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Kriegstagebuch
 
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Kriegstagebuch [Gebundene Ausgabe]

Jewgeni Chaldej , Ernst Volland (Hrsg.) , Heinz Grimmer (Hrsg.)
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 24,95 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Das Neue Berlin; Auflage: 1 (8. März 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3360021134
  • ISBN-13: 978-3360021137
  • Größe und/oder Gewicht: 28,2 x 21,8 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 125.829 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Jewgeni Ananjewitsch Chaldej (1917 1997) hat als Kriegsreporter Bilder geschaffen, die weltberühmt wurden. Der Rotarmist, der die Fahne auf dem Berliner Reichstag hisst, gehört zu diesen Motiven. Der TASS-Fotograf war von 1941 bis 1945 an der Front, dokumentierte den Vormarsch der Sowjetarmee und die Eroberung Berlins, war Bildberichterstatter der Potsdamer Konferenz und der Nürnberger Prozesse. Doch er geriet in Vergessenheit. Erst kurz vor seinem Tode wurde Chaldej wiederentdeckt und gilt inzwischen weltweit als einer der bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts.

Über den Autor

Ernst Volland, Jahrgang 1946, und Heinz Krimmer, Jahrgang 1960, verfügen über Chaldejs Nachlass. Der Karikaturist und der Journalist sind die besten Kenner des Werkes des Künstlers aus der Ukraine. Sie nehmen die Bildauswahl vor und kommentieren diese sparsam.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Thorsten Wiedau HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Der als jüdisches Kind geborene Jewgeni Chaldej erlangte weltweite Berühmtheit durch das Photo des russischen Soldaten der auf dem Berliner Reichstag die Fahne der Sowjets hisste. Viele seiner Bilder sind aber ebenfalls außergewöhnlich, denn sie zeigen die Menschen hinter dem Krieg, die Soldaten, ihr Leben und die Zerstörungen die der Krieg verursachte. Was macht dieses Buch aber Besonders? Es ist das Kriegstagebuch von Jewgeni Chaldej aufgetaucht, hier wird erstmals die Stimme des Kriegsphotographen hörbar und seine Ansichten wie Einsichten vermitteln gekonnt das Grauen des Krieges wie auch die Stimmung der Soldaten und der Zivilbevölkerung.

Tief beeindruckt war ich von den Eindrücken Jewgeni Chaldejs in seinem Buch KRIEGSTAGEBUCH - schon ungewöhnlich das man es entdeckte und gar nicht wusste was es war - erst jemand der Russisch lesen konnte entdeckte das es ein großes Vermächtnis ist das es wert sei veröffentlicht zu werden.

Das Kriegstagebuch reicht vom Überfall der Deutschen 1941 auf Sowjet Russland bis zum Jahr 1943, es bricht dann leider unvermittelt ab, niemand weiß bis heute warum.

Das Buch zeigt die Übersetzung der 45 DinA5 Seiten, sehr einfühlsam durch zwei Übersetzer und zudem sehr gelungen, sowie eine umfassende Sammlung von Bldern aus dem Fundus von Jewgeni Chaldej. Sie zeigen wieder einmal eindrücklich das auf beiden Seiten Menschen stehen, oft Familienväter und viele junge Frauen ohne eine Chance auf eine normale Zukunft.

Die meisten kamen nicht zurück - auf beiden Seiten waren die Verluste groß und das Sterben ging auch nach Kriegsende unvermittelt auf beiden Seiten weiter, ob im Internierungslager der Amerikaner oder im neu gegründeten Ostblock, wo man unter anderem in Serbien, Rumänien, Kroatien und auch in Polen stark damit beschäftigt war unliebsame Zeitgenossen zu liquidieren.

Das Buch zeigt wiederholt die hässliche Fratze des Krieges, beeindruckt aber auch mit gegnerischen Soldaten die ebenso wie die Deutschen auch ihre Kinder liebten - welche Ironie des Schicksals das hier Menschen gegen Menschen gekämpft haben.

