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Kriegsverbrechen im 20. Jahrhundert
 
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Kriegsverbrechen im 20. Jahrhundert [Gebundene Ausgabe]

Wolfram Wette , Gerd R. Ueberschär
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Kriegsverbrechen gehören zur Geschichte des Krieges von dessen Anbeginn an. Ob in den Feldzügen der Antike oder dem Dreißigjährigen Krieg, stets wurden unschuldige Zivilisten Opfer von mordenden und brandschatzenden Soldaten. Im 20. Jahrhundert, diesem "Jahrhundert des Todes", wie es die Herausgeber dieses Sammelbandes nennen, haben Kriegsverbrechen jedoch neue Dimensionen angenommen: Je totaler und brutaler die Kriege geführt werden, desto erschreckendere Formen nehmen die Verbrechen an, die damit einhergehen.

43 internationale Wissenschaftler -- Militärhistoriker, Juristen, Politologen -- untersuchen in diesem Buch Kriegsverbrechen der unterschiedlichsten Art. Sie beginnen mit der Niederschlagung eines Aufstands in Deutsch-Südwestafrika zu Beginn des Jahrhunderts, als die Kolonialherren das einheimische Volk der Herero fast ausrotteten, und enden bei den systematischen Massenvergewaltigungen von Frauen in den Balkankriegen der 90er-Jahre.

Einen Schwerpunkt bilden zu Recht die Verbrechen, die im Zuge des Zweiten Weltkriegs -- zumeist von Deutschen -- begangen wurden: etwa das Massaker von Babij Jar 1941, als Wehrmacht und SS nahe der ukrainischen Hauptstadt Kiew mehr als 30.000 Juden erschossen. Dokumentiert werden darüber hinaus japanische Kriegsverbrechen in China, sowjetische in Polen oder amerikanische in Vietnam.

Die Autoren fragen nach Tätern, Opfern und Hintermännern -- denn oft, das zeigen viele der Beiträge, waren Kriegsverbrechen keine spontanen Gewaltexzesse, sondern wurden systematisch eingesetzt, als Strategie zur Schwächung des Gegners. Eine wichtige Rolle spielen auch die juristischen Anstrengungen, die im vergangenen Jahrhundert unternommen wurden, um Kriegsverbrechen zu verhindern oder wenigstens angemessen zu ahnden: Einen ersten Durchbruch stellte die Haager Landkriegsordnung von 1907 dar. Auch die Nürnberger Prozesse nach dem Zweiten Weltkrieg brachten große rechtliche Fortschritte. Am Ende des 20. Jahrhunderts steht schließlich das Bemühen, internationale Gerichtshöfe einzurichten, etwa die Tribunale zu den Kriegsverbrechen in Jugoslawien und Ruanda.

Das Buch enthält alle historischen, rechtlichen und sozialen Aspekte des Themas, ist von anerkannten Fachleuten verfasst und bietet somit einen umfassenden Überblick über die Geschichte der Kriegsverbrechen im 20. Jahrhundert. --Christoph Peerenboom

Landeszentrale für Politische Bildung Hamburg, September 2001

"...Was die beiden Herausgeber nun aber aus diesem Anlass (75. Geburtstag von Manfred Messerschmidt) vorlegen, ist bisher ohne Beispiel: Die bisher systematischste und kompletteste Analyse von Kriegsverbrechen und den mit ihnen zusammenhängenden Problemen... ...So ist der Band nicht zu einer Sammlung von längst Bekanntem geworden, sondern über weite Strecken ist er Ausweis des neuesten Forschungsstandes... ...Man wird wohl auf die Jahre an den Ergebnissen dieser Studien nicht vorbeikommen..."

antifa, Nr.10, 2001

"...Das vorliegende Werk dient der schonungslosen Aufklärung."

Oldenburgische Volkszeitung, 2.11.2001

"...Den Historikern und Rechtswissenschaftlern, die dieses Buch ermöglicht haben (...), ist Dank zu sagen für ein Werk, das der anhaltenden Diskussion um das Thema "Kriegsverbrechen" wichtige Daten an die Hand gibt und zugleich die immer noch vorhandenen Defizite aufdeckt..."

Kölner Stadtanzeiger, 8.11.2001

"...Das Buch bietet einen umfassenden Überblick über alle historischen, rechtlichen und sozialen Aspekte des Themas..."

