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Krieg der Spermien: Weshalb wir lieben und leiden, uns verbinden, trennen und betrügen
 
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Krieg der Spermien: Weshalb wir lieben und leiden, uns verbinden, trennen und betrügen [Taschenbuch]

Robin Baker
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch --  
Taschenbuch, 28. März 2002 --  

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 477 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe GmbH & Co.KG (Bastei Verlag); Auflage: 2 (28. März 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404604652
  • ISBN-13: 978-3404604654
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 130.438 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Robin Baker
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Am Anfang war der Seitensprung, sagt Robin Baker und enthüllt die vielen geheimen Mittel und listigen Strategien, die unsere Körper im Laufe der Evolution herausgebildet haben, um sich ═ häufig gegen unseren bewußten Willen ═ erfolgreich fortzupflanzen. Er stellt auf unterhaltsame Weise die biologischen Grundlagen unseres Liebeslebens dar und zeigt, was beim Sex wirklich los ist. Ein schonungsloser Blick auf unser Sexualverhalten, der aufklärt, provoziert und amüsiert.

Über den Autor

Robin Baker hat viele Jahre als Evolutionsbiologe an der Universität von Manchester geforscht und gelehrt. Seit 1996 widmet er sich ganz dem Schreiben. Er hat mehrere sehr erfolgreiche Bücher geschrieben. Der internationale Bestseller Krieg der Spermien (1997) und Baby Wars (1999) sind zuletzt auf deutsch bei Limes erschienen.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
33 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von D. Weiß
Format:Taschenbuch
Gemessen an dem, was sich Baker in seinem Vorwort zum Ziel setzte, müssen dem Buch alle Sterne verliehen werden. Ihm ist es überaus trefflich gelungen, die gestellten Fragen zur Sexualität des Menschen auf anschauliche Weise zu beantworten. Die gewählte Methode, Szenen aus realen Ereignissen zusammenzusetzen und anschließend mit den neuen Erkenntnissen zu erläutern, macht die zum Teil komplexen Zusammenhänge auf einfache Art deutlich. Dies kommt seinem Ziel, die Revolution des Verständnisses der menschlichen Sexualität zu forcieren und unter nicht Wissenschaftler zu tragen, sehr zu gute.

Selbstverständlich wird dem mehr wissenschaftlich interessierten Leser dabei zu viel verloren gehen. Verweise und Zahlen fehlen fast vollständig. Exkurse in die Biochemie und Neurologie werden komplett vermieden. Auch wären ein paar Informationen zur Populationsgenetik, zur Soziobiologie und Evolutionsbiologie sehr gut gewesen. Das war aber nicht der Grundgedanke und kann in einem anderen Buch von ihm und seinem Kollegen nachgelesen werden.

Dadurch ist ein Buch entstanden, dass sehr schnell und leicht zu lesen ist, sich sehr unbefangen und frei an die Thematik heranwagt und mit sehr vielen hochinteressanten und überraschenden Zusammenhängen aufwartet. Es macht außerordentlich viel Spaß, es zu lesen.

Nur wenige Kapitel wie die zum Thema Vergewaltigung sind naturgemäß (alle Bücher zu diesem Thema unterliegen diesem Problem) belastend. In diesem Zusammenhang wird es ihm gelingen, die meisten Leser zu überzeugen, jedoch wäre eine noch intensivere und ausführlichere Überzeugungsarbeit besser gewesen.

Gemessen an anderen Büchern schießt Baker nicht all zu oft mit seinen Spekulationen über das Ziel hinaus. Die Soziobiologie ist zwar neu und noch umstritten, doch macht der Autor sehr oft plausibel, dass damit sehr wohl viele Dinge erklärbar werden. Selbstverständlich darf man diese Erkenntnisse nicht als vollständig ansehen und glauben, nun jeden Einzelfall erklären zu können. Das ist gefährlich und hätte von Baker deutlich hervorgehoben werden müssen.

Daran schließt sich eine letzte Kritik an. Nie taucht das Thema Liebe als Diskussionsgegenstand auf. Aber etwas, was von nicht wenigen Menschen als ursprüngliches und unabhängiges Phänomen von gewaltigem Einfluss (bis hin zum Selbstmord) jeden Tag erlebt wird, bedarf einer Erklärung. Viele glauben, dass Liebe mehr ist als ein Trieb. Baker schreibt aber so gefühlskalt und distanziert, dass genau dies nicht so erscheint. Was ist nun der Fall? Eine ganze Menge Hinweise sprechen leider für die Liebe als Produkt der Evolution, jedoch wird jede überzeugende Diskussion und Erklärung vermieden. Hier fehlt eindeutig ein Kapitel, dass sich mutig mit diesem Thema befasst.

Die Kritik reicht nicht aus, um einen Stern abzuziehen. Dafür ist das Buch viel zu gut und zu interessant. Wenngleich Wissen das Leben auch nicht einfacher macht, so sollte dieses Buch jeder lesen. Oder gibt es etwas größeres, als ein Stück mehr von der Welt zu verstehen?

