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Kundenrezensionen

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am 15. Oktober 2011
Janne Teller hat mit "Krieg. Stell Dir vor, er wäre hier" ein erschreckendes Buch geschrieben, dass zum Nachdenken und Kopfschütteln anregt.
Obwohl der Krieg für uns in Deutschland zum Teil wahnsinnig weit weg ist und viele Leute mit Scheuklappen durch die Gegend laufen, um nichts von Kriegsgebieten zu erfahren, hat es die Autorin zumindest bei mir geschafft, über Krieg direkt in Deutschland nachzudenken.

Menschen müssen in Kellern wohnen, werden von ihren Familien getrennt, die Politik bricht zusammen und eine Demokratie gibt es nicht mehr. Dies ist nicht nur wahnsinnig erschreckend, sondern kann auch bei uns irgendwann wieder zur erschreckenden Realität werden.

Janne Teller schildert die einzelnen Situationen und Momente sehr eindringlich und erschütternd. Da die Geschichte aber sehr kurz ist, konnte ich mich nicht komplett darauf einlassen. Sobald ein Gedanke zu einer Situation vorhanden war, ist er auch gleich wieder durch eine Situation verflogen. Ein näheres Eingehen auf Situationen und Menschen wäre hier ein wenig besser gewesen. Bei einer Länge von 56 Seiten, bzw. 30 Minuten kann man dies aber nicht verlangen.

Die Covergestaltung ist sehr schlicht. Darauf abgebildet ist ein Pass, der sehr gut zur Geschichte passt. Ein zu beladenes Cover hätte dieser Geschichte geschadet. Die Kurzbeschreibung ist leider nur mittelmäßig, da sie im Grunde genommen bereits alles verrät, was besonders bei dieser sehr kurzen Geschichte mehr als schädlich ist. Hier wäre weniger deutlich mehr gewesen.

Insgesamt hat das Buch ein paar Schwächen, die ich der Autorin bei so einem schwierigen Thema jedoch gerne verzeihe. Die Geschichte ist weit mehr als ein Gedankengang und ein Jugendbuch und sollte an Schulen dringend thematisiert werden.
Nicht nur für Jugendliche empfehlenswert!
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am 24. April 2011
Obwohl vorliegende Publikation wegen seiner Kürze wohl kaum Buch genannt werden dürfte und zudem schon zehn Jahre alt ist, ist es dennoch zeitlos aktuell wie bewegend und hat dem Leser trotzdem soviel zu sagen wie ein dicker Wälzer.

Das bewirkt die Schlichtheit der Sprache, der Stil in Form eines Appells oder ermahnender Rede - Predigt möchte man fast schon sagen - die gänzlich dialogfrei ist und zudem ohne Ausschmückungen und reißerische Adjektive auskommt. Vor dem Leser wird geradezu rasend schnell ein Leben - wie auf der Überholspur der Autobahn - ausgebreitet, das von Kriegsopfer über Vertriebener und Aufgenommener hin zum pragmatisch Angepaßten in fremder Umgebung reicht.

Für Erwachsene, die Anteil nehmen am Weltgeschehen und sich permanent durch Medien über Geschehnisse an den globalen Kriegsschauplätzen informieren, ergänzen Tellers Worte nur die von diesen Schauplätzen gesendeten Bilder. Zusätzliche Betroffenheit lösen sie kaum noch aus, einerseits, weil man schon alt genug ist, dies für sich selbst zu imaginieren, anderseits, weil man medial schon reizüberflutet ist vom Unbill auf der Welt.

Für Kinder und Jugendliche hingegen stellt sich diese Sachlage ganz anders dar: Für sie könnte Janne Tellers Buch bewußtseins-, erkenntnis- wie betroffenheits-erweiternd sein, sofern Erwachsene die Kinder und Jugendlichen bei der Lektüre dieses Buches nicht allein, nicht sich selbst überlassen. Denn Tellers Text ist eigentlich eine Chiffre für aus humanistischer Sicht folgenschwere Ungeheuerlichkeiten, bewirkt durch Ignoranz und Arroganz von seiten Starker gegenüber Schwachen. Und diese Ungeheuerlichkeiten sind im Text nicht plakativ ausgebreitet, sondern erschließen sich dem Leser erst, wenn man die Sätze einige Zeit später, darüber sinnierend, auf sich einwirken läßt; besser, wenn man seine Leseeindrücke anderen mitteilt und darüber zum Gespräch findet.

