John Scalzi hat mit vorliegendem Roman ein lupenreines 5-Stern-Werk vorgelegt. Der Roman handelt von einem 75jährigen, der sich - wie viele andere seines Alters - freiwillig zu einer Militärtruppe meldet, die ausschließlich abseits der Erde die menschlichen Kolonien verteidigt. Sein Beweggrund ist nicht Kampflust, sondern die Aussicht darauf, von der Organisation, die weit fotrtschrittlicher als die auf der Erde eingesetzte Wissenschaft ist, in kampffähigen Zustand gebracht zu werden. Sprich: Die Typen machen einen irgendwie wieder jung. Soviel zur Grundidee der Story.
Die weitere Handlung ist für Fans von Military Sci-Fi ein Leckerbissen, ich werde hier nicht weiter auf den Inhalt eingehen. Wer Robert Heinleins "Starship Troopers" mochte - und zu dieser Personengruppe zählt offensichtlich auch Scalzi selber - kann auch mit diesem Buch nichts falsch machen.
Scalzis Erzählstil ist frisch und macht dem Leser das Umblättern leicht, das Werk ist über weite Strecken sehr humorvoll und bietet vor allem Lesevergnügen. Durch die Wahl der Ich-Perspektive ist es einfach, sich rasch mit dem Protagonisten John Perry zu identifizieren, aber auch andere, nur kurz auftredende Charaktere bekommen durchaus Profil.
Abschließend noch eine kurze Anmerkung: Anfangs machte ich mir ein wenig Gedanken darüber, ob Scalzi seine Idee mit den alten Menschen, die nochmal in den Krieg ziehen, vielleicht nur als einmaligen Gag, als Aufhänger für die Story entwickelt hat, ohne dass sie für den späteren Verlauf Relevanz hat. Ist aber nicht so, später im Roman wird es nochmal durchaus wichtig, dass es sich bei John Perry um einen Menschen mit der Erfahrung eines ganzen Lebens handelt.
Also, wie gesagt: Freunde von Heinlein und generell Military Sci-Fi können in Scalzi einen neuen Lieferanten guten Stoffs finden.