Mit "Die Flucht der Ameisen" hat Ulrich C. Schreiber ein klasse Erstlingswerk vorgelegt. Ich war also gespannt, ob Herr Schreiber weiterschreibt (was er zum Glück getan hat) und ob er das Niveau und die inhaltliche Ausgestaltung (damit meine ich die Nähe zu seinem eigentlichen Beruf) beibehalten würde.
Beides ist geglückt. Mit "Kreuzstein" legt Schreiber wieder einen Roman vor, bei dem die Geologie eine bedeutende Rolle spielt. Anders als bei "Die Flucht der Ameisen", spielt aber dieses Mal nicht die Natur die Hauptrolle, sondern eine Mordserie. In genau diese Mordserie (die anfangs gar nicht als solche erscheint), wird der Geologe Allenstein hineingezogen. Genau über diesen sympathischen Zeitgenossen lässt Schreiber allerlei interessante Fakten zur Geologie einfließen. Hat man ein Faible dafür umso besser, falls nicht, kein Problem, Schreiber trägt nicht zu dick auf. Allenstein muss der Polizei nun ein ums andere Mal den sprichwörtlichen Stein in den Garten werfen, um die Ermittlungen in Gange zu halten. Diese Ermittlungen führen logischerweise zum großen Finale, von dem aber Nichts verraten werden soll.
Schreiber schreibt flüssig und unterhaltsam, sodass der Krimi mit seinen etwas über 250 Seiten recht schnell gelesen ist. Insgesamt ist das alles sauber konstruiert, wobei dann doch irgendwann ein kleiner Bruch entsteht, um die Handlung in die richtige Richtung zu lenken. Das ist aber durchaus zu verzeihen.
Ulrich C. Schreiber hat bewiesen - und das war zu erwarten -, dass sein erster Roman keine Eintagsfliege war. Der Mann kann es einfach. Alleine schon aufgrund der interessanten Informationen zur Geologie (wohl Schreibers Alleinstellungsmerkmal) ein Lesetipp. Ich bin gespannt, was Herr Schreiber in Zukunft noch auf Lager hat...
ANMERKUNG zu den AUSGABEN / Vorsicht, kleiner SPOILTER...
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Ich habe die gebundene Ausgabe gelesen und fand das Cover passend. Ganz schlecht, was da dann mit der Taschenbuchausgabe passiert ist. Bin froh, dass ich die erst nach dem Lesen der normalen Ausgabe gesehen habe. Kleiner Hinweis an den Verlag: nicht gut gemacht, ein doch zu großer Spoiler!