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Dieses Buch ist einfach unbeschreiblich genial. Man merkt, dass es von Wells geschrieben wurde, denn dieser Mann ist wahrhaftig einer der größten Gesellschaftskritiker aller Zeiten... die Personen in dem Buch sind sehr realistisch dargestellt und besonders das Gespräch mit dem Artilleristen gegen Ende des Romans ist absolut spitze... (Vergleich der Menschen mit Ameisen, etc.)
Es ist auch eigentlich ganz anders als der Film "Kampf der Welten" (dieser ist natürlich vor allem auch "modernisiert"). Dieser war zwar ein wirklich gelungenes Werk, aber nach der Lektüre der Romanvorlage kann ich nur noch sagen, dass das Buch von Wells doch das bessere Werk ist.
Wer noch nichts von Wells gelesen hat, sollte übrigens mal anfangen, falls ihn das Genre interessiert, besonders zu empfehlen sind auch: "Die Insel des Dr. Moreau", "Der Unsichtbare", "Wenn der Schläfer erwacht" und in erster Linie "Die Zeitmaschine".
Der Hintergrund der Geschichte ist leider sehr real: Wells hat seine Geschichte auf dem Höhepunkt des British Empires geschrieben. Afrika's Sklaven waren bereits exportiert, die amerikanischen Indianer fast ausgerottet, und die englische Kriegsmarine schoss gerade die letzten Ureinwohner einiger Südsee-Inseln und Tasmaniens zusammen. Wells führte die Logik des Imperialismus weiter, dass eine stärkere Macht automatisch das Recht hätte, das British Empire bzw. die Menschen generell zu vernichten oder zu versklaven. Relativ am Anfang steht deshalb schon die zitierte Überschrift. Am Ende hofft Wells, dass das Ereignis das "Gefühl für das Gemeinwohl der Menschheit gefördert hat".
H.G.Wells steht in einer Reihe mit Jules Verne, Philip K.Dick, George Orwell oder Ray Bradbury. Als reine Story gibt es heute natürlich realistischere Science Fiction, "Krieg der Welten" ist aber spannend geschrieben, amüsant zu lesen und eines der visionären Werke schlechthin der damaligen Zeit!
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