Wie meine verehrten Vorredner schon so richtig feststellen, ist dieses Opus terrible weder technisch noch inhaltlich an Unsäglichkeit zu unterbieten.
Herr Elmer schilderte zwar die üppig ausgestatteten, phansatischen Schauplätze der usagbar ergreifenden Handlung, aber einen wesentlichen hat er leider vergessen: nämlich einen Schrottplatz. Hier kann der eine oder andere Zuschauer mühelos diverse Teile seines alten Autos wiedererkennen - allerdings keine sinnvolle Handlung des Films.
Unbedingt erwähnt werden sollte auch die unverschämt geniale Kunstfertgikeit in Sachen Computertechnik und Trickgestalltung. Boah! Wahnsinn! Das dreibeinige Monster ist zwar meist etwas "unschärfer" als die Umgebung, in der es Angst und Schrecken verbreitend einherstackst, aber das macht ja nichts. Dafür gibt es von dem lächerlichen Vieh nur eine handvoll Sequenzen, die sicher derart aufwändig in der Herstellung waren, dass sie aus Sparsamkeitsgründen dauernd wiederholt werden müssen.
Was an diesem Film eine besondere Qual ist: die Synchronsprecher und die Musik.
Also Musik mag man gar nicht sagen, Filmmusik schon drei mal nicht. Es wimmert und schleimt, quakt und murkst unablässig den ganzen grausam langen Film hindurch. Wahrscheinlich stammt die "Komposition" vom Neffen des Schwagers des Kameramanns - aus Kostengründen, die ebenfalls Herr Elmer schon plausibel dargelegt hat. Dennoch hätte man dem Neffen des Schwagers des Kameramanns wenigstens ein halbwegs gescheites Soundmodul für seinen gebrauchten Comodore spendieren können.
Ich weiß ja nicht, welches Arbeitsamt die Synchronsprecher vermittelt hat, aber es muss sich wirklich um absolute Sonderangebote an Sprechern handeln - die vielleicht wegen irgendwelcher Strafmaßnahmen zwangsverpflichet worden sind?
Um das schauderhafte Bild der akkustischen Eigenschaften dieser Produktion abzurunden, sei festgestellt, dass einem fast nie Hintergrundgeräusche oder "Athmos" von der irrsinnig spannenden Handlung abgelenken - es gibt einfach keine.
Marcus Franz schrieb eingangs seiner Rezension: "Ihr werdet Schmerzen haben, wenn ihr den Film bis zum Ende seht." Er hat recht, es stimmt. Aber sie kommen schon früh, die Schmerzen, beim ersten Dialog, spätestens aber beim ersten Erscheinen des Lachplattenmonsters, und am Ende beißt man vor Schmerz in die nächst beste Tischkante.
Ich finde, Amazon sollte für diesen Schwachsinn eigens die Möglichkeit einführen, überhaupt keinen Stern zu vergeben.
Aua!