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Der Krieg mit den Molchen
 
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Der Krieg mit den Molchen [Taschenbuch]

Karel Capek
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Aufbau-Verlag; Auflage: 1. Auflage (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3351023820
  • ISBN-13: 978-3351023829
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14,8 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
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Karel ?apek
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Aus der Amazon.de-Redaktion

"Ich las Ihren Roman Der Krieg mit den Molchen, der glücklicherweise ins Deutsche übersetzt ist. Lange hat mich keine Erzählung mehr so gefesselt und gepackt. Ihr satirischer Blick für die abgründige Narrheit Europas hat etwas absonderlich Großartiges, und man erleidet diese Narrheit mit Ihnen, indem man den groteken und schauerlichen Vorgängen der Erzählung folgt, deren Phantastik ein durchaus zwingendes und notwendiges Leben gewinnt." -- Thomas Mann 1937 über das neueste Buch des tschechischen Autors.

Auf einer Südseeinsel wird ein Meereslebewesen entdeckt, das von Wissenschaftlern als eine Art Riesenmolch identifiziert wird, den man lange Zeit für ausgestorben gehalten hatte. Schon bald entdeckt man, dass die ungewöhnlich begabten und arbeitsamen Molche sich hervorragend für Unterwasserarbeiten eignen, und sie werden fortan von beinahe allen Ländern der Welt als billige Arbeitskräfte eingesetzt. Dass die Molche meisterhaft mit Werkzeugen umgehen und zudem auch noch die Sprache der Menschen erlernen, ist für die Wissenschaft jedoch keineswegs ein Grund zur Annahme, es könnte sich um intelligente Wesen handeln.

Die Molche breiten sich in Windeseile über die Weltmeere aus, angetrieben von der Maschinerie menschlicher Habgier. Bereits nach kurzer Zeit ist die gesamte Weltwirtschaft von den Molchen und ihrer Arbeit abhängig und eine Katastrophe erscheint vorprogrammiert, sollten sich die Molche je ihrer eigenen Stärke bewusst werden.

Capek entwarf seine gesellschaftliche Utopie 1936 vor dem Hintergrund wachsender internationaler Spannungen und einem drohenden Weltkrieg. Wie Aldous Huxley in Schöne Neue Welt vier Jahre davor nutzt auch Capek die Gattung Science Fiction, um die technische und gesellschaftliche Entwicklung der Menschheit in einem phantastischen Szenario zu problematisieren, das er in eine Satire gegen Fortschrittsoptimismus und Profitdenken verwandelt.

Im "Krieg mit den Molchen" gelingt ihm eine Karikatur der politischen Verhältnisse seiner Zeit, die auch heute noch in ihrer Klarheit und Präzision fasziniert -- vielleicht auch deshalb, weil sich seitdem erschreckend wenig verändert zu haben scheint. Nur allzuleicht erkennt der Leser in dem vorgehaltenen Spiegel seine eigene Welt wieder. --Sara Schade

Pressestimmen

"Lange hat mich keine Erzählung mehr so gefesselt und gepackt. Ihr satirischer Blick für die abgründige Narrheit Europas hat etwas absonderlich Großartiges." (Thomas Mann) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Nach uns die Molche, 21. April 2009
Dieser Roman ist kein Orakel, keine Prophezeiung, und auch keine Warnung vor der aktuellen Globalisierung. Klappentextschreiber nerven manchmal schrecklich.

Es ist eine böse Satire auf die Zustände am Anfang des 20. Jahrhunderts. Und eine Warnung vor dem aufkommenden Faschismus.

Eine neue Macht steigt auf, das Molchtum. Daß sie von Menschen selbst ins Leben gerufen wurde ist nebensächlich. Alle verdienen an ihr, alle machen mit. Man liefert den Molchen Lebensmittel, Baumaterialien und Waffen. Als sie sich rasant vermehren kommt es, wie es kommen muß: Die Molche verlangen neuen Lebensraum und beginnen systematisch, das Festland unter Wasser zu setzen.