Berliner Morgenpost, 11.11.2001

"...So konzentriert sind die Vergehen noch nie dargestellt worden, die Wehrmachtseinheiten oder ihr zugeordnete Verbände von Polizei und SS an allen Fronten begangen haben. An der Legende vom "sauberen Krieg" der Wehrmacht wird der lesenswerte Band zwar nichts ändern können. Doch ist es gut, dass zur Wehrmachtsausstellung auch seriöse Informationen über die Verbrechen während der Entkolonialisierungskriege nach 1945, über die Grausamkeiten der Roten Armee in Deutschland und der US-Army in Vietnam vorliegen..."

WDR 3, "Meinungen über Bücher", 1.2.2002

"...Sie (die Beiträge) liefern (...) einen Überblick über Kriegsverbrechen und die juristische, politische und historische Auseinandersetzung mit ihnen, der so solide und kenntnisreich erschlossen seinesgleichen sucht..."

Zeitschrift für Kulturaustausch, 52. Jg., Nr. 3, 2002

"...Im Rückblick auf das "Jahrhundert des Todes" wird zweierlei deutlich: Die abschreckende Erinnerung an die Kriegsverbrechen muss im Gedächtnis der Generationen bewahrt werden; zugleich ist es notwendig, die "Zivilisierung des innenpolitischen und internationalen Konfliktaustrags" voranzutreiben und Rückschritte unmöglich zu machen. Dazu trägt dieser Sammelband in herausragender Weise bei..."

Politische Vierteljahrsschrift, 43 Jg., Heft 3, Sept. 2002

"...Das 21. Jahrhundert hat keinen friedlichen Auftakt gehabt. Ob es insgesamt ein friedliches werden wird, ist bestenfalls ungewiss. Insofern muss ihm wenigstens gelingen, Kriegsverbrechen unwahrscheinlich zu machen. Der vorzügliche Sammelband ist ein sensibilisierender Beitrag zu diesem Unterfangen, denn er zeigt, wozu Menschen in bewaffneten Konflikten fähig sind. Ihm sind viele Leserinnen und Leser zu wünschen..."

Kurzbeschreibung

Kriegsverbrechen sind ein Thema, das auch im 21. Jahrhundert nichts von seiner Brisanz verloren hat. 43 internationale Fachleute untersuchen Kriegsverbrechen weltweit unter juristischen, politischen und psychologischen Aspekten. Eine umfangreiches Literaturverzeichnis und Register vervollständigen dieses grundlegende Werk zur Auseinandersetzung mit der brisanten Thematik. Mit Beiträgen von: Jost Dülffer, Jehuda L. Wallach, Wolfgang U. Eckart, Alan Kramer, Gerd Hankel, Benoît Lemay und Paul Létourneau, Czeslaw Madajczyk, Walter Manoschek, Jürgen Förster, Wolfram Wette, Hannes Heer, Christian Streit, Christian Gerlach, Hagen Fleischer, Gerhard Schreiber, Klaus Richard Böhme, Volker Rieß, Madelon de Keizer, Ahlrich Meyer, James S. Corum, Detlef Vogel, Heinz-Ludger Borgert, Yuji Ishida, Uwe Makino, Malgorzata und Krzysztof Ruchniewicz, Holm Sundhaussen, Gerd R. Ueberschär, Michail I. Semirjaga, Birgit Beck, Manfred Zeidler, Detlef Bald, Gerhard Hirschfeld, Bernd Greiner, Norbert Frei, Helmut Kramer, Martin Kutz, Jan Philipp Reemtsma, Winfried Vogel, Ralph Giordano.

Autorenportrait

Wolfram Wette, geboren 1940, studierte Politikwissenschaft, Geschichte und Philosophie, 1971 Dr. phil., 1991 Habilitation, 1971-1995 am Militärgeschichtlichen Forschungsamt (MGFA) in Freiburg i. Br.; seit 1998 apl. Professor für Neueste Geschichte am Historischen Seminar der Universität Freiburg i. Br.. Mitbegründer und mehrfach Sprecher des Arbeitskreises Historische Friedensforschung (AHF), Mitherausgeber der Reihe "Geschichte und Frieden" und des Jahrbuchs "für Historische Friedensforschung
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