschaft und Geschichte mit der Promotion ab. Seit 1957 veröffentlicht Deschner seine entlarvenden und provozierenden Geschichtswerke zur Religions- und Kirchenkritik. Der forschende Schriftsteller lebt in Haßfurt am Main. Für sein aufklärerisches Engagement und für sein literarisches Werk wurde Karlheinz Deschner 1988 - nach Wolfgang Koeppen, Hans Wollschläger, Peter Rühmkorf - mit dem Arno-Schmidt-Preis ausgezeichnet. Im Juni 1993 erhielt er - nach Walter Jens, Dieter Hildebrandt, Gerhard Zwerenz, Robert Jungk - den Alternativen Büchnerpreis und im Juli 1993 - nach Andrej Sacharow und Alexander Dubcek - als erster Deutscher mit dem International Humanist Award. Im September 2001 erhielt Deschner den Erwin-Fischer-Preis des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten, im November 2001 den Ludwig-Feuerbach-Preis des Bundes für Geistesfreiheit Bayern, Augsburg. Der forschende Autor lebt in dem tief katholisch geprägten Frankenstädtchen Haßfurt am Main und bereitet Band 10 vor.


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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Opus magnum 29. September 2008
Von Benedictu
Format:Gebundene Ausgabe
Die Kriminalgeschichte des Christentums ist von Methodik, Anspruch und Umfang ein wissenschaftliches Projekt. Trotz der Fürsprache des Wissenschaftstheoretikers und Philosophen Hans Albert ist es aber zu keiner Förderung durch die DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) gekommen. Letztlich waren es private Förderer, die dieses akribisch recherchierte Opus möglich gemacht haben. Für einen weiteren bekannten Wissenschaftstheoretiker, Wolfgang Stegmüller, war Karlheinz Deschner der größte Kirchenkritiker des Jahrhunderts. Ich meine, daß es Deschners Empathie mit den Opfern der Jahrhunderte zuzuschreiben ist, daß er sich eines bissigen und bisweilen aggressiven Tonfalls im Hinblick auf die Täter nicht enthalten konnte. Dieses und weiteres ist Gegenstand heftiger Repliken geworden, die auch die Wissenschaftlichkeit seines historischen Werkes in Frage stellten. Allerdings darf man Deschner sekundieren, daß er Faktendarstellung und ethische Bewertung nicht vermischt. Man muß seine Werturteile eher als Schlußfolgerung verstehen. Dem Leser stünde es frei, zu einer anderen zu kommen. Es zeugt von der hohen Qualität Deschners Arbeit, daß er es ihm dabei alles andere als leicht macht.

Deschners schonungslose Geschichtsschreibung ist keinesfalls als Fundamentalkritik des Katholizismus mißzuverstehen. Wie könnte sie das auch sein? Dafür hätte Deschner auch die wichtigsten Entlastungsmomente aufführen und entkräften müssen. Das war aber von Anfang an nicht seine Absicht. Zur weiteren Versöhnung aufgebrachter christlicher Leser mag der Hinweis beitragen, daß selbst der kompromißlos kirchenkritische Schopenhauer, zu dem Deschner wie Nietzsche eine gemeinsame Affinität aufweisen, die Gewaltlosigkeit des "echten Christentums" geschätzt hat. Der schiere Umfang der Kriminalgeschichte ist eine große Leistung des Autors, aber gleichzeitig ein Problem für den Leser. Ich persönlich gebe nur vier Punkte, weil ich nach der Lektüre des ersten Bandes bereits das Gefühl hatte, die Quintessenz erfaßt zu haben.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Den Band durchziehen (wie alle) zahllose Kriege, diesmal der Franken gegen ihre Nachbarn, vor allem aber gegeneinander. Von Kaiser Ludwig I. dem Frommen und seinen Söhnen und Enkeln, die gegeneinander und gegen ihre Väter zahllose Kriege geführt haben (stets in Gottes Namen), dabei ihre Völker ausgebeutet haben; es kamen viele Millionen Menschen durch Krieg, Hunger und Seuchen um. Die kurze Geschichte der Konradiner, gefolgt von den blutrünstigen Geschichten der Ottonen, Heinrich I. und die drei Ottos. Lesen und schreiben konnte kaum einer, aber Krieg führen, nach alter, guter Christensitte ..., fast ewiger Krieg gegen die Slawen an der Elbe, und natürlich engste Bande zur Kirche, die stets ihren weltlichen Besitz in Demut vergrößert hat.
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