Und auch jetzt liefert die Menschheit unverdrossen weiter. Bestenfalls hier zeigen sich Parallelen zur Gegenwart: Wandel durch Handel, man kennt diesen Schmus.

Capek läßt das Ende offen, vielleicht war er schon zu deprimiert, um das (wahrscheinliche) Ende der Menschheit oder das (unwahrscheinliche) Ende des Molchkrieges ausmalen zu wollen.

Das Buch ist sehr empfehlenswert, gerade wegen seiner manchmal bissigen Satire.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Erschütternd aktuell!!, 14. März 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Krieg mit den Molchen (Taschenbuch)
Ich kann es nicht verstehen, warum ich noch nie von diesem Buch gehört habe. Ich habe es zum Geburtstag bekommen und beim durchblättern dachte ich "was ist denn das wieder für ein Quatsch". Nachdem ich mich guten Willens und ermuntert durch eine Rezension von Thomas Mann auf der Rückseite über die ersten Seiten gerettet habe, konnte ich das Buch nicht mehr weglegen.
Es ist eine bissige politische Satire über Krieg und Macht und die Zwangsläufigkeiten in der Welt.
Jeden Tag, wenn ich den Fernseher anschalte und die Nachrichten über den Irak krieg oder von der Politik allgemein höre muss ich an dieses Buch denken.
Frei nach dem Motto "Wir wollen Euch nichts Böses. Aber wir brauchen Euer Land"
Dieses Buch müsste zur Schulliteratur gehören.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Vielschichtige Satire über Profitgier, Vorurteile und Ignoranz, 19. Dezember 2010
Ein altgedienter Kapitän findet auf einer Insel in der Nähe von Sumatra eine völlig neue Spezies von Molchen. Diese leben im Wasser und können aufrecht gehen. Von Interesse für die Menschen ist dabei in erster Linie die Arbeitskraft der "Tiere", um einen guten Profit im Perlengeschäft machen zu können. Mit Hilfe des Großunternehmers G.H. Bondy wird ein globales "Salamandersyndikat" gebildet, um die Molche effizienter einsetzen zu können. Nun geschieht, was geschehen muss - irgendwann ist der Markt an Perlen gesättigt und es müssen andere Geschäftmodelle her, um die profitträchtige Existenz des Syndikats zu wahren. So kommt Bondy auf die Idee, die Molche und deren Arbeitskraft an sämtliche interessierte Nationen zu verkaufen, um beispielsweise neue Inseln und Kontinente aus dem (Meeres-) Boden zu stampfen. Zugleich sollen Produkte zur Verteidigung (gegen Haie etc.) und zur Ernährung (aus minderwertigen Rohstoffen) für die Molche hergestellt werden. Eine ungezügelte Vermehrung dieser "Tiere" ist dabei durchaus erwünscht. Somit wird ein blendendes profiträchtiges Geschäft in Gang gesetzt. Die Nationen reißen sich um die "Salamander", um ihre einzelnen strategischen Interessen mit Hilfe der Molche durchzusetzen. Die "Echsen" können sowohl als Arbeiter zur Reparatur und Erweiterung von Hafenanlagen sowie Dämmen dienen, als auch als Soldaten zur Wahrung der Nationalen Sicherheit des jeweiligen Landes. Nach nur kurzer Zeit kommt es zu den ersten Konflikten zwischen den einzelnen Nationen, die nicht bemerken (wollen), dass sie mit ihrer Gier nach immer mehr Profit eine weitaus größere Gefahr erschaffen haben...

Dieser hervorragende Roman von Karel Capek aus dem Jahre 1936 (!) ist eine brilliante Satire auf die menschliche Beschränktheit mit ihren Ängsten, Vorurteilen und Begehrlichkeiten. Dabei wird nicht nur Nationen und Großkonzernen der Spiegel vorgehalten, sondern auch dem "kleinen Mann", der bis zuletzt glaubt, dass nur den anderen aber nicht ihm selbst etwas passieren könne. Ein recht anschauliches Beispiel dafür, was Ignoranz und Selbsterhöhung bewirken können.
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