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Krieg der Zwerge, 11 Audio-CDs [Audiobook] [Audio CD]

Markus Heitz , Johannes Steck
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (117 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Im Geborgenen Land herrscht Festtagsstimmung. Während Zwerg Tungdil mit seinen Freunden den Sieg über den verräterischen Magus Nôd'onn feiert, wälzt sich ein Heer hinterhältiger Orks heran, um das Zwergenreich zu zermalmen. Das Schwarze Wasser, ein düsteres Geheimnis, hat sie unsterblich gemacht, und schon bald müssen Tungdil und seine Gefährten ihre ganze Tapferkeit aufbieten, um sich den Bösewichtern entgegenzuwerfen. Inzwischen braut sich ein entsetzliches Unheil zusammen: Elf Verkörperungen des Gottes des Bösen stehen mit ihrem Heer an der Westgrenze des Landes. Doch ein Zwerg gibt seinen Besitz erst auf, wenn die letzte Axt geschwungen ist...

Der Autor über sein Buch

Liebe Leserinnen und Leser,

es geht weiter mit Tungdil und seinen Zwergenfreunden! Nach dem sehr erfreulichen Erfolg des kleinen Volkes, an den manche nicht geglaubt hatten, wurde schnell der Ruf nach einer Fortsetzung seitens der Leserschaft laut. Eine Fortsetzung hat den Anspruch, keine Wiederholung des Bekannten und dabei mindestens genauso gut wie der Vorgänger zu sein. Zudem wollte ich erreichen, dass auch Leserinnen und Leser etwas mit dem Krieg der Zwerge anfangen können, ohne den Vorgängerband Die Zwerge gelesen zu haben. So habe ich mich nun auf den angedeuteten Konflikt zwischen den Zwergen konzentriert, ohne dabei die prophezeite Bedrohung aus dem Westen zu vernachlässigen. An dieser Stelle sei gesagt: Es wird noch zwergischer! Und absolut unvorhersehbar... Markus Heitz -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Über den Autor

Markus Heitz, geboren 1971, studierte Germanistik und Geschichte und arbeitete als Journalist bei der Saarbrücker Zeitung. Sein aufsehenerregender Debütroman Schatten über Ulldart, der Auftakt zum Epos Ulldart - die Dunkle Zeit, wurde 2003 mit dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichnet. Seit dem sensationellen Bestseller Die Zwerge gehört Markus Heitz zu den erfolgreichsten deutschen Fantasy-Autoren. 2005 erhielt er für den zweiten Teil der Trilogie, Der Krieg der Zwerge, erneut den Deutschen Phantastik Preis. Markus Heitz lebt in Zweibrücken im Saarland. Sprecher: Johannes Steck, geboren 1966 in Würzburg, ist Absolvent der Schauspielschule Wien. Von 1990 bis 1996 hatte er Engagements an verschiedenen Theatern. Dem breiten Publikum ist er vor allem aus dem Fernsehen bekannt. Von 2001 bis 2006 spielte er die Rolle des Arztes Dr. Kreutzer in der Serie In aller Freundschaft. Johannes Steck arbeitet zudem als Radio-, Fernseh- und Synchronsprecher.

Auszug aus Der Krieg der Zwerge von Markus Heitz. Copyright © 2004. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Das Geborgene Land, Königreich Gauragar,
300 Meilen nördlich des Schwarzjochs,
6234. Sonnenzyklus, Spätwinter