Dieses Buch ist ein Text, der Kinder und Erwachsene gewissermaßen zum Gespräch einlädt, sich mit Hilfe dieser Lektüre diskutierend und kommentierend die Maßstäbe für ein human-gerechtes wie gewalfreies Zusammenleben gemeinsam zu erarbeiten. Profitieren würden davon beide Gruppen: Die Kinder mit ihrer größeren Unbefangenheit und Bereitschaft, unkonventionell Neues zu wagen sowie die Erwachsenen mit ihrem gefestigten Erfahrungswissen und intellektuelleren Vorstellungskraft nebst stärkerer routinierter Alltagsbewältigung.

Bildhaft formuliert: Kein Buch für die Taschenlampe unter der Bettdecke, sondern für die Deckenlampe über dem Familientisch.
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am 31. Oktober 2011
Das Buch kommt in Größe und Form eines deutschen Reisepasses. Es ist in kürzester Zeit durchzulesen, aber durch die Kürze nicht weniger spannend. Europa bricht auseinander und ein Krieg aus - hoffentlich zwar völlig abwegig, aber auch keine unvorstellbare Dystopie. Die Deutschen müssen fliehen und passen sich nur unwillig einer anderen Leitkultur an. Außerdem sind sie integrationsverweigerer.
Sehr zu empfehlendes Buch!
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am 16. März 2011
Nur 59 Seiten, aber die können etwas. Sehr eindringlich schilder die Autorin das Schicksal eines ca 14 jährigen Protagonisten. Es herrscht Krieg ....doch diesesmal ist er hier. In Deutschland. Und nicht so weit weg, wie man es sonst nur aus dem Radio hört. Und ein komplett neues Leben beginnt für den Jungen, der bisher ein recht angenehmes Leben geführt hat. Die Autorin zeichnet ein sehr realistisches Bild eines Flüchtling, der sich auf ein komplett neues Leben einstellen muss... ein Leben ohne heimat und allerlei Schikanen.....

Dieses Buch schafft verständnis für Kriegsopfer und zeigt auf, dass es jeden treffen kann!!!

Ein absolutes MUSS für Schüler und Lehrer !! danach sieht man keine fernsehnachrichten und kriegsberichte mehr unberührt! dieses buch öffnet augen,schafft verständnis und berührt.

UNBEDINGT LESEN!!!
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am 24. März 2011
"Stell' Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin!" Wer kennt diesen Spruch der Friedensbewegung nicht. Aber halt, stimmt da etwas nicht? Ist es denn wirklich so, dass man immer entscheiden kann, ob man zum Krieg geht? Dass man selbst der Aktive ist? Dass man einfach durch das Fernbleiben den Krieg verhindern könnte?
JANNE TELLER sorgt für einen Wechsel der Perspektive - der Krieg kommt zu uns nach Deutschland. Da ist - zunächst - kein Weggehen mehr, da bleibt - später - nur noch die Flucht. Und gerade dieser Wechsel der Betrachtung, diese Sichtweise auf den Krieg macht das Buch für uns Deutsche so lesenswert. Insbesondere für die Deutschen, die Krieg nur noch als Geschichte kennen. Dazu kommt eine Sprache, ein Vortrag, der unglaublich dicht, ja fast hämmernd ist und der dazu beiträgt, dass das Büchlein seine Wirkung nachhaltig entfalten. Nicht zu vergessen die Optik: Ein Reisepass. Wir Deutschen wissen gar nicht, was ein Reisepass sein kann ...
LESEN! Unbedingt.
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TOP 500 REZENSENTam 26. November 2011
In Form eines EU-Passes präsentiert sich Janne Tellers "Krieg". Das schafft Nähe. Noch unvermittelter wird das Ganze mit der persönlichen Aufforderung, der Leser wird direkt angesprochen, sich das für uns inzwischen, zum Glück, Unvorstellbare vorzustellen. Zerbombte Häuser, Terror, Verfolgung, Flucht, Tod, Krieg ' mitten in Deutschland, eine zerbrochene Europäische Union, Frankreich und Griechenland als Feinde der Deutschen, die Asylsuche in Ägypten. Das Besondere dabei ist, dass dieses Büchlein für die deutsche Übersetzung speziell an die hier herrschenden Bedingungen und die Besonderheiten Deutschlands angepasst wurde. So entsteht eine nahezu lebensechte Fiktion, die einem eine Gänsehaut verursacht. So werden die Themen Flucht und Migration aus einem uns unbekannten Blickwinkel inszeniert. Sehr gut zu diesem Buch passen die Illustrationen von Helle Jensen. Auf nur 64 Seiten schafft es die Autorin, den Leser persönlich anzusprechen, ihn in diese Fiktion aufzunehmen und ihm die Probleme der Migranten in der fremden Kultur, mit unbekannter Sprache und die Ablehnung bei den Einheimischen vor Augen zu führen und unsere "heile Welt" auf den Kopf zu stellen. Andererseits finde ich es ein wenig schade, dass Janne Teller sich mit diesen wenigen Seiten zufrieden gibt. Der Stoff hat Potential für so viel mehr.