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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Impfstoff gegen Illusionen 20. Dezember 1998
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Robin Baker ist Evolutions-Biologe mit Leib und Seele. Er hat das menschliche Sexualverhalten, besonders die sogenannte Untreue, konsequent vom Standpunkt der Spermien betrachtet. Diese sieht er als Krieger, die darauf bedacht sind, möglichst viele Konkurrenten auszustechen, Hindernisse zu überwinden und Eizellen zu befruchten. Killer- und Blockierspermien, die Durchlässigkeit des Cervixschleims und unbewußte sexuelle Strategien der Frauen sind dabei die entscheidenden Faktoren. Mit diesem Szenario zeigt Robin haarklein auf, wie "ungewollte Schwangerschaften" aus dem animalischen Fortpflanzungstrieb stammen; es hat einen Grund, daß die Pillen vergessen und Kondome nicht benutzt werden, daß Seitensprünge oft zur Schwangerschaft führen und daß oraler Sex nicht nur der Luststeigerung dient (sondern auch der Entdeckung der Geruchsmarken von Rivalen). In 37 Szenen beschreibt er alltäglich vorkommende sexuelle Handlungen - Ehebrüche, Lügen, Lüste, und Fehlschläge - und führt sie auf die uralten Mechanismen zurück, denen wir folgen, ohne es zu merken. Manchmal gelingt es uns ja, ihr Wirken rational zu interpretieren, aber meistens stehen stehen wir den irrationalen Verhaltensweisen beim Sex ratlos gegenüber. Dann hat ein archaisches Verhaltensmuster wieder einmal die hehren Errungenschaften unseres Geistes überwunden. Regungen wie Liebe und Freundschaft spielen dabei eine untergeordnete Rolle, und genau dieser Eindruck läßt sich auch angesichts der Realität der vielen "ungewollten" Kinder nicht vermeiden. Baker hat ein sehr verständliches, schlüssiges, illusionszerstörendes und deshalb manchmal gespenstisch kaltes Buch geschrieben, das auch zarte Seelen zu sich nehmen sollten - aber gut dosiert, als Impfstoff gegen Illusionen.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Amarczon
Format:Taschenbuch
Robin Baker ist Evolutionsbiologie an der Universität von Manchester. Gemeinsam mit seinem Kollegen Mark Bellis hat er sich mit dem Sexualverhalten der Menschen beschäftigt, ganz speziell mit dem so genannten Spermienkrieg. Die Ergebnisse ihrer eigenen, sowie der allgemeinen neueren Forschung zu diesem Thema, haben sie anschließend, im Jahr 1995, in dem Buch „Human Sperm Competition“ publiziert. Da dieses Thema aber auch für nicht Biologen, die mit der wissenschaftlichen Publikation wenig anfangen können, interessant ist, lieferte er anschließend mit diesem Buch die Essenz seiner Arbeit in einer Form, die sich speziell an den biologischen Laien richtet.

Das Buch ist teilweise Fiktion, und teilweise Wissenschaft. Es umfasst 11 Kapitel, die jeweils wiederum in Szenen unterteilt werden. Zum Beginn einer jeden Szene erzählt Robin Baker zunächst eine kurze fiktionale Geschichte, die ein normales Problem oder Geschehen der menschlichen Sexualität darstellt. Angefangen mit einer Bettszene eines langjährigen Paares beim routinierten Sex, über den Seitensprung, bis hin zum heiklen Thema der Vergewaltigung. Im Anschluss an die fiktionale Geschichte analysiert Baker das Geschehene. Was ist auf biologischer Ebene passiert? Warum haben die beteiligten Personen gehandelt, wie sie gehandelt haben, und was bedeutet dies für ihren zukünftigen Fortpflanzungserfolg? Die Erkenntnisse, die der Leser auf diese Weise von Szene zu Szene neu gewinnt, bauen immer wieder auf einander auf und werden erweitert.

Der wissenschaftliche Stil Bakers ist dabei zunächst gewöhnungsbedürftig. Das Thema Liebe, für viele die Basis der Sexualität, wird nur hin und wieder am Rand erwähnt. Auch kann es den Anschein erwecken, dass es keine Beziehung ohne Seitensprung gibt. Doch dies sind bloß einfach Themen, die aus evolutionsbiologischer Sicht in diesem Zusammenhang nicht interessieren. Die Trennung zwischen dem unterbewussten biologischen Trieb zur Fortpflanzung, um den es in diesem Buch geht, und der bewussten Lust auf Sexualität in der Liebe und mit dem Partner, die hier nur eine untergeordnete Rolle spielt, ist zunächst nur schwer zu vollziehen.

Am Ende des Buches, so ist die Zielsetzung, soll der Leser verstehen, was während Standart-Situationen der heutigen Sexualität (Sex mit dem Partner/Seitensprung/Vorspiel/Orgasmus der Frau/Vergewaltigung) unterbewusst im Körper von Mann und Frau geschieht, und wie diese Vorgänge unser Handeln beeinflussen. Dieses Ziel erreicht Robin Baker mit „Krieg der Spermien“. Durch die Herangehensweise mit den kurzen fiktionalen Szenen am Anfang jedes Abschnitts, der klaren und guten Strukturierung und der nicht zu wissenschaftlichen, aber dennoch professionellen Sprache und Wortwahl, ließt sich das Buch sehr flüssig, und die wissenschaftlichen Aspekte der Sexualität können von jedem verstanden und nachvollzogen werden. Dadurch eröffnet sich dem Leser ein ganz neuer Blick auf die menschliche Sexualität.

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