Delaney Randall ist FBI-Agentin mit Leib und Seele. Doch als sie während eines Einsatzes vom "D.C.-Vampir" angegriffen wird, ändert sich ihr Leben schlagartig, denn von nun an plagen sie Visionen, in denen sie beobachten kann, wie der Mörder durch die Straßen zieht und sich am Leiden seiner Opfer ergötzt. Dann trifft sie Tighe, der dem Killer wie aus dem Gesicht geschnitten ist, was er damit erklärt, dass der D.C.-Vampir sein Zwillingsbruder ist.
Doch in Wahrheit ist der Killer Tighes Klon, der aus der Hälfte seiner Seele geschaffen wurde. Nun ist Tighe auf der Jagd nach seinem zweiten Ich, denn ihm rennt die Zeit davon, weil er mit nur einem Teil seiner Seele nicht überleben kann. Er sucht Delaney auf, da die Frau ihm die Visionen genommen hat, die seine Hoffnung waren, den Klon zu finden. Dabei kommt er der Menschenfrau näher, als beabsichtigt, während der Klon ihnen immer wieder einen Schritt voraus ist.
Tighe wird immer wilder, verliert immer weiter die Kontrolle über sich. Und der Schlüssel zu allem scheint Delaney zu sein, denn auch der Klon hegt ein reges Interesse an der Frau.
Wird es Tighe rechtzeitig gelingen, seine Seele zurück zu bekommen und die Frau zu retten, die ihm sein Herz gestohlen hat?
Dies ist also der zweite Band der "Krieger des Lichts"-Reihe. Vom ersten Band war ich nicht wirklich begeistert gewesen, da mir die Krieger mit ihren Ritualen doch sehr befremdlich waren. Doch ich entschloss mich, der Reihe noch eine Chance zu geben, da Tighe ein interessanter Charakter ist. Und dieses Buch stellt wirklich eine Steigerung zum letzten Band dar. Es scheint anfangs so, als wäre das Buch von einer ganz anderen Autorin geschrieben worden, da auch der Schreibstil um Längen besser ist als im ersten Teil.
Wir lernen unterscheidliche Seiten an Tighe kennen. Seine wilde, ungebändigte Seite, bei der er weder Mensch noch Tier ist und die Kontrolle über sich verliert, doch dazu auch seine liebevolle, sanftmütige Seite, die Delaney immer weiter hervor lockt.
Delaney ist ebenso ein recht interessanter Charakter. Sie ist keine Frau, die so schnell etwas auf sich sitzen lässt, und verfolgt ihre Ziele, auch, wenn sie dabei ihr Leben aufs Spiel setzt.
Die beiden als Paar stellen eine gute Mischung dar und passen gut zusammen.
Doch nun meine Kritik an diesem Buch.
Im ersten Band hatten mich, wie schon erwähnt, die Rituale abgeschreckt, und anfangs war von diesem auch überhaupt nichts in diesem Band zu lesen, was sehr angenehm war. Selbst die sexuelle Anziehung hielt sich noch einigermaßen in Grenzen.
Aber vor allem zum Schluss hin musste ich mir teilweise wirklich ein Lachen verkneifen, weil es recht albern wirkte, was die Autorin da aus dem Ärmel geschüttelt hat. Das ganze Buch über jagen sie dem Klon hinterher und dann geht auf einmal alles Schlag auf Schlag. Tighe ist unsterblich, wird aber im Laufe des Buches mit zwei Schüssen niedergestreckt und denkt, er muss nun sterben. Am Ende fressen die Drader ihm fast die ganze Haut vom Körper und er läuft fast ohne Probleme als Skelett durch die Gegend. Entschuldigung, aber das fand ich doch recht komisch. Dies ist zwar Fantasy, aber das war nun doch ein bisschen zu fantasievoll.
Komme ich zu dem Paarungsritual, das natürlich wieder, wie schon gewohnt bei den Kriegern, mit Sex zu tun hat. Auch, als Tighe versucht, Delaneys Gedächtnis zu löschen, führt das bei ihr nicht zu Schmerzen, sondern zu sexueller Erregung. Und letztendlich hatte ich zum Schluss hin das Gefühl, dass die beiden am liebsten gar nicht mehr aus dem Bett kommen wollten. Was der Klon mit ihr anstellt, will ich lieber gar nicht mehr erzählen.
Da mich der Anfang des Buches überzeugt hat und mich dort Spannung im Griff hielt, es zum Ende hin aber wieder sehr viel schlechter wurde, bekommt das Buch von mir 3,5 Sterne.
Als nächstes geht es um Paenther, der in diesem Buch von einer Magierin entführt wurde. Ob ich sein Buch noch lesen werde, überlege ich mir noch.