Ein Schweißtropfen rann durch das fettige Haar über die Stirn und suchte sich seinen Weg durch Schmutz und mit Ruß vermengten Talg, der das grünhäutige Gesicht an manchen Stellen so dick wie eine Messerklinge bedeckte. Er kroch über den Rücken der breiten Nase, sickerte auf die Oberlippe und wurde von einer schwarzen Zunge gierig abgeleckt. Stoßweise drang der Atem aus dem hässlichen Mund; bemalte Hauer standen daraus hervor und wiesen ihren Besitzer als hochrangigen Anführer aus. Die breiten Kiefer öffneten sich.
"Runshak!" Ushnotz brüllte seinen Untergebenen herbei.
Der Rottenführer spurtete an der Kolonne von eilig marschierenden Orks vorbei, um zu seinem schnaufenden Fürsten zu gelangen, der auf einer Erhebung neben dem Zug zum Stehen gekommen war.
Seit der Schlacht am Schwarzjoch, die sie gegen die Heere der Menschen, Elben und Zwerge verloren hatten, befanden sie sich auf hastigem Rückzug gen Norden, um in das Graue Gebirge und weiter zur Pforte am Steinernen Torweg zu gelangen. 850 mörderische Meilen, bis sie in ihrem neuen Reich einträfen.
Aber erst galt es, die vor ihnen befindlichen Nebenbuhler zu beseitigen.
Runshak lief den Abhang hinauf und kam neben Ushnotz zum Stehen, der einmal einen großen Teil des weit im Süden gelegenen Orkreichs Toboribor sein Eigen genannt hatte. "Haben wir sie eingeholt?"
"Sieh", wies Ushnotz ihn an und deutete auf die Ebene, die sich zwischen den sanften Hügeln Gauragars erstreckte. Sie maß gut und gern anderthalb Meilen im Durchmesser; das ablaufende Tauwasser der Hügel hatte schmale Gräben in der Erde hinterlassen, die von oben betrachtet wie dunkle Linien aussahen. Sie tru
gen das Wasser an den östlichen Rand, wo es versickerte. Bewachsen von grünendem Gras und einigen laublosen Büschen sowie Bäumen, bot die Fläche keinerlei Schutz gegen den Wind. Oder Feinde.
Dort unten wimmelte es von schwarzen Flecken, welche den einst unberührten Einschnitt bevölkerten.
Runshak schätzte ihre Gesamtzahl auf mehr als zweitausend. Als befänden sie sich in allergrößter Sicherheit, hatten sie ihr Lager aufgeschlagen und sogar aus dem austreibenden Holz mehrere Feuer entzündet, deren Qualmwolken weithin sichtbar in den klaren Himmel stiegen.
Ushnotz legte eine Hand an die breite Stirnplatte, um die Augen vor den hellen Sonnenstrahlen zu schützen, und schaute auf die Flecken. Die breiteren von ihnen waren Orks und die schmaleren ihre kleineren Verwandten, die Bogglins. An Kraft und Statur den Orks weit unterlegen, waren Bogglins umso flinker und beweglicher; aber sie waren auch feige, was man ihnen mit ein paar gelegentlichen Hieben austreiben musste. "Nordorks und Bogglins. Die Dämlichen haben sich gefunden und zu einem Bündnis der Dummheit zusammengeschlossen", grunzte er verächtlich. Nöd'onn hatte sie angeschleppt, um eine gewaltige Streitmacht gegen die Menschen aufzustellen. Doch der vertriebene Fürst Toboribors hatte am Schwarzjoch bald herausgefunden, dass die Nordorks im Kopf zu wild waren, um gute Krieger zu sein. Sie handelten wie gierige Wölfe, während seine Orks folgsame, aber nicht minder schlagkräftige und weitestgehend gezähmte Hunde waren. Und Bogglins taugten schon gar nichts ...
"Sag meinen Soldaten, sie sollen sich bereit machen. Wir greifen sie an, sobald sie sich die Wänste voll geschlagen haben und faul an den Feuern liegen."
Runshak nickte und rutschte den Abhang hinab, kehlige Befehle rufend, die von den Sippenführern nicht minder leise aufgenommen wurden. Kurz darauf klirrten Rüstungen, Panzerplatten schabten aneinander, als sich aus dem gewaltigen Tross von fünftausend Orks kleinere Einheiten formierten. Bogenschützen wanderten nach hinten, die Spieß- und Lanzenträger nach vorn.
Der Orkfürst beobachtete die Vorbereitungen mit großer Zufriedenheit; die wulstigen, schwarzen Lippen verzogen sich zu einem Grinsen und zeigten seine bemalten Hauer in voller Pracht.
Was er sah, gefiel ihm. Ein tiefes, leises Grollen drang aus seiner Kehle.
Er holte tief Luft und ließ ein beeindruckendes Brüllen ertönen. Das Stampfen der Füße endete abrupt, Stille kehrte ein.
"Nöd'onn hat sein Versprechen nicht gehalten und uns im Stich gelassen. Die Rotbluter vermuten uns im Süden, wir aber ziehen nach Norden, um uns ein neues Reich zu schaffen", verkündete er ihnen. Mit dem Bild einer neuen Heimat vor Augen würden sie sich mit aller Macht in den Kampf stürzen, trotz der Strapazen des Gewaltmarsches. Er zog das gezackte Schwert und reckte es gegen die Ebene, wo die Feinde warteten. "Sie sind uns im Weg! Sie sind die Schoßhündchen des Zauberers, mit dem unser Elend erst anfing. Wenn wir sie vernichtet haben, steht uns nichts mehr im Weg. Die Rotbluter sind viel zu langsam, sie werden uns nicht mehr einholen." Er lachte böse. "Die paar Reiter, die sie zu uns schicken, werden uns mitsamt ihrer Gäule als Mahl dienen!"
Seine Orks grölten quiekend ihre Zustimmung, klopften mit den Speerenden auf die Erde und trommelten mit den Schwertern gegen Schilde und Rüstungen.
Er hob die Waffe, worauf sie folgsam verstummten. In die eintretende Stille hinein aber drang die ketzerische Frage: "Warum überholen wir sie nicht, anstatt gegen sie zu kämpfen?"
Ushnotzs gute Ohren machten den Ork, der sich gegen seine Entscheidung stellte, sogleich in der Menge aus. Es war Kashbugg, ein stets aufmüpfiger Geist, den er von seinem Vater Raggshor vererbt bekommen hatte. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .
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