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Kreuzigers Tod: Kriminalroman
 
 
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Kreuzigers Tod: Kriminalroman [Taschenbuch]

Peter Oberdorfer
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 272 Seiten
  • Verlag: dtv (1. Juni 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423210656
  • ISBN-13: 978-3423210652
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 790.830 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Peter Oberdorfer
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Bei diesem bittersüßen Psychogramm spielt es irgendwann gar nicht mehr die entscheidende Rolle, wer den Mord begangen hat. Atemberaubend spannend ist dieses Buch trotzdem.«
Oberhessische Presse 02.02.2009

»Ein Krimi als meisterhaftes Psychogramm.«
Oberhessische Presse 02.02.2009

»Situationen verlängert sich ins Albtraumhaft-Surreale. Zeit und Raum verlieren sich. Das erinnert an den magischen Realismus. Gleichzeitig herrscht ein sehr schwarzer, morbider, untergründiger Humor…Ein sehr gelungenes Debüt.«
satt.org 07.12.2008

»Ein sehr gelungenes Debüt.«
mord-und-buch.de 11.11.2008

»Ein rabenschwarzer Krimi, in dem genüsslich – mit diesem unwiderstehlichen Schuss Schmäh – das Leben in katholisch-alpiner Abgeschiedenheit seziert wird. Die Welt als Ort des Grauens, in der es ein Recht, aber keine Gerechtigkeit gibt. Da tut es einem leid um den Mörder.«
Münchner Merkur 21.06.2008

»Bigotterie, menschliche Abgründe und persönliche Schicksale sind die Ingredienzien, aus denen Peter Oberdorfer eine intensive Darstellung des Mikrokosmos eines Bergdorfes mit seinen verschrobenen und in ihren Schicksalen verwobenen Bewohner schafft. Ein Lesevergnügen für dunkle Abende.«
Peter Schoßmacher, Zivildienst September 2008

»Oberdorfer kombiniert in seinem Romandebüt schräge Figuren und einige rabenschwarze Ideen mit düsterer Vergangenheitsbewältigung.«
Klappe auf August 2008

»Leichtsinn, Übermut, Alkoholismus und die düsteren Geschehnisse der Nazizeit beeinflussen die Ereignisse und sorgen für mehrere Schusswechsel.«
Christine Greßhöner, blogs.uni-osnabrueck.de 05.08.2008

»Ein sehr gelungenes Romandebüt.«
Münstersche Zeitung 18.09.2008

»Witzig, fesselnd: Milieustudie aus Tirol, getarnt als Krimi.«
diepresse.com 18.07.2008

»Oberdorfer zeichnet das Österreich der 70er Jahre so scharf, so einerseits lebensnah in seiner Kleinherzig- und Spießigkeit, andererseits ins Groteske übersteigert. Der Polizeiassistent heißt Engel und ist ein Teufel, die Stadtschnösel nehmen schneller die Waffe zur Hand, als die örtliche Bevölkerung sich in Sicherheit bringen kann.«
Frankfurter Rundschau 23.07.2008

»Peter Oberdorfer zeichnet in seinem Romandebüt das düstere Bild einer katholisch-hochalpinen Dorfgemeinschaft – voller eigenwilliger Figuren, menschlicher Abgründe und dunkler Komik. Er überrascht dabei immer wieder mit Unerwartetem und bedient sich kraftvoller, sehr wirkungsvoller Bilder.«
alligatorpapiere.de 16.07.2008

»Beste Krimiliteratur – kann ich nur wärmstens empfehlen!«
Astrid Stark, literaturzirkel.eu 07/2008

»Ein „Höhenfeuer“-Drama eigener Couleur.«
berlinkriminell.de 30.06.2008

»Hier ist also ein Autor, den man im Auge behalten sollte.«
krimiblog.de 09.06.2008

Kurzbeschreibung

Ein kleines österreichisches Bergdorf in den siebziger Jahren. Franz Kreuziger, der Sohn des früheren Bürgermeisters, wird tot im Wald gefunden - mit einer Axt im Kopf. Eine Verdächtige ist schnell gefunden: Die Mühlbacherin, die behauptet, die Leiche entdeckt zu haben, ist eine verbitterte Frau, deren behindertes Kind in der Nazizeit auf Betreiben des Bürgermeisters Kreuziger »weggeschafft« wurde. Das Kind war am selben Tag geboren worden wie Franz Kreuziger. Ist dies also ein Fall später Rache?, fragt sich der Dorfpolizist. Verdächtig machen sich aber auch der ortsansässige Künstler, der angeblich erst kurz vor der Polizei zufällig am Tatort vorbeikam, jedoch ein aufwendiges Bild der Leiche malte, und der zutiefst fromme und ebenso menschenscheue Pfarrer, der seinen Schäfchen aus dem Weg geht, wo er nur kann, und der trotzdem mehr über den Toten zu wissen scheint als alle anderen Dorfbewohner zusammen ...

