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Krieg und Frieden: Roman (Schöne Klassiker)
 
 
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Krieg und Frieden: Roman (Schöne Klassiker) [Taschenbuch]

Lew Tolstoi
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 1291 Seiten
  • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 3 (30. August 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3746626730
  • ISBN-13: 978-3746626734
  • Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 13 x 6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (86 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 97.891 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Leo N. Tolstoi
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Alle Freunde der großen russischen Literatur des 19. Jahrhunderts müssen sich mit einer traurigen Wahrheit vertraut machen: Krieg und Frieden von Leo Tolstoi hat es nie gegeben! Es existieren nur verschiedene Fassungen, von denen die uns bekannte eine (mehr oder weniger bunte) Mischung ist: Der Text stammt aus den ersten beiden Ausgaben von 1868/69, vermischt mit den Korrekturen und der Kapiteleinteilung der dritten Ausgabe von 1873.

Erstmals aber hatte Tolstoi sein Mammut-Epos 1866 für beendet erklärt und dann doch noch mit Änderungen versehen, die das Opus auf das Doppelte des ursprünglichen Umfangs anschwellen ließen. Zahlreiche Exkurse zur Geschichtsphilosophie und Zeitpolitik wurden aufgenommen, die Napoleon-Begeisterung der Urfassung zugunsten einer politisch legitimeren Darstellung geglättet. Das hat Krieg und Frieden zum einen sicher interessanter und fassettenreicher, zum anderen aber auch vom Erzählstil etwas träger und von der Figurenzeichnung etwas einseitiger werden lassen. Denn viele satirische und groteske Züge kommen in den späteren Druckfassungen nicht mehr zum Tragen.

