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Von Hansjörg Martin, einem der Pioniere des deutschen Krimis, bis zu Ingrid Noll, die die "Bestsellerfähigkeit" deutscher Krimiautoren aufs Nachdrücklichste bewiesen hat, stellen sich die Autoren den inquisitorischen Fragen der Herausgeber. Humor und eine gehörige Portion Selbstironie zeichnen Herausgeber und Porträtierte gleichermaßen aus. Der Leser erfährt viel Persönliches, viel über den Vorgang des Schreibens, des Konzipierens von Kriminalromanen und auch viel über die unterschiedlichen Intentionen der Autoren.
Friedhelm Werremeier und Felix Huby erzählen von sich und ihren Tatort-Helden Trimmel und Bienzle. Irene Rodrian beschreibt die Entstehung ihrer Romane, die sich mit der Demontierung bürgerlicher Fassaden beschäftigen. Michael Molsner macht noch einmal die Bedeutung des politisch engagierten Krimis deutlich. ky alias Horst Bosetzky, Begründer des Soziokrimis, führt vor, wie er seinen Mikrokosmos, den fiktiven Ort "Bramme" erschuf. Gisbert Haefs erzählt von der Lust am Erzählen und Peter Zeindler informiert über die Entstehung seiner Agentenromane. Sabine Deitmer schließlich steht als Beispiel für den durchschlagenden Erfolg deutscher Krimi-Autorinnen in den Neunziger Jahren. Und dies alles geschieht in ungewöhnlich persönlichem und leisem Rahmen.
Alberts und Göhre haben eine subjektive Auswahl getroffen und das war gut so. Ganz nebenbei haben sie trotzdem eine repräsentative Geschichte des deutschsprachigen Kriminalromans zustande gebracht. Einfühlsame Porträts der Autoren und ihrer Lebensräume sind dabei dem Kölner Fotografen Rainer Griese gelungen. Eine CD mit "Kreuzverhören" der Autoren und Lesungen aus ihren Werken rundet das sehr gelungene Buch ab. Darauf ist auch Hansjörg Martin noch einmal zu hören, der am 11. März auf Mallorca gestorben ist. --Ulrich Deurer
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sensible Protraits über zehn Schreibtischtäter,
Rezension bezieht sich auf: Kreuzverhöre. Inkl. CD. Zehn Krimiautoren sagen aus (Gebundene Ausgabe)
Zehn deutschsprachige Krimiautorinnen und - autoren werden in umfangreichen Portraits und sensiblen Fotos vorgestellt. Von Hansjörg Martin über Irene Rodrian bis hin zu Ingrid Noll reicht die Liste der dargestellten Schreibtischtäter. Wer "seinen" Krimiautor wirklich kennenlernen will, der sollte sich "Kreuzverhöre" nicht entgehen lassen. Das Buch bietet weit mehr, als so manches Interview in einer Zeitung oder im Fernsehen. Die beiden Autoren Jürgen Alberts und Frank Göhre haben es verstanden, lebensnahe und fesselnde Bilder ihrer mordenden Kolleginnen und Kollegen einzufangen. Die Porträts sind alle gelungen und machen Lust auf die Bücher. Für Krimifans ein Muß, für alle anderen ein verführerischer Einstieg in die Welt der deutschsprachigen Kriminalliteratur und in die ehrenwerte Gesellschaft der eigenwilligen Krimischriftsteller. Besonderes Schmankerl ist übrigens die beigelegt CD, durch die die dargestellten Autor/innen auch eine Stimme bekommen. Schlichtweg ein gelungenes Buch! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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