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100 Jahre Universal Pictures
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Kleiner Mann - ganz groß!,
Von Askadar (Heidelberg, Baden-Württemberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der Krieg des Charlie Wilson (DVD)
In diesem unterhaltsamen Mike Nichols-Film (Primary Colors, The Birdcage) übernimmt Tom Hanks die Rolle des US-Kongressabgeordneten Charlie Wilson, der in der Reagan-Ära seine ganze Aufmerksamkeit dem Leid der afghanischen Zivilbevölkerung und der Bewaffnung der Mujaheddin widmet, die sich gegen eine immer expansiver vorgehende russische Armee zur Wehr zu setzen haben.Es ist Teil des auf einer wahren Geschichte beruhenden Filmkonzepts, dass man sich als aufmerksamer Zuschauer nie ganz schlüssig ist, was denn diesen texanischen Abgeordneten, der zumindest zu Beginn des Films sündigem Whiskey und mehr als nur aufgeschlossenen Stripperinnen mehr zugetan scheint als einer außenpolitischen Großtat im Mittleren Osten, antreibt. Ein schlechtes Gewissen ob seines selbstverschuldeten politischen Außenseitertums, oder doch nur persönliches Geltungsverlangen? Wie dem auch sei, sein emsiges Treiben und Händeschütteln tragen bald Früchte. Mit Rückendeckung der sechst reichsten Frau in Texas, gespielt von einer überaus damenhaft anmutenden Julia Roberts, und gewisser politischer Kontakte gelingt ihm schließlich das Unerwartete: die Wendung des Kalten Krieges im Russland-Afghanistan-Konflikt zugunsten einer mit amerikanischen Hightech-Waffen ausgerüsteten afghanischen Miliz. Der Film mag im Ganzen kein Meisterwerk geworden sein, doch dank der darstellerischen Leistungen - u. a. Philip Seymour Hoffman als zynisch-abgebrühtes CIA-Alteisen, herrlich auch seine rhetorisch unschlagbare Abrechnung mit einem Vorgesetzten - verliert er zu keiner Zeit den Faden und bleibt bis zum Schluss spannend. Was mir aber an "Charlie Wilson's War" am besten gefallen hat, ist Tom Hanks, der in seiner Rolle als charakterfester, jovialer Südstaaten-Politiker mit "Großmannssucht" regelrecht aufzugehen scheint. Darüber hinaus übt der Film auf seine satirische Weise Kritik am Politzirkus der USA, in dem für gewöhnlich nur die Mächtigen zu Wort kommen und Paradiesvögel wie Wilson nur allzu gern ausgebremst werden. Nun, in diesem Fall hat der Enthusiasmus eines Einzelnen über Washingtons selbsternannte Regierungselite gesiegt. Insgesamt ein sehenswerter Film, dem man aber ehrlicherweise auch seine bisweilen zu leichtgewichtig-naive Machart vorwerfen muss; deshalb gibt es von mir 4|5 Punkten. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Unglaublich, aber wahr,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Krieg des Charlie Wilson (DVD)
Auf DVD macht der Film noch mal etwas mehr Spaß, als damals auf Sky. Warum? Weil man in dem Making-of und einem Kurzporträt auch etwas über den echten Charlie Wilson erfährt. "Ihr dürft mich mit Frauen und Drogen nehmend zeigen", hat der sogar zugelassen. Schließlich sei es ja auch so gewesen. Und es zeigt, dass dieser Wilson kein Schönling war, aber jemand mit einem gehörigen Selbstvertrauen, das auf Frauen scheinbar anziehend wirkte.Die Story des Films ist also eine Wahre und dennoch eigentlich unfassbar. Anfang der 1980er Jahre, der Krieg zwischen der mächtigen Sowjetunion und dem armen Afghanistan hat gerade begonnen, wird der texanische Kongressabgeordnete Charlie Wilson (Tom Hanks) von der sechstreichsten Frau des Staates (Julia Roberts) um den Finger gewickelt. Wilson soll den Afghanen beim Kampf gegen den gemeinsamen Feind helfen, indem er ihnen Mittel für Waffenkäufe zur Verfügung stellt. Was denkbar unglaublich ist, gelingt: Wilson, ein Lebemann, der sich am liebsten mit Alkohol, Drogen und Frauen vergnügt, schafft es, die Ausgaben für verdeckte Operationen von anfänglich fünf Millionen Dollar auf am Ende zwei Milliarden Dollar anzuheben. Gemeinsam mit einem CIA-Agenten (Phillip Seymour Hoffman) gelingt es ihm sogar, dass die verhassten Völker Israel, Ägypten, Saudi-Arabien und Pakistan beim Waffenkauf helfen. Am Ende, das ist ja bekannt, steht der afghanische Sieg über die Sowjets, die große Union zerfällt. Regisseur Mike Nichols wäre keiner der besten Hollywoods, wenn es ihm nicht gelänge, Parallelen vom damaligen Krieg zum aktuellen Feldzug gegen den Terrorismus zu ziehen. Denn wenn man so will, waren es die Amerikaner selbst, die die Mudshaheddin angelernt haben. Eben jene Gruppe, aus der später Al-Qaida hervorging, die 2001 die Anschläge auf das World Trade Center verübte. Einen Grund nennt Nichols selbst. Als der Krieg der Afghanen gewonnen ist, will Wilson eine läppische Million für den Wiederaufbau des Landes, bzw. für Schulen. Die Summe wird ihm nicht gewährt. "Diese Dinge passierten. Sie waren ruhmreich und veränderten die Welt. Und dann versauten wir das Endspiel", formulierte es Charlie Wilson selbst. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Unglaublich-fast wahr-gut!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Krieg des Charlie Wilson (DVD)
Der echte Charlie Wilson hat sich zu diesem Film geäußert und gesagt: Es ist unglaublich und krass was in diesem Film gezeigt wird, aber glauben sie mir: die Realität war noch schlimmer!Der Film zeigt die Mechanismen der kapitalistischen Form der Demokratie auf. Verlogen, Geldgierig...etx... Den Film zu beschreiben ist schwer, dass was Wilson tut ist gut! Wie er es tut ist schlecht. Kann man für eine gute Sache die Moral ausschalten, darf Moral nebensächlich sein wenn es um das große Ganze geht? Der Film gibt darauf keine Antwort, er zeigt lediglich wie es funktioniert. Doch ist dieser Film keineswegs belehrend. Im Gegenteil, er ist höchst unterhaltsam. Und doch bleibt einem spätestens beim Abspann das Lachen im Halse stecken. Der Film wirft viele Fragen auf: Ist Wilson schuld für das Schreckensregime der Taliban? Ist das politische System der USA richtig? Gibt es gerechte Kriege?---Diese Fragen werde aufgeworfen und nicht beantwortet und das ist auch gut so! SATIRE!!! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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