Was Krieg und Frieden verlor und was es durch die Überarbeitungen gewann, kann nun jeder in der laut Verlagswerbung mühsam "rekonstruierten Urfassung" nachlesen -- wobei das Attribut schon ankündigt, dass es sich dabei keineswegs um die einzig autorisierte Urfassung handeln muss. Dennoch bekommt man einen schnellen, überraschenden und ebenfalls nicht gerade dünnen Roman zu lesen, der nicht nur einen klareren Einblick gibt in die Tolstoi'sche Psyche, sondern auch aufwartet mit einem neuen (also eigentlich ja alten) Schluss. Mehr wird aber nicht verraten. --Thomas Köster -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Krieg und Frieden
OT Vojna i mir OA 1868 / 69 DE 1885Form Roman Epoche Realismus
Mit seinem zwischen 1863 und 1869 entstandenen Roman Krieg und Frieden schuf Lew N. Tolstoi ein Werk, das in epischer Breite auf unübertroffen kunstvolle Weise einen Familien-, Historien- und Bildungsroman in sich vereint. Die geschickte Verknüpfung der zahlreichen Handlungsstränge und die sprachliche Intensität, mit der Tolstoi seine Figuren zum Leben erweckte, ließen sein Werk zu einem Meilenstein der russischen Literaturgeschichte und zu einem Klassiker der Weltliteratur werden.
Entstehung: Die Entstehung des vierbändigen Erzählwerks geht auf den Plan des Autors zurück, einen Roman über die Dekabristen zu schreiben, eine Gruppe adeliger Offiziere, die nach dem Tod von Alexander I. (1777–1825) 1825 einen Aufstand gegen die Selbstherrschaft des Zaren Nikolaus I. (1796–1855) initiiert hatten. Nach dem Scheitern des Putsches wurden die Revolutionäre hingerichtet oder zur Zwangsarbeit in Sibirien verurteilt und erst 1856 begnadigt.
Der Held in Tolstois Roman sollte ein Dekabrist sein, der nach 30 Jahren in sibirischer Gefangenschaft ins europäische Russland zurückkehrt. Um die Hintergründe des Militärputsches von 1825 auszuleuchten, plante Tolstoi, den Lebensweg seines Protagonisten bis zum Einmarsch von Napoleon I. (1769–1821) in Russland 1812 zurückzuverfolgen. Nach drei Kapiteln brach er die Arbeit jedoch ab und wandte sich in einem neuen Romanprojekt direkt den historischen Ereignissen im ersten Viertel des Jahrhunderts zu.
Historischer Hintergrund: Den historischen Hintergrund bilden die militärischen Auseinandersetzungen Russlands mit Frankreich. Die Romanhandlung setzt 1805 ein, dem Jahr, in dem sich Russland mit England, Österreich und Schweden gegen Napoleon I. verbündete. Nach der für Napoleon siegreichen Schlacht von Austerlitz und weiteren militärischen Niederlagen Russlands wurde 1807 der Friede von Tilsit geschlossen. Als jedoch Zar Alexander I. trotz der 1806 verhängten Kontinentalsperre britische Schiffe in seinen Häfen zuließ, begann Napoleon mit dem Aufbau der Grande Armée, mit der er 1812 in Russland einmarschierte. Nach der Schlacht von Borodino gelang ihm die Besetzung Moskaus, doch der große Brand von Moskau, der einbrechende Winter, Nahrungsmangel und die Angriffe russischer Einheiten zwangen ihn schließlich zum Rückzug.
Inhalt: Der mit insgesamt rund 250 Figuren (Hauptfiguren R S. 1078) besetzte Roman schildert die Geschichte dreier Familien, deren Mitglieder über drei Generationen durch mehrere miteinander verflochtene Erzählstränge verbunden sind.
Der ein wenig plumpe, aber gutmütige und idealistische Pierre Besuchow, illegitimer Sohn eines wohlhabenden Grafen, ist mit Andrei Bolkonski befreundet, einem ebenso zweiflerischen wie scharfsinnigen Denker. Aus der Schlacht von Austerlitz zurückgekehrt, verliebt sich Andrei in Natascha, die bezaubernde Tochter des verarmten Grafen Rostow. Nachdem diese eine Affäre mit dem ruchlosen Lebemann Anatol Kuragin begonnen hat, nimmt Andrei an der Schlacht von Borodino teil, wird schwer verletzt und stirbt.
Pierre indes heiratet Anatols Schwester Helene, die in seiner Abwesenheit bei der Abtreibung eines unehelichen Kindes stirbt. Er wird Zeuge der Schlacht von Borodino, erlebt in Moskau den Einzug der napoleonischen Armee und beschließt, Napoleon zu töten. Sein Plan missglückt, und Pierre kommt in ein Kriegsgefangenenlager, wo er den Soldaten Platon Karatajew kennen lernt. In dessen bäuerlicher Weisheit findet er schließlich eine Antwort auf seine Fragen nach dem Lebenssinn, so wie er in Natascha später seine ideale Ehefrau erkennt.
Nataschas Bruder Nikolai seinerseits gibt, um seine Familie vor dem finanziellen Ruin zu retten, die Verbindung zu seiner Cousine Sonja auf und heiratet Andreis Schwester Marja, die nach dem Tod des Bruders über ein beträchtliches Vermögen verfügt. Obschon ihre Ehe weniger bewegt und erfüllt erscheint als die zwischen Pierre und Natascha, finden auch Nikolai und Marja zu einem zufriedenen Dasein.
Aufbau: Im ständigen Wechsel zwischen der Darstellung familiärer Szenen, menschlicher Emotionen, Konflikte und Vergnügungen einerseits sowie der Schilderung von Schlachten und Lagebesprechungen andererseits zeichnet Tolstoi ein umfassendes literarisches Porträt des aristokratischen Lebens in einer Zeit, die zu den glanzvollsten Epochen in der russischen Geschichte zählt. Geschichtsphilosophische Exkurse und die Beschreibung der historischen Persönlichkeiten bringen das ethische Anliegen des Autors ebenso zum Ausdruck wie die Sinnsuche der beiden Protagonisten Pierre und Andrei, deren Charaktere zwei verschiedene Seiten in Tolstois eigenem Wesen widerspiegeln.
Wirkung: Der Autor sprach dem Werk stolz den Rang der Ilias (entst. 2. Hälfte des 8. Jahrhunderts v. Chr.) von R Homer zu. Es wurde mehrfach verfilmt, u. a. 1956 von King Vidor mit Audrey Hepburn in einer der Hauptrollen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Krieg und Frieden Kindle Edition, 27. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Krieg und Frieden (Kindle Edition)
Diese rezension bezieht sich auf die kostenlose Kindle-Ausgabe.