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Debütroman als Alpenkrimi und Dorfdrama, 19. Juli 2008
Von 
Ewald Judt (Vienna, Austria) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Kreuzigers Tod: Kriminalroman (Taschenbuch)
"Kreuzigers Tod" von Peter Oberdorfer (dtv 21065) ist dessen Ende der fünfziger/Anfang der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts spielender Debütroman. Dieser ist nicht nur ein Krimi in den Alpen, sondern auch ein Drama in einem Dorf und eine Aufarbeitung der jüngeren Geschichte in Tirol. Der alte Dorfpolizist - "provisorisch" seit der Nachkriegszeit, als er die "Ermordung" seines während der NS-Zeit tätigen Vorgängers Falkenbarth als Flucht vor der Verfolgung durch die österreichische Justiz feststellte - erinnert sich eines längere Zeit zurückliegenden Falles. Franz Kreuziger, Sohn des Dorfpatriarchenm der zur Zeit des "Dritten Reiches" Bürgermeister war, wird mit einer Axt im Kopf tot im Wald aufgefunden. Obgleich der Dorfpolizist nun schon seit vielen Jahren im Dorf amtiert, sind für ihn die Bewohner des Gebirgsdorfes noch immer verschlossen, undurchschaubar und verschroben, was seine Ermittlungen erschwert. Eine Verdächtige ist bald da: die Mühlbacherin, eine erbitterte Frau, die den Toten meldete. Ihr behindertes Kind wurde in der Nazizeit auf Betreiben des Bürgermeisters Kreuziger u.a. mit Hilfe des Dorfpolizisten Falkenbart "weggeschafft". Sie hat es nie mehr gesehen. Der ermordete Franz Kreuziger war am selben Tag geboren worden, wie ihr Kind. Andere Verdächtige kommen aus der Außenseiterfamilie Kollani. Und ist der ortsansässige Künstler Jörg Mannlechner, der angeblich zufällig erst kurz vor dem Dorfpolizisten am Tatort vorbeikam, jedoch in der Folge ein aufwändiges Bild der Leiche malt, wirklich so unschuldig wie er vorgibt zu sein? Aus all dem Widersprüchlichen, was er zu hören bekommt, erkennt er schließlich doch den entscheidenden Hinweis zur Lösung des Falles. Der Dorfpolizist kann damit zum "definitiven" Leiter der (Einmann-)Polizeistation werden. "Kreuzigers Tod" ist ein düsterer Kriminalroman, ein tragisches Dorfdrama und eine unbefriedigende Geschichtsaufarbeitung - sowohl was die handelnden Personen als auch die menschlichen Abgründe betrifft. Das athmosphärische Grauen im hochalpinen katholischen Leben könnte fast von Felix Mitterer stammen und wäre sicher als "Tatort" mit Harald Krassnitzer und Sophie Rois in den Hauptrollen geeignet.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Urösterreichisch und also entsetzlich komisch, 27. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Kreuzigers Tod: Kriminalroman (Taschenbuch)
Aua. Nach einigen Seiten dieses Erstlings eines in Thailand lebenden Tirolers mit juristischer, sinologischer und journalistischer Vergangenheit drängte sich mir die folgende Formulierung auf: So österreichisch, dass es weh tut (und nicht: dass es schmerzt). Peter Oberdorfer seziert die sturschädelige, verbissene, verknöcherte Gesellschaft in einem Tiroler Bergdorf der frühen 70er Jahre mit grausamer Unerbittlichkeit und brillanter Beschreibungsgabe. Die braune Vergangenheit, das Unausgesprochene, die verhärteten Fronten, der Neurosendünger, der katholische Dauerschuldspruch ' all dies wird fühlbar und sichtbar, es würgt und ist trotz alledem auf eine verzweifelte, düstere Art auch komisch.

Aufgehängt ist all dies an den Ermittlungen des Ortspolizisten und Ich-Erzählers im Fall Kreuziger. Der Titelheld hat in diesem Roman nichts zu sagen, weil eine Axt in seinem Schädel steckt; gleich von Anfang an. Die anderen reden grundsätzlich so wenig wie möglich, was allerdings den Wahrheitsgehalt der kargen Aussagen keinesfalls per se steigert. Selbst die ca. 7 Liter Schnaps, die im Verlaufe der Geschehnisse schätzungsweise vernichtet werden, können gegen die eisenharten psychischen Verkrustungen wenig bis nichts ausrichten.

Auch der Wachmann hat es nicht leicht: Nach kaum 20 Jahren im Dorf ist er natürlich noch ein Fremder. Außerdem schwirren ihm kafkaeske Vorgesetzte mit Allmachtsphantasien um die Ohren, die die Gelegenheit zur Rache mit Freuden ergreifen. Herr Dorfpolizist hat nämlich Jahre zuvor das schlimmste aller Verbrechen begangen: Er hat nach oben gespuckt. Dass die Spucke einem dann zwangsläufig selber ins Gesicht fällt, hätte er eigentlich wissen sollen. Und dass die kratzbuckeligsten, untertänigsten Mitarbeiter nicht unbedingt die loyalsten sein müssen, auch. (Wobei der schwer nachvollziehbare Wandel der Figur des Engel vom faktisch illiteraten Dorftrottel zum effizienten Handlanger der Staatsgewalt für mich die einzige gröbere Schwäche des Romans darstellt.)

Jedenfalls: So sieht er aus, der Bodensatz der Generation der heute 40-Jährigen. Aus der Sicht von Peter Oberdorfer zumindest. Oder aus der Sicht von Menschen, die nicht über den eigenen Bergesrand hinauszublicken vermögen. Für die Talschluss ein anderes Wort für Weltende ist. Und wie schon eingangs gesagt: So österreichisch, dass es weh tut. Schreiben Sie weiter, Herr Oberdorfer.
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4.0 von 5 Sternen Philosophisch - dramatisch - gesellschaftskritisch, 20. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Kreuzigers Tod: Kriminalroman (Taschenbuch)
Der Autor zeichnet das Bild einer trügerischen Landidylle auf dramatische, packende Weise. Es gelingt ihm hervorragend, den Leser/die Leserin in den Bann zu ziehen und mitfühlen zu lassen. Obwohl seine Charaktere teilweise sehr unsympathische Zeitgenossen sind, spiegelt er das Leben im Dorf auf realistische Art und Weise wider. Fazit: Ein gesellschaftskritischer, äußerst gelungener Roman/Krimi, der den Leser/die Leserin zum Nachdenken inspiriert und bis zum Ende fesselt. Empfehlenswert!
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