"Krieg" ist ein sehr dünnes Büchlein, berührt aber ungemein und hat ein hohes Diskussionspotential, es rüttelt auf und macht einem deutlich, wie glücklich wir uns schätzen können, in relativer Sicherheit zu leben. Ich empfehle dieses Buch jungen und erwachsenen Lesern.
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am 29. Mai 2011
Janne Teller gelingt es uns innerlich auf den Kopf zu stellen. Fliehen aus Deutschland! Wer kann sich so etwas überhaupt noch vorstellen? Eine auseinandergebrochene EU mit Frankreich und Griechenland als Feinden? Fremdling in einem muslimischen Land ohne Kenntnis der dort gelebten Sitten und Gebräuche! Ein Buch fern der lauten tagespolitischen, parolenartigen Äußerungen zur Flüchtlingsproblematik. Für Jugendliche und Erwachsene zu empfehlen!
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am 9. April 2011
Das Gedankenexperiment, dass in Europa Krieg herrscht und man deshalb nach Nordafrika flieht, ist gewagt, hier aber brilliant umgesetzt. Die Situation ist eins zu eins nachvollziehbar, exakt, was viele Flüchtlinge hier in Europa durchmachen müssen, muss in dem Buch eine deutsche Familie in Agypten erleben. Prägnant wieder gegeben, gut nachvollziehbar, sehr lesenswert. Nicht nur für Kinder.
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am 28. Mai 2016
Wohl ein Buch, welches in der jetzigen Situation eine Pflichtlektüre in der Schule sein sollte, leider muss man ja sagen.
Ein kurzes Essay, genau die richtige länge um zum nachdenken anzuregen ohne dass man sich einem ganzen Buch stellen müsste, viele wollen ja nicht lesen. Die können sich einen so kurzen Text auch stellen.
Flüchtling sein. Sich zu fühlen wie es wäre... mal auf die andere Seite zu sehen....
Dem Text an sich würde ich 5 Sterne geben. Finde halt für ein nicht mal 100 Seiten langen Text als E-Book 3,99 € zu verlangen ohne dass man den schön gestalteten Ausweis einer Hardcover Ausgabe hat ist zu viel, darum fehlt hier ein Stern.
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Auffallend ist zuerst einmal die Optik des Buches. Es sieht aus wie ein Reisepass und hat auch in etwa das gleiche Format. Das Buch ist mit thematisch passenden Grafiken durchzogen. Ich finde dass die Grafiken den Inhalt verdeutlichen, was ich gut gelungen finde. Stellenweise wirken die Grafiken wie Platzhalter, um das Buch etwas zu füllen und auf mehr Seiten zu kommen.

Die Idee des Buches finde ich wirklich interessant, denn Janne Teller dreht den Spieß einfach mal um. Meldungen von Flüchtlingen, die verzweifelt versuchen nach Europa zu kommen, gibt es immer in der Presse, doch 'Krieg ' stell dir vor, er wäre hier' schreibt die Geschichte um. Für die deutsche Ausgabe wurde das Buch von der Autorin extra überarbeitet und angepasst, da sich die Original-Ausgabe auf Skandinavien bezieht. Die deutsche Ausgabe bezieht sich jedoch auf ein Deutschland, wie ich es nicht erleben möchte.

Der Leser wird mit 'du' direkt angeredet. Dadurch habe ich mich vom ersten Satz an angesprochen gefühlt und wurde sofort in die Geschichte gezogen. Bereits nach wenigen Sätzen war ich von der Geschichte gefangen und konnte mich ihr nicht mehr entziehen. Das dünne Büchlein habe ich somit in einem Rutsch durchgelesen. Das Buch greift die Migrationshintergründe aber auch die Schwierigkeit, als Asylant in einem fremden Land mit einer völlig fremden Kultur zu leben auf. Im Grunde ist das nichts Neues, aber es geschieht so eindringlich, dass es einen sehr nachdenklich zurück lässt.

Mein Fazit:

Das Buch ist sehr lesenswert, denn es macht einem bewusst, dass sich auch für uns das Blatt wenden kann. Zudem verdeutlicht es die Probleme von Flüchtlingen und ich hoffe, dass es zu etwas mehr Toleranz beiträgt. Das Buch ist sehr dünn und der Text wird durch viele Grafiken in die Länge gezogen. Normalerweise ist das etwas, was mich abschreckt. Nicht so hier, denn ich finde es faszinierend, wie es der Autorin mit kurzen, eindringlichen Worten gelingt eine solch umfangreiche Geschichte zu erzählen.

Von mir gibt es 5 von 5 Sternchen für dieses Buch sowie eine Leseempfehlung.
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