Der Roman ist stark gekürzt. Mit dem Original-Text hat diese Ausgabe nichts zu tun. Abgesehen von den radikalen Kürzungen kann auch die Übersetzung nicht überzeugen. Dieses Ebook nehme ich nichtmal geschenkt und lese lieber in der werkgetreu übersetzten und liebevoll gestalteten Hanser-Ausgabe weiter.
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40 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eine Perle der russischen Literatur, 26. September 2005
Von 
Sven Czechmann (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Krieg und Frieden war sicher die umfangreichste Literatur, die ich bisher in meinen 31 Lebensjahren genossen habe, jedoch mit Nichten, die langwierigste. Dem Autor gelingt es auf 1600 Seiten in packender Art und Weise, das Denken und Handeln des russischen Volkes zu Zeiten der napoleonischen Kriege in den Jahren 1805 bis 1812 darzustellen.
In künstlerischer Vollendung gelingt es Tolstoi in den kriegerischen und friedlichen Epochen dieser Zeit zu wandeln.
Dabei gibt er uns nicht nur einen genauen Einblick in das durchaus zwiespältige Verhältnis Napoleons zu Russland wie zum Zaren Alexander I, sondern nimmt sich ebenfalls die Zeit, uns gleich noch die Geschichte dreier russischer Großfamilien zu erzählen, deren Leben stark vom Kriege geprägt wird. Geschickt weiß er seinen roten Faden zu spinnen und mit Hilfe seines ach so menschlichen Helden, deren Schicksale miteinander zu verknüpfen. Mit seiner Detailverliebtheit, welche so scheint mir, den großen Literaten dieser Welt durchaus zu Eigen ist, gelingt es ihm, die Motive und Absichten seiner Darsteller zu hinterfragen und für uns als Leser transparent zu machen.
Dank des hilfreichen Personenregisters m Ende des Buches gerät der Leser nie in Verlegenheit, einer gewissen Verwirrung anheim zu fallen, was die Vielzahl seiner Protagonisten betrifft.
Bemerkenswert, wenn auch vielleicht teilweise streitbar, sind seine immer wieder intelligent eingefügten Bemerkungen und Schlussfolgerungen zu den Ursachen der Konfrontationen und deren Folgen auf die weitere Entwicklung Europas in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts, sowie dem Handeln einzelner historischer Persönlichkeiten in ihrer Zeit.
Dieses Buch ist sicher nicht für jemanden geeignet, der leichtverdauliche Kost zum Einschlafen sucht, sondern eher für den interessierten Leser, der damit seiner Liebhaberei frönen möchte. Ganz klares Fazit: DAUMEN HOCH!
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204 von 230 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Großartige Weltliteratur, leider sehr schlecht herausgegeben, 10. September 2001
Rezension bezieht sich auf: Krieg und Frieden. 4 Bände (Broschiert)
Krieg und Frieden ist eines der größten und bedeutendsten Werke der Weltliteratur. Daran ist nicht zu rütteln und es wurden bereits genügend Rezensionen über Tolstoi's großartiges erzählerisches Talent, die Dreidimensionalität seiner Personen sowie das gewaltige Ausmaß dieses Werks geschrieben. Ich schließe mich allen diesen Punkten bedingungslos an.

Allerdings möchte ich darauf hinweisen, dass ich von dieser Diogenes Ausgabe sehr enttäuscht bin. Ich wählte sie ursprünglich deshalb aus, weil sie in vier Bände unterteilt ist, was das Lesen einfacher macht, weil man nicht immer einen großen Wälzer mit sich herumschleppen muss. Doch musste ich zu meinem Bedauern feststellen, dass die Übersetzung mittelmäßig ist (es gibt allerhand grammatikalische Fehler) und die Typographie selbst sehr zu wünschen übrig lässt. Fast auf jeder Seite befinden sich Rechtschreib- b.z.w. Tippfehler, die beim Lesen störend wirken. Es sieht so aus, als ob die Bücher ohne Korrekturen gedruckt worden sind.

Ich hätte mir das von einem renommierten Verlag wie Diogenes nicht gedacht und bin wirklich enttäuscht. Es zeugt nicht gerade von Respekt für den großen Autor, sein Werk auf diese schlampige Weise herauszugeben.

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