Das Grundprinzip von Kreuzverhör" entspricht ziemlich genau dem des Brettspielklassikers "Cluedo", nur dass es sich hier um vier zu erratende Details handelt, während es bei Cluedo" nur um das Herausfinden von Täter, Tatort und Tatwerkzeug geht.
Das Besondere an Kreuzverhör" ist die Einführung der Aktionskarten, die einerseits dem Ermittler die Möglichkeit geben, in einer Runde mehrere Faktoren auszuschließen, aber seine Nachforschungen andererseits auch blockieren können, indem der Gegenspieler die passende Verteidigungskarte spielt. Das Spiel wird durch diesen Glücksfaktor" wesentlich interessanter und gibt auch dem eher passiven Gegenspieler Möglichkeiten in die Hand, die Ermittlungen seines Gegenübers zu stören. Die geringe Komplexität und die kurze Spielzeit machen Kreuzverhör" außerdem zu einem idealen Spiel für zwischendurch.
Auch wenn Kreuzverhör" wohl hauptsächlich mit dem Hintergedanken produziert wurde, die eigenen Regionalkrimis zu bewerben, ist dem Gmeiner Verlag hier ein kleines Schmankerl gelungen. Aufbauend auf dem Prinzip des Detektiv-Klassikers Cluedo", aber durch einen simplen Trick elegant modifiziert, bekommt der Interessent ein kurzweiliges Ratespiel mit Glücks- und Strategiefaktor für zwei Personen geboten. Die Verbindung zu den im eigenen Haus veröffentlichten Regionalkrimis ist übrigens nur marginal, sodass auch Leser außerhalb von Bamberg, Zwickau oder Ulm Freude an diesem Spiel haben werden.