Ein zeitgeschichtliches Dokument, das nicht vergessen werden sollte!

Empfehlenswert!
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Grossartig! 3. September 2011
Von Amazon bestätigter Kauf
Das Kriegstagebuch ist ein faszinierendes, bisweilen schreckliches Dokument über den Vernichtungskrieg Nazi-Deutschlands in der Sowjetunion, das ich jedem dringend ans Herz lege, insbesondere auch wegen der von Chaldej angefertigten Fotografien der NS-Massenmörder in der Haft während der Nürnberger-Prozesse (obwohl so weit das Tagebuch leider nicht reicht, aber Chaldej selbst einige Anmerkungen zu seinen Fotografien verfassen konnte). Es schildert ebenso den mit geschätzten 20 Millionen gefallenen und ermordeten Rotarmisten und Sowjetbürgern errungenen Sieg über Nazi-Deutschland und schweigt nicht dazu, dass der blutige und langwierige Kriegsverlauf auch durch die Ermordung und Deportation großer Teile des Führungsstabes der Roten Armee durch den ausgewiesenen "Menschenfreund" Stalin und die hiermit einhergehende Schwächung begünstigt wurde.

Was das Buch - entgegen der Auffassung des anderen Rezensenten - NICHT zeigt ist, dass "auf beiden Seiten Menschen stehen, oft Familienväter und viele junge Frauen ohne eine Chance auf eine normale Zukunft". Es zeigt überwiegend (naturgemäß) junge Rotarmisten- und Armistinnen in Ihrem Kampf gegen Nazi-Deutschland, die Massengräber, welche die "Familienväter" aus Großdeutschland mit zum Teil begeisterter Hilfe der örtlichen Antisemiten anlegten und füllten sowie ihren finalen Triumph über das glücklicherweise nicht 1000-jährige Reich. Die Fotografien, insbesondere das einer abegebildeten, "nicht heimgekehrten" sowjetischen Scharfschützin sind in der Tat sehr bewegend, da es sich um eine schöne, junge Frau handelt, die zum anderen jedoch einen finsteren, harten Ausdruck um die Augen trägt und man sich bestens vorstellen kann, dass dieser Ausdruck beim Blick durch das Zielfenrohr entstand.

Das Buch verharrt zum Glück auch nicht bei der Feststellung, dass (auf Grund alternativloser Sachzwänge,?) "auf beiden Seiten die Verluste groß [waren] und das Sterben auch nach Kriegsende unvermittelt auf beiden Seiten weiter [ging]", wie es der andere Rezensent behauptet, es schildert vielmehr, wie Chaldej auf der Krim von den nach Auffassung des anderen Rezensenten wohl stark "schicksalhaft leidenden Familienvätern" ermordete Kinder aus Gräbern birgt, wie die Großdeutsche Wehrmacht Kriegsgefangene auf dem Rückzug erschiesst (und damit junge Menschen wohl in der Tat ihrer Zukunft beraubt, wie es der andere Rezensent ausdrückt) oder totmarschieren lässt, bzw. die blutigen Folgen davon. Es zeigt glücklicherweise auch nichts von den wohl nach Auffasung des - um Relativismus bemühten - anderen Rezensenten (den Großdeutschen Vernichtungslagern anscheinend um nichts nachstehenden) "Internierungslagern der Amerikaner" und im "neugegründeten Ostblock"; es klingt freilich in Kriegstagebuch Chaldej's an, dass den kolaborierenden Rumänen nach Kriegsende schlimmes drohen könnte.

(Ausdrücke wie "gegnerische Soldaten" im Jahre 2011 in Bezug auf die Rotarmisten zu benutzen, wie es der andere Rezensent tut und diesen (unsere) Deutschen gegenüberzustellen, ist für mich jedenfalls schwer zu ertragen. Das millionenfache, in industrialisierter Form betriebene Massenmorden der Deutschen und den Angriffskrieg Nazi-Deutschlands als "Ironie des [unvermeidlichen] Schicksals" zu bezeichnen ist gruselig ...
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