Pressestimmen
Obwohl Fontane einmal meinte, ein guter Aphorismus sei die Weisheit eines ganzen Buches in einem einzigen Satz, ist diese irgendwo zwischen Literatur und Philosophie beheimatete kleine Form heute nicht mehr sehr populär....Doch es gibt sie noch, die Feinschleifer des Formulierungsfuror, die sich daran abarbeiten, aus wenigen Worten Witz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung zu schmieden. Hugo Ernst Käufer hat nun seinen schon fünften Band mit Aphorismen veröffentlicht,Kriecher stolpern nicht, heißt er; und Artur Cremer - acre hat wieder einmal grandiose Illustrationen - Porträts und Zeichnungen- beigesteuert. Diese zeigen Menschenbilder, Physiognomien der Zerrissenheit, irritierend in ihrer kräftigen Plastizität. Vielen Aphoristikern geht es wie den blinden Hühnern, die finden hin und wieder auch ein Korn, schreibt Käufer selbstironisch... Doch schnell wird bei der Lektüre klar, dass Käufers Sammlung voller Körner ist, egal, welchem Themenkreis sich die funkelnden Sätze widmen. So kommentiert Käufer so hellsichtig wie abgründig das populärste Unterhaltungsmedium: ,,Das Fernsehen sorgt dafür, dass jeder gedanklich seinen Mord begeht. Oder er macht sich über deren Formate lustig: ,,Comedy: Die Bildungs- und Lachanstalt für die Kleinkarierten und ..Talkshows sind die Henker der Gespräche. Genauso pointiert und treffend sind seine Einlassungen zu Wirtschaftskrise, Politik, Kirche und Kultur, die zuweilen hart und engagiert formuliert sind, dabei aber immer auf Seiten der Schwachen stehen. ,,schreiben auf der Seite der Getretenen. (WAZ 30.4. 2011, Tom Thelen)
Kurzbeschreibung
Aphorismen, Artur Cremer acre Porträts, 11 Porträtzeichnungen. Auch in seinem fünften Aphorismenband beschäftigt sich der Autor mit gesellschaftlichen, politischen, sozialen, kulturellen Defiziten und menschlichen Eigenschaften, die in Witz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung auf den Punkt gebracht werden: Schreiben auf der Seite der Gerechten. Inhalt: Unvorstellbares auf den Punkt bringen; Jedes Wort ist ein Beginnen; Die Allmacht der Quote triumphiert; Keine Störung, es bleibt alles beim Alten; Je korrupter desto mächtiger; Das Geld baut sich seine Dome; Wer viel besitzt, kann auch viel verlieren; Im Namen Gottes wird viel Schindluder getrieben; Prinzipien sind wie Einbahnstraßen; Wer keinen Verstand hat, kann ihn auch nicht verlieren.