Tja, der sogenannte 2. Teil wurde hierzulande veröffentlicht, um sich an Steven Spielbergs Blockbuster anzuhängen. Das konnte nur zu einer maßlosen Enttäuschung fuhren, da "KdW 2" ein klitzekleines Low Budget-Filmchen aus der berühmt-berüchtigten Asylum-Filmaschmiede ist, die bekannte Blockbusterthemen gern mal als Z-Film verwursten (man denke nur an "Transmorphers", "Alien vs Hunter" oder gar "Titanic 2"). Abfällig werden diese Filmchern oft "Mockbuster" genannt. Dabei ist "KdW 2" tatsächlich eine Fortsetzung, nur eben nicht vom Spielberg-Film, sondern von einer Produktion aus dem Hause Asylum. Und eben jener Film wird nun auch hierzulande als "Krieg der Welten 3" angeboten. Verwirrt? Wer wäre das nicht? Also nochmal im Klartext: Dieser sogenannte Teil 3 ist in Wirklichkeit Teil 1, oder einfach nur "Krieg der Welten", ein "Konkurrenzprodukt" zum Spielberg-Film, das ebenfalls von 2005 ist!
Kurz zum Hintergrund: Als Steven Spielberg seinen "Krieg der Welten", entstanden nach dem Stoff des britischen SF-Autoren H.G. Wells, inszenierte, gab es zwei weitere Mitbewerber, die hierzulande allerdings erstmal nicht veröffentlicht wurden: Einer davon war sogar eine absolut werkgetreue Filmadaption, die im viktorianischen England angesiedelt war. Die zweite war der Film, der hier nun rezensiert wird. Auch wenn künstlerisch als auch trick- und ausstattungstechnisch geradezu "Welten" zwischen dem Spielberg-Film und diesem hier liegen, hat er doch einen gewissen Charme und ist für sich genommen definitiv einer der besseren Asylum-Produktion (auch wenn das nicht viel heißen mag). Wer also blockbusterverwöhnt ist, sollte um diesen Film einen riesengroßen Bogen machen. Alle anderen sind eingeladen, sich ihr eigenes Urteil zu bilden.